HSG Wetzlar bilanziert eine erfolgreiche Saison!

DKB Handball-Bundesliga

Trainer Kai Wandschneider: „Wir haben Geschichte geschrieben!“ – Vereinsführung und Trainer loben offene interne Kommunikation!

Zwei Tage nach dem erfolgreichen letzten Saisonspiel gegen GWD Minden lud die HSG Wetzlar in die Rittal Arena ein, um mit einer Pressekonferenz die erfolgreichste Saison seit Erstligazugehörigkeit Revue passieren zu lassen und um einen kurzen Ausblick auf die kommende Spielzeit zu wagen. Trainer Kai Wandschneider, Geschäftsführer Björn Seipp und die Aufsichtsratsmitglieder Antonio Pardo und Martin Bender standen den anwesenden Pressevertretern Rede und Antwort. Neben zahlreichen Danksagungen hob Björn Seipp die Fans als wichtigen Punkt hervor: „Bei allem sportlichen Erfolg erfüllt mich vor allem die große Resonanz unserer Fans bei den Heim- und Auswärtsspielen mit Stolz. Wir haben es geschafft den Zuschauerschnitt auf 4026 Besucher pro Spiel zu erhöhen, was uns zeigt, welchen hohen Stellenwert die HSG Wetzlar mittlerweile genießt und wie gut der Spitzenhandball in unserer Region angenommen wird. Wir haben uns mit Hilfe unserer Anhänger und Sponsoren mittlerweile als sportliches Aushängeschild Mittelhessens etablieren können.“

Gute, offene Kommunikation ein wichtiger Erfolgsfaktor

Allen vier HSG-Vertretern stand die Freude über das erfolgreiche Abschneiden ins Gesicht geschrieben. Nach kurzen Eröffnungsworten von Björn Seipp übergab der Geschäftsführer an Kai Wandschneider. Bevor der „Trainer des Jahres“ mit aussagekräftigen Statistiken (u.a. bestes Saisonergebnis, beste Hinrunde, meisten Saisontore) das historische Ausmaß der abgelaufenen Saison unterstrich, lobte er die Kommunikation innerhalb der HSG Wetzlar. „Es wurden sehr viele offene Gespräche auf allen Ebenen geführt! Mit den Spielern, dem Aufsichtsrat, mit der Geschäftsführung und auch innerhalb des Trainerstabs. Wenn man so hart arbeitet, wie wir es alle getan haben, wird man auch belohnt“, sagte der gebürtige Hamburger, der solch ein gutes Miteinander innerhalb eines Clubs für ungewöhnlich einstufte.

Neuzugänge schlugen ein! Etablierte Spieler machten Entwicklungsschritt

Den sportlichen Erfolg habe man trotzdem nicht vorhersehen können, da nicht klar gewesen sei, wie die damaligen Neuzugänge Jens Tiedtke, Tobias Reichmann, Michael Müller und Fannar Thor Fridgeirsson einschlagen würden, so Wandschneider. „Jeder dieser vier Spieler hat eine herausragende Saison gespielt! Jens ist für mich ‚Mister 100 Prozent‘ vom Kreis, Michi ist eine einzigartige Persönlichkeit und am Ende auch unser bester Feldtorschütze und Vorbereiter, Tobias hat sich hier zum Nationalspieler entwickelt und Fannar ist der personifizierte Kampfgeist“, so die Einschätzung des Coaches. Dazu sei die positive Entwicklung weiterer junger Spieler wie Steffen Fäth oder Kevin Schmidt gekommen, die sich ebenfalls in den Stamm der Nationalmannschaft gespielt und Anfang des Jahres bei der WM in Spanien für Furore gesorgt hätten. Auch Alois Mraz hob Wandschneider hervor, der trotz seiner 34 Jahre in dieser Spielzeit noch einmal einen gewaltigen Leistungssprung gemacht und vor allem der Deckung die so wichtige Stabilität gegeben habe.

Club arbeitet schwierige wirtschaftliche Vergangenheit auf und schreibt seit zwei Jahren „schwarze Zahlen“!

Auch habe die HSG Wetzlar in der vergangenen Saison ein mittlerweile beruhigendes Maß an wirtschaftlicher Stabilität gewonnen, gab Aufsichtsratsmitglied Martin Bender zu Protokoll. „Wir orientieren uns an langfristigen Zielen und nicht nur an der nächste Saison. Die wirtschaftliche Komponente werden wir nicht mehr aus den Augen verlieren“, ließ Bender deutlich verstehen. Sein Aufsichtsratskollege Antonio Pardo ergänzte: „Aufgrund unserer verantwortungsvollen Wirtschaftspolitik hat es die HSG Wetzlar auch in diesem Jahr geschafft Gewinne zu erwirtschaften und somit Altlasten abzubauen. Unser Ziel ist es, dass wir uns von diesen in absehbarer Zeit komplett befreien können.“ Auch Björn Seipp machte noch einmal deutlich, dass „sich der Etat in der Spielzeit 2013/2014 nicht verändern wird. Wir möchten aus der HSG Wetzlar einen wirtschaftlich gesunden Verein machen, damit wir unseren Fans und Sponsoren noch lange Erstliga-Handball in Wetzlar präsentieren können.“

Saisonziel 2013/2014: Frühzeitiger Klassenerhalt!

Im Hinblick auf die kommende Saison legte Seipp auch die sportlichen Ziele fest: „Wir müssen und werden realistisch und bescheiden bleiben! Auch wenn wir diese Saison den siebten Platz erreicht haben, wird auch in der Spielzeit 2013/2014 der frühzeitige Klassenverbleib unser Ziel sein.“ Der Trainer der Grün-Weißen Kai Wandschneider erklärte worauf er am meisten Wert legte bei den Transfers: „Mir war am wichtigsten, dass unsere Neuzugänge, auf die wir uns sehr freuen, unbedingt bei der HSG Wetzlar spielen möchten. Das trifft auf all unsere Verpflichtungen zu, die uns zur kommenden Spielzeit verstärken werden.“ Auch die Anzahl an neuen Spielern sieht Wandschneider nicht unbedingt als Hindernis: „Warum soll das nicht einen positiven Effekt mit sich bringen, dass so viele kommen?! Es bringt auch wieder frisches Blut in die Mannschaft!“ Doch bis dies soweit ist, steht zunächst eine wohlverdiente Pause an. Diese nutzt Wandschneider nach eigener Aussage am liebsten mit sportlicher Betätigung wie zum Beispiel Fahrradfahren, Laufen, Rudern oder Lesen um seinen Akku wieder aufzuladen.