HSG Wetzlar erwartet Erlangen zum „Big-Point-Spiel“!

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DKB Handball-Bundesliga

Mittelhessen wollen mit Heimsieg zurück in Erfolgsspur - Trainer Kai Wandschneider feiert heute Geburtstag

Kai Wandschneider feiert am heutigen Donnerstag seinen 58. Geburtstag. Doch zum Feiern bleibt dem Trainer der HSG Wetzlar wenig Zeit, denn am Abend steht das Bundesliga-Spiel seiner Mittelhessen gegen den HC Erlangen auf dem Programm. „Der Geburtstag spielt für mich keine Rolle. Wichtig ist, dass wir dieses Big-Point-Spiel gewinnen“, so der Coach, der mit seiner Mannschaft wieder ein Erfolgserlebnis in der DKB Handball-Bundesliga feiern möchte. „Der Ausgang der Partie ist richtungsweisend und wird aufzeigen, ob wir uns wieder Richtung Tabellenmittelfeld bewegen oder bis Jahresende den Fokus auf den Abstiegskampf legen müssen“, stellt Wandschneider unmissverständlich fest. 

Gegner in der Rittal Arena (Anwurf: 19.00 Uhr) ist das Team des HC Erlangen, das derzeit mit 5:15-Punkten auf dem 16. Tabellenplatz der Liga steht. „Erlangen wird für uns eine echte Herausforderung, denn der HC ist bislang hinter den Erwartungen zurück geblieben“, analysiert der Wetzlarer Coach. „Im Gegensatz zu uns hatten sie in der Länderspielpause kaum Abstellungen für Nationalteams und konnten sich unter ihrem neuen Trainer konzentriert auf das Spiel heute Abend vorbereiten. Die Mannschaft hat das Format unter die ersten zehn Teams der Tabellen zu kommen. Deshalb hat Erlangen jetzt großen Druck.“ Wandschneider hat sein Team erst seit Dienstag wieder komplett zusammen. Gleich sieben Spieler mussten die Grün-Weißen zuletzt für internationale Aufgaben abstellen. „Wir haben deshalb in den vergangenen beiden Tagen viel Video geschaut und im taktischen Bereich gearbeitet“, so der Trainer, der Schwachpunkte des heutigen Gegners beschreibt. Im Rückzugsverhalten scheint mir Erlangen anfällig zu sein. Deshalb geht es heute Abend für uns um Power, Einstellung, Biss und Konzentration.“

Knapp 3.800 Zuschauer werden die Grün-Weißen heute Abend gewohnt lautstark von den Rängen unterstützen. „Genau wie wir sind heute Abend unsere Fans gefordert. Wir brauchen 60 Minuten Vollgas von den Rängen, denn es kann ein Abnutzungskampf werden“, weiß Wandschneider. Die vier Liga-Niederlagen der Grün-Weißen in Folge hängt der Übungsleiter inhaltlich nicht allzu hoch. „Unsere Spielanlage ist gut. Die Abwehr ist verlässlich. Es hing und hängt davon ab, welche Entscheidungen die Spieler in Drucksituationen treffen? Es ist die Frage: Kriegen wir das hin oder nicht?“ Zuletzt hatten die Mittelhessen immer wieder mit ihrer Quote im Abschluss gehadert. „Als Trainer kannst du deine Mannschaft nur bis zu diesem Punkt bringen. Dann entscheiden die Spieler selbst. Da muss der Lurch dann durch, wenn er ein Frosch werden will!“

Dem 58-jährigen stehen bis auf den Langzeitverletzten Evars Klesniks (Reha nach Bandscheiben-Operation) heute Abend alle Spieler zur Verfügung. „Die Nationalspieler sind glücklicherweise unverletzt zurückgekommen. Nur Stefan Kneer und Philipp Pöter sind leicht angeschlagen, können aber spielen“, so Wandschneider.

Geleitet wird die Partie, die ab 18.55 Uhr live auf Sky übertragen wird, von den beiden Unparteiischen Nils Blümel und Jörg Loppaschewski aus Berlin. Die Spielaufsicht hat Berndt Dugall.