HSG Wetzlar „brennt“ auf Re-Start der Bundesliga!

DKB Handball-Bundesliga

Mittelhessen empfangen am Samstagabend Tabellennachbarn aus Hamburg in Rittal Arena Wetzlar – Nur noch Stehplatzkarten erhältlich!

Genau 50 Tage liegt das letzte Bundesliga-Spiel der HSG Wetzlar zurück – am Samstag steigen die Grün-Weißen wieder ins Geschehen ein. Dann ist der HSV Handball in der Rittal Arena Wetzlar zu Gast. Anwurf der Partie ist um 19.00 Uhr. Die Gastgeber erwarten einmal mehr über 4.000 Zuschauer. Die Sitzplatzkarten sind seit Wochen ausverkauft. Geleitet wird das Duell der Tabellennachbarn von den international erfahrenen Schiedsrichtern Holger Fleisch und Jürgen Rieber. Die Spielaufsicht hat Ralf Damian.

„Mit dem HSV haben wir gleich einen Hammergegner vor der Brust“, weiß HSG-Coach Kai Wandschneider um die Schwere der Aufgabe. „Die Hamburger haben eine bärenstarke Mannschaft beisammen. Das wird eine echte Herausforderung, die wir aber annehmen werden. Die Spieler brennen darauf!“ Wandschneider weiß, dass die Gäste „in den restlichen 15 Saisonspielen noch einmal angreifen und einen Europapokal-Platz erreichen wollen.“ Das Potential dafür sei ohne wenn und aber gegeben, so der 55-jährige, der mit seinem Team im Hinspiel in Hamburg einen überraschenden 31:28-Auswärtssieg feiern konnte. „Daran wollen wir am Samstag vor unseren eigenen Fans anknüpfen, die uns vom Anpfiff weg bedingungslos unterstützen werden und auch müssen“, so Wandschneider.

Während beim HSV Fragezeichen hinter den Einsätzen des Ex-Wetzlarers Petar Djordjic sowie Matthias Flohr und Kevin Herbst steht, ist heute schon klar, dass ein weiterer ehemaliger HSG-Spieler nicht zum Einsatz kommen wird. Linksaußen Kevin Schmidt kämpft mit den Nachwehen einer Mandelentzündung. Aber auch die Gastgeber sind nicht frei von Personalproblemen. Kapitän Jens Tiedtke fällt wegen neurologischen Behandlungen auf unbestimmte Zeit aus, dazu fehlt weiterhin Maximilian Holst wegen eines Kreuzbandrisses. Für ihn hatten die Verantwortlichen des Tabellenzehnten am vergangenen Sonntag den mazedonischen National-Linksaußen Dejan Manaskov nachverpflichtet, der bereits spielberechtigt ist und somit am Wochenende sein Debüt in der Rittal Arena feiern kann. Unklar ist jedoch der Einsatz des abwehrstarken Schweden Kristian Bliznac, der nach einer Meniskus-Operation Anfang Januar erst Mitte dieser Woche wieder ins Mannschaftstraining zurückgekehrt ist. „Wir werden uns deshalb ein bis zwei Optionen offen halten“, lässt sich Wandschneider personell nur wenig in die Karten schauen.

Vor dem Anpfiff der Partie wird die HSG Wetzlar noch einen Blick zurückwerfen. Mit Rechtsaußen Guillaume Joli und HSV-Spielmacher Kentin Mahé sollen zwei frischgebackene Weltmeister geehrt werden. „Danach soll aber Schluss sein mit Geschenken für Hamburg“, gibt sich Wandschneider kämpferisch, der seinem Spielermacher Ivano Balic bescheinigt, „richtig gut drauf“ zu sein. Als Gewinner der Vorbereitung bezeichnet er Rechtsaußen Tobias Hahn, mit dem die Grün-Weißen eine Vertragsverlängerung anstreben.

„Die Mannschaft ist heiß und freut sich, wie unsere Fans auch, dass es nach einer guten Vorbereitung endlich wieder los geht“, weiß auch HSG-Geschäftsführer Björn Seipp. „Hamburg ist sicherlich der Favorit in diesem Spiel – aber auch unter Druck, weil sich der Club sicherlich andere Ziele als den derzeitigen 11. Platz gesetzt hat.  Auch wir wissen, wie wichtig ein erfolgreicher Re-Start für uns ist, um den Abstand nach unten vergrößern zu können. Deshalb benötigen wir am Samstag über 60 Minuten die volle und lautstarke Unterstützung unserer Fans! Ich freue mich auf das Spiel und glaube, dass es ein heißer Tanz wird!“