HSG Wetzlar belegt Platz zwei in Wickede

DKB Handball-Bundesliga

Grün-Weißen verlieren im Finale knapp gegen Zweitligist ASV Hamm

Mit einer 27:29-Niederlage über die Zweitligamannschaft des ASV Hamm landen die Domstädter beim Turnier „Wickede meets Bundesliga“ auf Platz zwei. Nach fünf Tagen Trainingslager sah man den Handballprofis aus der Domstadt die eingetretene Müdigkeit spätestens im Finale deutlich an, was bei vier Trainingseinheiten pro Tag nicht verwunderlich ist. Trotz allem sahen die zahlreich erschienen Zuschauer in der Sporthalle in Wickede auch schön ausgespielte Konzeptionen des Erstligisten und ein gutes Zusammenspiel der Neuzugänge. Das Spiel um Platz drei konnte der Soester TV mit 18:17 über Ligakonkurrent HSG Menden-Landringsen für sich entscheiden. 

 

Im ersten Halbfinalspiel des Tages setzte sich Bundesligist ASV Hamm nach anfänglichen Schwierigkeiten doch noch souverän mit 20:14 (10:6) gegen den Soester TV (Oberliga) durch. Somit stand der erste Finalgegner fest, der um die Handballkrone Wickedes spielen sollte. Nun musste nur noch die HSG Wetzlar nachziehen gegen den Oberligisten HSG Menden-Landringsen, was mit 24:13 (12:8) auch in standesgemäßer Deutlichkeit gelang. Mit diesem Sieg war das Aufeinandertreffen der beiden „Großen“ perfekt. Die HSG Wetzlar fand gegen die niederklassige Mannschaft gut in die Partie und konnte sich nach nur zwei gespielten Minuten auf 3:1 absetzen. Der Oberligist aus Nordrhein-Westfalen ließ sich jedoch in der ersten Halbzeit, die im Halbfinale noch 15 Minuten und im Finale dann 30 Minuten betrug, nicht so leicht abschütteln. „Man hat uns angesehen, dass die Beine schwer waren. Wir haben einfach zu viele Konzentrationsfehler gemacht, was normalerweise nicht in so einer Häufigkeit passiert“, so Nationalspieler Tobias Reichmann. Kai Wandschneider ließ jede Halbzeit eine Formation auflaufen, so dass auch jeder Akteur seine Einsatzzeiten erhielt. Im zweiten Durchgang machten die Wetzlarer dann aber den Sack zu und kombinierten ihren Gegner mit sehenswerten Konzeptionen aus, wovon vor allem Neuzugang Sebastian Weber oft profitierte, der in der zweiten Halbzeit immer wieder am Kreis freigespielte wurde. 

 

Im Finale schwanden dann komplett die restlichen Kräfte. Der spätere Turniersieger offenbarte sich schon in den ersten Minuten als schlagfertiger Widersacher. HSG-Übungsleiter Kai Wandschneider rotierte auch in dieser Partie sehr viel, da zusätzliche Verletzungen, zu denen von Kevin Schmidt und Magnus Dahl, selbstverständlich vermieden werden sollten. Keines beider Teams vermochte sich im kompletten Verlauf des Spieles abzusetzen, so dass es nach 30 Minuten 15:14 für die HSG Wetzlar stand. In der zweiten Hälfte machte sich dann der enorme Kräfteverschleiß bemerkbar, da sich viele Unkonzentriertheiten in das Spiel des hessischen Erstligisten einschlichen. Im Endeffekt war der Akku bei allen grün-weißen Spielern vollkommen leer und auch wenn der Kampfgeist vorhanden war, streikte zum Ende der Körper jedes einzelnen. "In den letzten Minuten dachte ich, dass meine Waden platzen", offenbarte Neuzugang Florian Laudt, der intelligent Reggie führte. Jetzt freuen sich die Spieler erst einmal auf zwei trainingsfreie Tage, die sich wahrlich jeder verdient hat. Der nächste offizielle Termin steht mit dem 25. Juli 2013 auch schon fest, wenn um 18.30 Uhr in der Sporthalle Dutenhofen das erste "Öffentliche Training" stattfindet, bei dem unter anderem die sieben Neuzugänge präsentiert werden. Nach dem Spiel erhielt der Trainerstab um Kai Wandschneider und Jasmin Camdzic eine Hiobsbotschaft, da sich Spielmacher Adnan Harmandic den rechten Daumen gebrochen hat und somit für längere Zeit ausfallen wird.


 

HSG Wetzlar – HSG Menden-Landringsen: Wolff, Sulzbach; Rompf (4/1), Zörb (2), Bliznac (2), Krause (1), Laudt, Hamandic (1), Tönnesen (1), Valo (1), Reichmann (1), Hahn (1), Tiedtke (4), Weber (5).


 

HSG Wetzlar – ASV Hamm: Wolff, Sulzbach; Rompf (6/6), Zörb, Bliznac, Krause, Laudt, Hamandic (2), Tönnesen (2), Valo (5), Reichmann (6), Hahn (1), Tiedtke (3), Weber (1), Fäth (1).