„Hohe Hürde“ für HSG Wetzlar zum Jahresende!

DKB Handball-Bundesliga

Tabellensiebter aus Mittelhessen muss beim THW Kiel antreten – Rund 50 Fans begleiten Grün-Weiße in Sparkassen Arena

Vier Spiele in Folge sind die Bundesliga-Handballer der HSG Wetzlar nunmehr ungeschlagen und belegen mit 20 Pluspunkten aktuell den siebten Tabellenplatz in der DKB Handball-Bundesliga. Zum Jahresende wartet auf die Grün-Weißen heute jedoch die „höchste Hürde überhaupt“, wie es HSG-Trainer Kai Wandschneider beschreibt. Sein Team muss um 17.15 Uhr bei der „Weltauswahl“ des THW Kiel in der Sparkassen Arena ran. Geleitet wird die Partie von den Elitekader-Schiedsrichtern Sebastian Grobe und Adrian Kinzel. Die Spielaufsicht hat DHB-Schiedsrichterwart Peter Rauchfuß.

Schon gestern, am ersten Weihnachtsfeiertag, war für die Fäth & Co. das Weihnachtsfest mit der Familie beendet. Nach einem Taktiktraining am Vormittag bestiegen die Mittelhessen den Bus gen Kieler Förde, die das Team am späten Abend erreichte. „Wir gehen dieses Spiel genauso professionell an, wie jedes andere auch! Es ist für alle Handballer ein Highlight in Kiel auf der Platte stehen zu dürfen. Wenn ich an das Gefühl denke, dann bekomme ich schon eine Gänsehaut. Aus diesem Grund wird unsere Motivation groß sein“, weiß Kai Wandschneider. Natürlich wolle man sich heute so teuer wie möglich verkaufen, so der 55-jährige, doch dass dem gebürtigen Hamburger ein ähnliches Kunststück wie einst beim 28:28-Remis mit Dormagen gelingt, bleibt abzuwarten. Ohne zu untertreiben, gleicht die Mannschaft um Filip Jicha, Aron Palmarsson, Marko Vujin, Domagoj Duvnjak oder Joan Canellas einer Auswahl internationaler Topstars, die mittlerweile wieder die Tabellenspitze in der DKB Handball-Bundesliga übernommen hat.

„Wir haben großen Respekt vor der Arbeit und der Leistung der Kieler, aber wir werden selbstbewusst auftreten und versuchen, uns so teuer wie möglich zu verkaufen“, so Wandschneider, der mit seinem Team erst vor wenigen Wochen, beim 22:22-Heimremis, der SG Flensburg-Handewitt einen Punkt abgetrotzt hatte. „Mir ist wichtig, dass wir unsere Angriffe konzentriert ausspielen und konsequent abschließen, auch um ein mögliches Gegenstoß-Feuerwerk des THW zu vermeiden. In der Abwehr müssen wir an die tollen Leistungen der Vorwochen anschließen und Beton anrühren, dann kommen auch unsere Torhüter sich wieder zur Geltung, was dringend notwendig ist“, skizziert der Wetzlarer Coach seinen „Game-Plan“, der nach seiner Aussage aber auch ein paar Überraschungen für seinen „sehr geschätzten“ Gegenüber Alfred Gislasson beinhaltet.

Abschalten dürfen seine Spieler erst auf dem Heimweg von Kiel, hatte Wandschneider schon vor einigen Wochen die Marschroute für sein Team ausgegeben, das von den vergangenen neun Bundesliga-Spielen fünf gewann und zwei unentschieden beendete. „Heute hauen wir noch einmal alles raus, was im Tank ist – danach haben sich die Jungs die Pause bis Mitte Januar redlich verdient“, so Wandschneider. Aus seinem Team sind ausnahmslos Andreas Wolff (Deutschland) und Guillaume Joli (Frankreich) für die WM in Katar nominiert. Steffen Fäth (Entzündung an Patellasehne) und Kristian Bliznac (Operation wegen Meniskuseinriss) werden die Winterpause nutzen, um ihre Verletzungen auszukurieren. Am 15. Januar trifft sich das Team dann wieder zum Training, um sich auf das erste Heimspiel des Jahres 2015 gegen den HSV Hamburg vorzubereiten.