HSG Wetzlar freut sich über beste Hinrunde der Club-Geschichte!

Bildquelle: Oliver Vogler

DKB Handball-Bundesliga

Mittelhessen nach 17 Spieltagen mit 22:12-Punkten auf dem sechsten Platz der DKB Handball-Bundesliga – Kai Wandschneider: „Unsere Stärke ist das Kollektiv!“

Die Fans des Handball-Erstligisten HSG Wetzlar kommen derzeit aus dem Feiern gar nicht mehr raus. Zum einen konnten die Grün-Weißen am vergangenen Freitag das prestigeträchtige Hessenderby gegen die MT Melsungen mit 29:25 gewinnen, zum anderen schließt das Team der Domstädter die Hinrunde in der DKB Handball-Bundesliga mit dem besten Ergebnis der mittlerweile achtzehnjährigen Erstliga-Geschichte ab. Mit 22:12-Punkten steht die HSG Wetzlar derzeit sensationell auf Platz sechs der Tabelle.

„Was unsere Mannschaft in dieser Saison geleitet hat, ist überragend“, freut sich Björn Seipp, Geschäftsführer der Grün-Weißen, die einige Experten vor dem Saisonstart zum erweiterten Kreis der Abstiegskandidaten gezählt hatten. „Wir haben es einmal mehr geschafft, einen nicht unerheblichen personellen Umbruch im Sommer durch gutes Scouting, enormes Fingerspitzengefühl und harte Arbeit gemeinsam zu meistern“, so der 41-jährige. „Das kann nur funktionieren, wenn in einem Klub alle Rädchen ineinandergreifen, auch abseits des Spielfeldes!“

Sechs namhafte Spieler, wie unter anderem Weltstar Ivano Balic (Karriereende), hatten die Mittelhessen im Sommer verlassen. Fünf neue Akteure fanden dagegen den Weg an die Lahn, darunter auch der bis dato in Deutschland eher unbekannte Portugiese Joao Ferraz sowie der talentierte Kreisläufer Jannik Kohlbacher, der in Wetzlar innerhalb von wenigen Wochen zum Stammspieler, deutschen Nationalspieler und gegebenenfalls EM-Teilnehmer reifte.  „Joao und Jannik stehen sinnbildlich für die Entwicklung unserer Mannschaft in dieser Saison“, erklärt Seipp. „Wie viele Spieler vor ihnen, haben beide in Wetzlar die Möglichkeit bekommen, sich in einem familiären Umfeld und unter professionellen Bedingungen in der ‚stärksten Liga der Welt‘ zu beweisen und diese, gestützt auf ein großes Vertrauen der Verantwortlichen und viele Spielanteile, genutzt! Dies veranschaulicht einmal mehr, dass die HSG Wetzlar eine Topadresse für Spieler ist, den Einstieg in die Handball-Bundesliga zu schaffen!“

12:6-Punkte sammelten die Grün-Weißen in den neun Heimspielen der Hinrunde! Dabei konnte das Team von Trainer Kai Wandschneider vor eigenem Publikum vielbeachtete Siege über die SG Flensburg-Handewitt, den SC Magdeburg oder auch die MT Melsungen feiern. „Der Wahnsinn geht weiter! Wir sind neben dem Aufsteiger aus Leipzig die Überraschungsmannschaft der Liga“, war es nach dem Erfolg über den hessischen Rivalen aus Wandschneider herausgesprudelt, dem vielbeschriebenen „Vater“ des sportlichen Erfolgs. „Natürlich haben wir einige Spieler im Team, die die Stützen des derzeitigen Erfolgs sind, aber unsere Stärke ist ohne Wenn und Aber das Kollektiv und die mannschaftliche Geschlossenheit“, weiß der 56-jährige. „Hier hängt sich wirklich jeder Spieler für den anderen und den Club rein und das macht uns derzeit so erfolgreich!“ Dies macht sich auch bei den Auswärtsspielen der Mittelhessen bemerkbar, in denen die Steffen Fäth & Co. bislang stattliche 10:6-Punkte einfahren konnten.

Auch in Sachen Zuschauerresonanz konnte die HSG Wetzlar zuletzt einen Rekord vermelden. So waren die letzten drei Heimspiele gegen Kiel, Hamburg und Melsungen mit 4.421 Zuschauern komplett ausverkauft! Dies hatte es in der mittlerweile zehnjährigen Rittal Arena-Geschichte noch nicht gegeben.

„Die Handball-Euphorie hier ist ungebrochen, was allen voran der Verdienst unserer Mannschaft ist“, weiß Björn Seipp zu berichten. „Dass mit Andreas Wolff, Steffen Fäth und Jannik Kohlbacher nunmehr gleich drei unserer Spieler die Chance haben, mit der deutschen Nationalmannschaft zur Europameisterschaft nach Polen zu fahren, ist dann noch das Tüpfelchen auf dem i.“