"HSG-Quintett" trifft im Länderspiel auf grün-weißen Weggefährten!

DKB Handball-Bundesliga

Gleich sechs Wetzlarer heute beim Länderspiel Tschechien gegen Deutschland dabei - Vereinsinternes Duell in Brünn!

Steffen Fäth, Tobias Reichmann, Kevin Schmidt, Alois Mraz, Reinhold Roth und Marco Kettrukat haben zwei Dinge gemeinsam. Zum einen stehen sie in Diensten des Handball-Erstligisten HSG Wetzlar, zum anderen nehmen alle sechs in dieser Woche an den beiden EM-Qualifikationsspielen zwischen der deutschen und der tschechischen Nationalmannschaft teil. Alois „Loisi“ Mraz, der für sein Heimatland Tschechien aufläuft, betitelt das Aufeinandertreffen als „besonderes Spiel“ und freut sich schon auf den Vergleich mit seinen Vereinskollegen.

Für beide Mannschaften steht am 4. April (in Brünn/Tschechien) und am 7. April (in Halle/Westfalen) viel auf dem Spiel, da man auf dem Weg zum Europameisterschaftsturnier in Dänemark jeweils gegen Montenegro eine Niederlage hinnehmen musste. Nur die beiden Erstplatzierten jeder Gruppe und der beste Dritte aller Gruppen lösen das EM-Ticket. Um diesem Ziel einen Schritt näher zu kommen, vertraut Nationaltrainer Martin Heuberger komplett dem WM-Kader und nominierte somit auch wieder die drei Wetzlarer Youngster. „Es ist unsere Pflicht, den Sprung zur  Europameisterschaft in Dänemark zu schaffen“, so die Kampfansage des 48-jährigen Bundestrainers.

Das „HSG-Ensemble“ wird komplettiert von Physiotherapeut Reinhold Roth, der nicht nur bei den Mittelhessen sondern auch bei der Nationalmannschaft körperliche Probleme behandelt. Ebenfalls zum DHB-Stab gehört Marco Kettrukat. Der 45-jährige Mannschaftsarzt genießt in Sportlerkreisen aber auch bei seinen Patienten in seiner Bad Nauheimer Praxis höchstes Ansehen. Nächstes Jahr feiert Kettrukat ein Jubiläum, denn er kann auf 20 Jahre Profisportbehandlung zurückblicken.

Wie die drei der vier Wetzlarer Nationalspieler in die beiden wichtigen Qualifikationsspiele gehen, verraten Sie hier:

Tobias Reichmann (Deutschland): „Ich freue mich auch in den wohl vorentscheidenden Spielen gegen Tschechien dabei zu sein und hoffe, dass wir beide Duelle gewinnen können. Natürlich stehen wir ein wenig unter Zugzwang,  jedoch würde dieser Druck mit zwei Siegen schnell schwinden. Ich habe ein gutes Gefühl, da wir in den letzten Tagen die knappe Vorbereitungszeit sehr gut genutzt und konzentriert gearbeitet haben. Die Tschechen stellen eine großgewachsene Abwehr, die wir in Bewegung bringen müssen. Besinnen wir uns auf unsere Stärken, die in einer guten Deckungsarbeit und einem schnellen Umschalten nach vorne liegen, sollten wir gute Chancen haben unser Ziel zu erreichen.“

Steffen Fäth (Deutschland): „Diese erneute Nominierung bedeutet mir sehr viel und sie stellt zugleich eine Wertschätzung für mich aber auch unser Team, der HSG Wetzlar dar. Wir wissen, dass Tschechien ein sehr starker Gegner ist, jedoch traue ich uns zwei Siege zu. Die Tschechen haben unter anderem durch Filip Jicha  vom THW Kiel,  Pavel Horak von Frisch Auf Göppingen, Daniel Kubes von der MT Melsungen und die beiden Torhüter eine enorme individuelle Klasse. Unsere Nationalmannschaft besticht im Moment durch ihre mannschaftliche Geschlossenheit. In jedem Spiel treten wir als Team auf und es gibt keine Einzelkämpfer. Dieser Teamgeist kann unser großer Pluspunkt sein!“

Alois Mraz (Tschechien): „Für mich ist das schon eine besondere Partie. Ich freue mich sehr auf ein spannendes Spiel und auf das Aufeinandertreffen mit meinen Mannschaftskollegen aus Wetzlar. Unser Ziel ist es, zu Hause in Tschechien zu gewinnen. In Deutschland wird es natürlich schwieriger, aber auch auswärts haben wir schon gezeigt, dass wir jeden schlagen können. Beide Teams spielen mit einem ähnlichen Prinzip. Über eine robuste Deckung und mit guten Torhütern versuchen sie schnell nach vorne zu spielen.“