HSG Wetzlar dominiert im Derby!

Nachwuchs

Mit einem klaren 33:22-Derbyerfolg über den TV Hüttenberg stellt die HSG Wetzlar die Machtverhältnisse in Mittelhessen klar. Wieder ein Mal legen die Weber-Schützlinge den Grundstein in ihrer agilen und aggressiven 3:2:1-Deckung.

 

TV Hüttenberg – HSG Wetzlar 33:22 (8:16): Es war kein typisches Derby zwischen den beiden Lokalgrößen,  da schon früh die Spannung und somit auch die Emotionen raus waren. In den ersten Minuten durften sich die knapp 450 Zuschauer noch auf ein packendes Duell freuen, weil es eng zur Sache ging. Die Anfangsphase war von beiden Abwehrreihen geprägt, die unter Beweis stellten, weshalb sie zu den Besten der Liga gehören. Der TVH versuchte mit einer 3:2:1-Abwehr die Kreise von HSG-Spielmacher Lukas Gümbel einzuengen, was zunächst auch glückte, so dass nach fünf Minuten ein mageres 1:1 auf der Anzeige aufleuchtete. So langsam sollte der grün-weiße Express jedoch ins Rollen kommen.

Nach zwei Gegenstoßtreffern von Rechtsaußen Sandro Gohly gingen die Gäste mit 5:2 in Führung, was das TVH-Trainergespann um Alois Mraz und Eckhard Mack dazu nötigte, die erste Auszeit zu nehmen. Die einminütige Pause sollte jedoch keine Früchte tragen, denn die „Domstädter“ knüpften da an, wo sie vor der grünen Karte aufgehört haben. Enorm diszipliniert in der Deckung und variantenreich in der Offensive marschierte Wetzlar erbarmungslos davon. Der Turnverein aus Hüttenberg fand hingegen kein probates Mittel im Angriff, was sich in unvorbereiteten Würfen und technischen Fehlern äußerte. Als Lukas Gümbel in der 16. Minute das 10:4 für seine Farben markierte, schien man sich in das Hinspiel zurückversetzt, in dem der TVH ebenfalls ein Debakel in der ersten Halbzeit erleben musste. Die Moral schien ein wenig gebrochen bei den Gastgebern, so dass die Grün-Weißen ihr Polster immer weiter ausbauen konnten.

Als HSG-Rückhalt Stefan Hanemann mit der Halbzeitsirene noch einen Strafwurf parierte, war der Jubel auf Seiten der Gäste riesengroß, denn man konnte mit einer beruhigenden Führung in die Kabine gehen. Wie auch schon in der Hinrunde war die Messe schon zum Pausenpfiff gelesen, denn im zweiten Durchgang sollten sich die Gäste keine Blöße mehr geben. Mit der hohen Führung im Rücken machte die HSG Wetzlar dann noch was für das eigene Publikum, als Jonas Heuer einen perfekt getimten Kempapass von Regisseur Gümbel verwertete. „Wir hatten heute zu viele Totalausfälle. Besonders Spieler, auf die wir bauen, waren heute nicht da. Diese Leistung spiegelt die Trainingsbeteiligung der letzten Wochen im Training sehr gut wieder. Wir können froh sein, dass wir in der Hinrunde so viele Punkte gesammelt haben. Für ein letztes Heimspiel war das sehr enttäuschend“, bilanzierte das konsternierte TVH-Trainergespann.

Große Freude indes auf der anderen Seite. „Wir haben heute es geschafft über 60 Minuten diszipliniert zu spielen. Ein großes Lob an meine Mannschaft, die heute eine starke Abwehr gestellt hat. Wir sind froh, dass wir das so souverän gelöst haben, denn Hüttenberg ist eine sehr heimstarke Mannschaft“, so das Fazit von HSG-Trainer Thomas Weber.

TV Hüttenberg: Moutopoulos, Laudt; Thrun (1), Klein (4), Köhler (2/1), Oyono, Panther (6), Fischer, Lenz, Otto, Schrod (5), Lauer (4/2), Drubig, Diebel.

HSG Wetzlar: Hanemann, Stroh; Gümbel (2), Heuer (6), Jonas Leger (3), Bremond (1), Müller (2), Klein (3), Schwalbe (5), Bechert, Maximilian Leger (2), Gohly (7), Markovic (2).

Zuschauer: 450 – Schiedsrichter: Jarke/Senk (Wiesloch/Heidelberg) – Zeitstrafen: 6:0 in Minuten – TV Hüttenberg (Schrod, Drubig, Panther) – Strafwürfe: 5/3 : 0/0.