HSG-Allrounder Alois Mraz: „Wir wissen, was wir können!“

DKB Handball-Bundesliga

Tschechischer Nationalspieler erwartet gegen erfahrene Magdeburger am Mittwoch einen "heißen Tanz"!

Der 125fache tschechische Nationalspiel in den Reihen der HSG Wetzlar, Alois Mraz, blickt auf das vergangene Spiel bei den „Recken“ aus Hannover zurück und spricht über den morgigen Gegner, den SC Magdeburg. Mraz spielt schon seit 2007 in den grün-weißen Farben der HSG Wetzlar und hat sich in diesen sechs Jahren zu einer absoluten Führungspersönlichkeit entwickelt. Der hoch aufgeschossene Rückraum-Allrounder ist nicht nur in der Offensive, sondern vor allem auch in der Defensive eine der treibenden Kräfte der Domstädter.

Alois, war der Punkt gegen den TSV Hannover Burgdorf ein gewonnener oder eher ein verlorener Punkt?

Mraz: „Dem Spielverlauf nach haben wir wohl eher einen Punkt liegen lassen in Hannover. Betrachtet man aber unsere Gesamtsituation war es ein ganz klarer Punktgewinn. Es war wichtig, dass wir allen voran in der Abwehr wieder unsere Leistung abgerufen haben und genau das werden wir auch am Mittwoch gegen den SC Magdeburg tun.“

Wie wichtig war dieses Erfolgserlebnis für die Mannschaft?

Mraz: „So ein Spiel tut natürlich immer gut, vor allem wenn man so eine lange Zeit zuvor relativ wenige Erfolgserlebnisse zu feiern hatte. Man merkt deutlich, dass das geschlossene Auftreten in Hannover die Stimmung innerhalb der Mannschaft enorm gehoben hat und es auch gut für die Moral war. Mit dieser Einstellung, die wir bei den ‚Recken‘ an den Tag gelegt haben, wollen und müssen wir uns auch gegen den SCM präsentieren.“

Ihr befindet euch gerade in einer „Englischen Woche“. Ist das eher eine Belastung für Dich als Spieler oder freut man sich darauf?

Mraz: „Auf der einen Seite ist es natürlich anstrengend, so viele Spiele innerhalb kürzester Zeit zu absolvieren. Andererseits trainieren wir in dieser Phase auch weniger, so dass diese Belastung reduziert wird. Ich freue mich immer auf ‚Englische Wochen‘, da mir dieses schnelle Umschalten liegt. Ich mag es nicht, wenn zwischen zwei Spielen eine dreiwöchige Pause liegt.“

Morgen Abend geht es für Euch gegen den SC Magdeburg, eine Mannschaft, die mit vier Niederlagen in das Jahr 2013 gestartet ist, jedoch die letzten zwei Bundesligaspiele und das letzte EHF-Pokalspiel für sich entscheiden konnte. Wie schätzt Du den Gegner ein?

Mraz: „Der SCM ist eine sehr kampfstarke Mannschaft. Sie geben von der ersten bis zur letzten Minute Gas und geben sich niemals auf. Gefährlich ist ihre kompakte Deckung und das draus resultierende schnelle Umschalten. Mit den beiden Außen Ives Grafenhorst und Robert Weber besitzt Magdeburg zwei gefährliche Gegenstoßspieler - auch auf sie müssen wir enorm aufpassen und dem Gegner durch ein konzentriertes und konsequentes Angriffsspiel diese Stärke nehmen.“

Was müsst Ihr im Vergleich zu den letzten Spielen verbessern, damit Ihr gegen den SC Magdeburg zwei Punkte einfahren könnt?

Mraz: „Wir müssen wieder eine konstante Leistung über 60 Minute abrufen. Dass man Fehler machen kann, ist klar, aber wenn sich diese in den letzten fünf bis zehn Minuten häufen, dann wird es halt schwer ein Erstligaspiel zu gewinnen. Stellen wir das ab und bringen wieder solch eine Leistung wie in Hannover, dann haben wir gute Chancen auch gegen Magdeburg zu punkten.“

Dein Mannschaftskollege Jens Tiedtke sprach von den „Spielen der Wahrheit“, die Euch jetzt bevorstehen. Siehst Du das ähnlich?

Mraz: „Jens hat recht, aber ich persönlich schaue von Spiel zu Spiel! Wir hatten jetzt eine kleinere Schwächephase, doch jetzt kann und muss es wieder vorwärts gehen. Wir wissen ganz genau, was wir können und jetzt ist es an uns, unser wahres Leistungsvermögen wieder konstant abliefern, damit wir noch einige Siege und Punkte sammeln können.“