HSG setzt ihren Aufwärtstrend fort

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Erster Wetzlarer Auswärtssieg in dieser Saison Schlusslicht Eintracht Hildesheim 50 Minuten auf Augenhöhe

Die HSG Wetzlar bleibt in der Erfolgsspur. Nach dem 30:30-Remis bei der MT Melsungen und dem 32:29-Erfolg über den TBV Lemgo holten sich die Mittelhessen bei Tabellen-Schlusslicht Eintracht Hildesheim mit einem 24:23 (10:13)-Erfolg beide Punkte. Die Niedersachsen, die sich für die zu Saisonbeginn erlittene 28:30-Niederlage in der Wetzlarer Rittal-Arena revanchieren wollten, schnupperten bis zehn Minuten vor dem Ende am Sieg, ehe in der dramatischen Schlussphase die Mittelhessen ihre Nervenstärke und Routine entscheidend in die Waagschale warfen.

 

Bereits nach dem Hinspiel hatte der Ex-HSG-Coach Volker Mudrow nach einer guten Vorstellung seines Teams erklärt: „Ich bin enttäuscht über das Ergebnis, mit dem Spiel meiner Mannschaft bin ich aber zufrieden.“ Gestern Abend musste sich der 42-jährige Handball-Lehrer in der Hildesheimer Sparkassenarena wiederholen, denn seine Truppe agierte mit großem Selbstvertrauen, spielte auf Augenhöhe mit den Mittelhessen, um dann doch wieder nur als Verlierer vom Feld zu gehen.

Auch wenn die Wetzlarer schnell durch Philipp Müller und Adnan Harmandic mit 2:0 (3.) führten, es war ein miserabler Start, den die Schützlinge von HSG-Trainer Gennadij Chalepo hinlegten. Denn als das Schlusslicht beim 4:3 (8.) durch den Dänen Michael Qvist erstmals in Front ging, ging tatsächlich die Post bei den Niedersachsen ab. Während die Gastgeber unter dem Jubel des Publikums auf 7:3 (Jahns, Siebenmeter, 13.) erhöhten, leisteten sich die Lahnstädter eine achtminütige Torflaute, ehe Kevin Schmidt auf 7:4 (15.) verkürzte. Einmal im Rausch, zog Hildesheim auf 10:4 davon. Den fünften HSG-Treffer markierte Lars Friedrich per Strafwurf erst in der 20. Minute, sodass es nicht gut für die Wetzlarer aussah. Doch plötzlich gab es einen Ruck bei den Gästen, die - angetrieben von einigen guten Paraden von Nikolai Weber - Treffer auf Treffer aufholten und beim 11:10 (28.) den Torkontakt hergestellt hatten.

Nach dem 13:10-Pausenstand zog Hildesheim auf 15:11 davon, aber die Lahnstädter ließen sich nun nicht mehr abschütteln. Als dann noch Nikola Marinovic nach seiner Einwechselung in das HSG-Gehäuse mehrmals glänzend parierte, hieß es in der 50. Minute 18:18 (Lars Friedrich, Siebenmeter). Sechs Minuten später war es erneute der nervenstarke HSG-Linkshänder, der von dem Siebenmeterstrich zur ersten Gäste-Führung im zweiten Durchgang vollstreckte (21:20). Der erneut stark aufspielende Timo Salzer besorgte die 23:21-Führung (59.), doch als wenige Sekunden später Lars Friedrich eine Zwei-Minuten-Strafe aufgebrummt bekam und Michael Hoffmann Hildesheim auf 22:23 heranbrachte, kochte wieder die Sparkassenarena. 37 Sekunden vor dem Ende legte Gennadij Chalepo den grünen Karton auf den Zeitnehmertisch und bat seine Mitarbeiter zur Dienstbesprechung. Mit Erfolg, weil Steffen Fäth mit einem Gewaltwurf von der Mittellinie drei Sekunden vor dem Ende den 24. HSG-Treffer markierte und damit für den ersten Wetzlarer Auswärtssieg in der Saison 2011/2012 sorgte.

„In der ersten Halbzeit haben wir es an der notwendigen Aggressivität mangeln lassen. Erst als nach dem Wechsel die Mannschaft den Kampf der Hildesheimer angenommen hat, ging es bei uns aufwärts“, sagte HSG-Übungsleiter Chalepo nach dem Schlusspfiff.

(uc)