HSG Wetzlar aus Hinspiel vor Aufsteiger Minden gewarnt!

Bild: Leica Akademie/Oliver Vogler

DKB Handball-Bundesliga

Mittelhessen empfangen Ostwestfalen am Freitagabend in Rittal Arena – Vorzeitiges Comeback von Spielmacher Philipp Pöter möglich

Mit gehobenem Zeigefinger warnt der Trainer der HSG Wetzlar, Kai Wandschneider, vor dem kommenden Gegner in der DKB Handball-Bundesliga. Am 25. Spieltag haben die Mittelhessen am Freitagabend um 19.45 Uhr den starken Aufsteiger GWD Minden in der Rittal Arena Wetzlar zu Gast. „Minden spielt bislang eine ganz starke Saison. Es wird ein Spiel auf Augenhöhe“, weiß Wandschneider, der noch das Hinspiel deutlich vor Augen hat. „In Minden sind wir zu Beginn quasi überrollt worden und haben erst spät ins Spiel gefunden. Dass wir am Ende dort gewonnen haben, war eine starke Leistung, aber auch dem geschuldet, dass GWD damals noch den Druck des Gewinnen-müssens im Nacken hatte.“ 

Nunmehr kommt es zum erneuten Aufeinandertreffen der Traditionsvereine, die sich dann zum insgesamt 32. Mal im Handball-Oberhaus gegenüberstehen (16 Siege HSG Wetzlar, 10 Siege GWD Minden). Diesmal jedoch unter anderen Umständen als noch Ende Dezember. Als derzeitiger Tabellensiebter hat sich die HSG Wetzlar bereits frühzeitig aller Abstiegssorgen entledigt und auch die Gäste sind mit 19 Pluspunkten ihrem Saisonziel Klassenerhalt schon sehr nahe. Geleitet wird die Partie am Freitagabend von den erfahrenen Unparteiischen Marcus und Andreas Pritschow. Die Spielaufsicht hat Nils Szuka.  

„Wir freuen uns und sind heiß auf dieses Spiel“, so Wandschneider. „Die Jungs haben in dieser Woche sehr gut trainiert und unsere Nationalspieler hatten die Möglichkeit etwas zu regenerieren. Dazu konnte Jannik Kohlbacher etwas Kraft tanken, nachdem er vor dem Berlin-Spiel sechs Tage grippekrank im Bett bleiben musste. Insofern haben uns die knapp zehn Tage Pause gut getan, auch wenn ich generell kein Freund dieser längeren Unterbrechungen im Spielplan bin.“

Somit kann der 57-jährige am Freitagabend bis auf die Langzeitverletzten Joao Ferraz (Trainingseinstieg nach Schulterverletzung) und Maximilian Holst (Kreuzband-Operation) wohl auf alle Spieler zurückgreifen, denn auch Spielmacher Philipp Pöter steht nach seinem Bänderriss im Fuß vor einem vorzeitigen Comeback. „‘Pippo‘ hat offensichtlich gutes Heilfleisch“, verrät HSG-Geschäftsführer Björn Seipp. „Zudem hat unsere medizinische Abteilung einmal mehr einen tollen Job gemacht. Ob es allerdings schon für einen Einsatz reicht, wird Philipp vor dem Spiel gemeinsam mit den Ärzten entscheiden.“

Vor dem Gegner aus Minden hat man in Wetzlar durchaus großen Respekt. „Sie haben eine gut zusammengestellte Mannschaft, mit international erfahrenen Spielern wie Doder, Gullerud, Eijlers, Jernemyr oder Kozlina und dazu talentierten deutschen Akteuren wie Freitag oder Michalczik“, weiß Kai Wandschneider. „Minden ist, wie wir, mit beachtlichen 6:6 Punkten ins Jahr 2017 gestartet. Darunter waren mit zwei deutlichen Siegen gegen Leipzig und in Erlangen zwei dicke Ausrufezeichen! Die Stärke von GWD ist eine kompakte 6:0-Abwehr und dass die Mannschaft von jeder Position ungemein torgefährlich sein kann.“

Deshalb habe man sich sehr intensiv mit dem Gegner beschäftigt, so der Wetzlarer Coach. „Wir werden am Freitag optimal vorbereitet sein und brauchen eine Leistung an der absolut obersten Leistungsgrenze, um erfolgreich sein zu können. Deshalb gilt auch meine Bitte an die Fans, dieses Spiel nicht als Selbstläufer anzusehen, weil wir gegen einen Aufsteiger spielen – ganz im Gegenteil. Das wird ein harter Fight gegen eine richtig starke Mannschaft. Da brauchen wir über 60 Minuten die volle Unterstützung von den Rängen, auch wenn es vielleicht mal nicht so läuft, was ich nicht hoffe!“

Über 4.100 Tickets haben die Mittelhessen bereits für das Spiel am Freitagabend verkauft. „Das freut uns natürlich sehr, dass die Arena wieder einmal annähernd ausverkauft sein wird“, so Björn Seipp. „Die stets faire aber gewaltige Stimmung in der Rittal Arena ist bei den Gegnern mittlerweile gefürchtet und wir bauen einmal mehr auf unseren ‚8. Mann‘. Unser gemeinsames Ziel ist es, den wirklich tollen siebten Platz in der Tabelle mit einem Heimsieg zu festigen!“