HSG Wetzlar feiert Klesniks-Rückkehr mit Heimsieg!

Bild: Thomas Jäger

DKB Handball-Bundesliga

Mittelhessen schlagen VfL Gummersbach vor ausverkauftem Haus souverän mit 30:25 (17:14)

Big Points für die HSG Wetzlar: Im letzten Heimspiel des Kalenderjahres 2017 empfingen die Mittelhessen den VfL Gummersbach. In der mit 4.421 Zuschauern zum zweiten Mal in Folge ausverkauften Rittal Arena feierte nicht nur Evars Klesniks sein Comeback, sondern die Hausherren auch einen wichtigen Sieg: Nach einer 17:14-Halbzeitführung beschenkten die Hausherren sich selbst und sicherten sich mit dem 30:25-Sieg kurz vor Weihnachten zwei Punkte - Wetzlar bleibt damit Tabellenzehnter und vergrößert den Abstand auf den VfL auf sechs Punkte. Bester Werfer der Partie war Kristian Björnsen mit zehn Treffern, für Gummersbach traf Marvin Sommer mit sieben Toren am häufigsten. 

Nach seinem Bandscheibenvorfall zu Beginn der Saison konnte Evars Klesniks kurz vor Weihnachten im Big Points-Spiel gegen den VfL Gummersbach wieder aktiv auf der Platte stehen. Dennoch setzte HSG-Trainer Kai Wandschneider zu Beginn der Partie auf das eingespielte schwedische Duo um Olle Forsell Schefvert und Anton Lindskog. Das erste Tor der Partie erzielte Moritz Preuss für die Gummersbacher, nachdem Joao Ferraz Marvin Sommer im ersten Angriff der Mittelhessen zu Fall gebracht hatte und erst mal zwei Minuten auf der Bank Platz nehmen musste.

Doch die Antwort kam prompt - dafür sorgte Kristian Björnsen: Er versenkte seinen Ball von außen ins kurze Torwarteck von Carsten Lichtlein. Überraschend in den ersten Minuten war vor allem die Wechselfreude von HSG-Coach Wandschneider, der unter anderem Stefan Cavor schon früh in die Partie brachte. Ein Doppelschlag von Ferraz brachte Wetzlar unterdessen mit zwei Toren in Führung. Benjamin Buric im Tor der HSG Wetzlar kam gut in die Partie, auch die Offensive spielte gut auf und Jannik Kohlbacher brachte die HSG nach einem Tempogegenstoß mit 4:1 in Führung.

Nach dem etwas holprigen Start kamen die Gäste dann aber immer besser in die Partie: Eirik Köpp konnte Olle Forsell Schefvert im Block einfach überlaufen und auf 5:3 verkürzen. Wetzlar gab allerdings weiter den Ton an, vor allem die Offensive beeindruckte die heimischen Fans. Max Holst war mit einem ersten Siebenmeter an Carsten Lichtlein gescheitert, den zweiten aber nutzte er zum 6:3. Ferraz und Kohlbacher ließen immer wieder ihre Klasse aufblitzen, die Gummersbacher aber ließen sich nicht weiter abschütteln.

Bei den Wetzlarern schlichen sich unterdessen vermehrt Fehler in das Angriffsspiel, nach einem von mehreren Fehlpässen in dieser Phase konnte Marvin Sommer zum 9:7 einnetzen - zuvor hatte Benjamin Buric mit einer Glanztat bei einem Gegenstoß des Gegners dies noch verhindert. Kai Wandschneider rotierte weiter, brachte beispielsweise Stefan Kneer im Mittelblock. Doch das Problem der HSG war nun die in der Anfangsphase so gute Offensive, die sich an der guten Gummersbacher Deckung aufgerieben hatte und zudem immer wieder an Carsten Lichtlein scheiterte. Beim 10:10 gelang Florian von Gruchalla der Ausgleich.

Die Wetzlarer Reaktion folgte aber umgehend: Stefan Cavor warf die Hausherren erneut in Front, Benjamin Buric parierte und Maximilian Holst erhöhte wieder auf zwei Tore. Buric war auch in Unterzahl nicht zu bezwingen und während die Fans die Rückkehr von Evars Klesniks feierten, der zu einem ersten Kurzeinsatz auf das Parkett gekommen war, sorgte Olle Forsell Schefvert für das 13:10. Gummersbach ließ sich da aber nicht beeindrucken: Erst ein Siebenmeter und dann ein Treffer in das in Unterzahl verwaiste Tor des Gegners brachten wieder den Anschluss. Cavor hatte den Fehlpass vor dem Gegentreffer gespielt, machte diesen mit einem sehenswerten Heber im Angriff aber umgehend wieder gut und legte so den Grundstein zur 17:14-Pausenführung, die der eingewechselte Nikolai Weber mit einem abgewehrten Siebenmeter festhielt.

Die erste Aktion der zweiten Halbzeit ging an die Gäste: Max Holst scheiterte vom Siebenmeterpunkt an Lichtlein. Doch Buric im Tor der HSG wurde immer mehr zum Faktor, parierte Ball um Ball und sorgte dafür, dass die Wetzlarer die Führung zunächst behaupten konnten. Beim 23:20 lagen eine Viertelstunde vor dem Ende weiterhin drei Treffer zwischen den Konkurrenten. Neben Buric wurde nun auch Kristian Björnsen mehr und mehr zu einem Faktor, unter anderem aufgrund der sicher verwandelten Siebenmeter. Per Gegenstoß sorgte der Außen dann mit dem 24:20 und nach einer Buric-Parade ließ Filip Mirkulovski die erste Fünf-Tore-Führung folgen.

Gummersbach kämpfte um den Anschluss, VfL-Coach Denis Bahtijarevic versuchte es beispielsweise mit einem Wechsel im Tor auf Matthias Puhle. Doch die Wetzlarer agierten mit der deutlichen Führung im Rücken nun souverän und sollten bis zum Spielende die passenden Antworten parat haben. Spätestens das 28:22 von Jannik Kohlbacher tilgte auch die letzten Fragezeichen am Erfolg der Hausherren, die in verbleibenden vier Spielminuten dann allerdings die Zügel etwas schleifen ließen, so dass Gummersbach bis zum 30:25-Endstand die Differenz noch auf fünf Tore verkürzen konnte.

Quelle: www.handball-world.news / Nele Hüpper