HSG Wetzlar besiegt Hüttenberg im Linden Cup-Derby deutlich!

Bildquelle: Florian Gümbel

DKB Handball-Bundesliga

Am Dienstaggabend feierte der Handball-Bundesligist einen ungefährdeten 24:13 (12:5)-Derby-Erfolg gegen den TV Hüttenberg

"Vorwiegend hat es heute Spaß gemacht", hatte HSG-Kreisläufer Sebastian Weber hinterher gut Lachen und schob nach, was auch den Zuschauern in der bis zum letzten Platz gefüllten Stadthalle Linden nicht entgangen war: "Es war schön zu sehen, dass Hüttenberg so eine starke 3:2:1-Deckung stellt."

Zahlreiche Neuzugänge wecken das Interesse der 600 Zuschauer

Das Interesse des Publikums galt aber auch den Neuzugängen: So schickte Wetzlar das Quartett Filip Mirkulovski, Stevan Vujovic, Joao Ferraz und Jannik Kohlbacher sowie Rückkehrer Niko Weber auf die Platte. In den Reihen des TVH wirkten Sebastian Roth und Thimo Wagner mit.

Vor allem die kaum zu überwindende Deckung und Publikumsliebling Weber zogen dem TVH den Zahn. In der Offensive hatte der Erstligist dagegen Luft nach oben. Immerhin eine stabile 9:4-Führung stand zu Buche, als Tobias Hahn nach 18 Minuten von Rechtsaußen einnetzte. Hüttenberg brachte eine aggressive Verteidigung aufs Feld, war aber vor der Wetzlarer Abwehrmauer mehrfach überfordert. Einen höheren Pausen-Rückstand verhinderte auch der eingewechselte Fabian Schomburg, der wie sein Gegenüber Weber und dessen Kollege Andreas Wolff stark parierte. Als der montenegrinische Nationalspieler Vladan Lipovina 15 Sekunden vor der Pause sicher vollstreckte, lag die HSG mit sieben Treffern vorne.

Der Favorit von der Lahn bemühte sich im zweiten Abschnitt sichtlich, den Abstand zu vergrößern. Zwar sorgte Steffen Fäth mit einem wuchtigen Treffer zum 14:5 für den perfekten Start (34.). Deutlich zu oft fand der Erstligist aber am Pfosten oder dem blendend reagierenden Schomburg seinen Meister. Die Hüttenberger Nummer zwei zeichnete sich auch zweimal bei Siebenmetern aus: Sowohl Christian Rompf als auch Maximilian Holst scheiterten innerhalb von neun Minuten am TVH-Schlussmann. "Im Tor sah es heute genau wie in der Abwehr gut aus. Im Abschluss war das allerdings eine Katastrophe. Wir hatten viel zu viel Respekt", resümierte Hüttenbergs Coach Adalsteinn Eyjolfsson. So nutzte die HSG die Fehler des Außenseiters in der Schlussphase konsequenter als zuvor aus und brachte einen elf-Tore-Vorsprung nach Hause.

Wetzlar: Nikolai Weber, Wolff (ab 31.) - Prieto, Lipovina (3), Rompf (1), Sebastian Weber (2), Ferraz (2), Holst (3/1), Laudt, Fäth (3), Vujovic (3), Hahn (2), Joli (1), Klesniks (2), Kohlbacher (1), Mirkulovski (1).

Hüttenberg: Ritschel, Schomburg (ab 21.) - Chalepo, Hoepfner (1), Wernig (2/1), Wagner (1), Warnke, Fernandes (1), Johannsson (1), Roth (3), Mappes (2), Hofmann (2), Pausch, Semmelroth (1).

Schiedsrichter: Pittner/Regner (Lautenbach/Nieder-Olm) - Zuschauer: 600 - Zeitstrafen: Wetzlar vier (Prieto, Lipovina, Ferraz, Klesniks), Hüttenberg drei (Johannsson zwei, Semmelroth) - verworfene Siebenmeter: Rompf und Holst (Wetzlar) scheitern an Schomburg (45., 54.), Warnke (Hüttenberg) scheitert an Wolff (47.).

Schon im Vorfeld des Derbys bekamen die Zuschauer Nachwuchs-Handball geboten: Die in der Oberliga aktive HSG Wettenberg schlug Bezirksoberligist MSG Linden mit 35:12. Tore für Wettenberg: Valentin (5/1), Weide (3), Hirzmann (4), Schwarz (3), von Bierbrauer (3), Rein (5), Kleinberg (1), Wingefeld (1), Meier (3), Weidner (2). - Tore für Linden: Hillebrand (2), Ebert (2), Otto (3), Hamp (1), Horvath (1), Rudolph (3/1).

Das Harzleder fliegt auch an diesem Mittwoch wieder durch die Stadthalle Linden: Mit dabei ist der VfL Gummersbach um Nationaltorhüter Carsten Lichtlein und Top-Torjäger Raul Santos. Der zwölffache Deutsche Meister trifft ab 20.15 Uhr auf den TV Hüttenberg. In der Regional-Gruppe messen sich um 18.30 Uhr die Oberligisten SG Kleenheim und HSG Wettenberg.

Quelle: www.mittelhessen.de