HSG Wetzlar baut gegen Erlangen auf Fanpower trotz DFB-Pokal-Finale!

Bild: www.sportfoto-vogler.de

DKB Handball-Bundesliga

Tabellensechster erwarten stärksten Aufsteiger aus Mittelfranken - Anwurf um 19.00 Uhr in Rittal Arena Wetzlar – Noch wenige Sitzplatzkarten erhältlich

Im vorletzten Heimspiel der Saison in der DKB Handball-Bundesliga steht der HSG Wetzlar eine schwere Aufgabe bevor. Die Mittelhessen empfangen am Samstagabend den tabellarisch stärksten Aufsteiger HC Erlangen in der Rittal Arena Wetzlar. Anwurf der Partie, die von den international erfahrenen Schiedsrichtern Robert Schulze und Tobias Tönnies geleitet wird, ist um 19.00 Uhr. Die Grün-Weißen erwarten einmal mehr über 4.000 Zuschauer und das trotz des annähernd zeitgleich stattfindenden DFB-Pokal-Finale zwischen dem hessischen Vertreter Eintracht Frankfurt und Borussia Dortmund. Live-Bilder dieser Partie werden nach dem Abpfiff des Handballspiels im Foyer der Rittal Arena über eine Videoleinwand und Bildschirme übertragen.

„Erlangen ist zwar ein Aufsteiger, allerdings verfügen Sie aufgrund ihrer wirtschaftlichen Möglichkeiten über eine unglaublich erstligaerfahrene Mannschaft, die eine gute Saison gespielt hat und nach dem Hinspiel-Ergebnis ganz sicher auf Revanche aus ist“, so HSG-Trainer Kai Wandschneider, dessen Team die Partie im Oktober in der Arena Nürnberg überraschend deutlich mit 32:23 gewonnen hatte. „Wir müssen uns am Samstag auf einen Gegner einstellen, der ohne Druck und mit einer extrem hohen Variabilität in Angriff und Abwehr bei uns auftreten wird. Sie haben allerdings auch noch ein schweres Restprogramm und werden deshalb alles in die Waagschale werfen müssen, dieses Spiel zu gewinnen. Erst zuletzt hat Erlangen in Melsungen gezeigt, dass die auswärts ein extrem unangenehmer Gegner sein können.“ 

Hoffnung hegt Wandschneider in Sachen Personal, denn „wenn alles gut läuft, dann können wir zumindest mit der Rückkehr von Jannik Kohlbacher rechnen.“ Der deutsche Nationalspieler hatte sich im Heimspiel gegen Frisch Auf! Göppingen einen Muskelfaserriss zugezogen. Mit der gleichen Verletzung plagt sich derzeit noch Rechtsaußen Kristian Björnsen herum. Ein Einsatz der norwegischen Vize-Weltmeisters am Samstag kommt laut medizinischer Abteilung der Mittelhessen noch zu früh. Dazu werden den Grün-Weißen weiterhin die Langzeitverletzten Joao Ferraz (Operation an der Wurfarmschulter) und Maximilian Holst (Kreuzbandriss) fehlen.

"Wir wollen unseren erfolgreichen Weg am Samstag gegen Erlangen weitergehen und mit einem Sieg unseren sechsten Tabellenplatz festigen. Dazu einen neuen clubeigenen Punktrekord aufstellen. Dafür wird diese tolle Mannschaft alles geben", ist sich Kai Wandschneider sicher. "Um gegen Erlangen punkten zu können bedarf es einmal mehr einer starken Torhüterleistung, einer extrem aggressiven und aufmerksamen Abwehr und einem konzentrierten Angriffsspiel. Natürlich wäre es diesbezüglich wichtig, dass wir mit Jannik Kohlbacher eine wichtige Komponente dafür wieder dazu bekommen, auch wenn ihn Anton Lindskog beim Bergischen HC richtig gut vertreten hat."

Dass am Ende der Saison, aufgrund des EHF-Pokalerfolgs von Frisch Auf! Göppingen am vergangenen Wochenende, der Sechsplatzierte der DKB Handball-Bundesliga nicht mehr auf einen internationalen Startplatz hoffen kann, tut zumindest den Wetzlarer Ambitionen keinen Abbruch. "Wir haben einen unfassbaren Teamgeist in der Truppe", weiß HSG-Geschäftsführer Björn Seipp. "Die Mannschaft spielt eine herausragende Saison und hat sich aufgrund dessen stetig neue Ziele setzen können. Alle wissen, dass die Partie am Samstagabend ein ganz harter Brocken wird, den es zur Verwirklichung der Ziele aus dem Weg zu räumen gilt und ich kann nur an unsere Fans appellieren, das Team dabei über die kompletten 60 Minuten mit einer Wahnsinnsstimmung von den Rängen zu unterstützen. Dafür brauchen wir jeden Zuschauer!"

Während die Mittelhessen sich seit vergangenen Sonntag auf den kommenden Gegner vorbereiten konnten, hatten die Gäste aus Erlangen am Mittwochabend noch ein Heimspiel gegen das abstiegsbedrohte Team von HBW Balingen-Weilstetten zu bestreiten. Dieses konnten die Mittelfranken souverän mit 33:25 gewinnen und stellten dabei einmal mehr unter Beweis, dass sie in der Offensive von allen Positionen gefährlich sein können. "Wir sind optimal auf Erlangen vorbereitet. Jetzt liegt es daran, das die Spieler die ihnen an die Hand gegebenen taktischen Hilfsmittel auch anwenden". so Kai Wandschneider. "Auf jeden Fall erwartet uns ein spannendes Spiel am Samstagabend!"