HSG Wetzlar geht hochmotiviert ins Duell mit „deutlich stabilisierten“ Kielern!

Bildquelle: Oliver Vogler

DKB Handball-Bundesliga

Mittelhessen empfangen Rekordmeister am Mittwochabend vor ausverkauften Rängen – Sport1 überträgt Partie live im Free-TV – Hessischer Ministerpräsident Volker Bouffier zu Gast

Die Handballregion Mittelhessen ist elektrisiert! Am Mittwochabend kommt es in der Rittal Arena zum Duell zwischen der vielbeschriebenen „Überraschungsmannschaft der Liga“, der HSG Wetzlar, und dem Rekord- und Abonnementmeister THW Kiel. Die Partie, die um 20.15 Uhr angepfiffen und von Sport1 live übertragen wird, ist seit Wochen komplett ausverkauft. Geleitet wird das Spiel von den DHB-Elitekader-Schiedsrichtern Fabian Baumgart und Sascha Wild, die weniger Tage später auch für den Deutschen Handballbund im EHF-Pokal in Velenje (Slowenien) zum Einsatz kommen. Die Spielaufsicht hat der frühere Erstliga-Schiedsrichter Ralf Damian.

„Wir freuen uns auf das Spiel am Mittwoch“, verrät HSG-Trainer Kai Wandschneider. „Unsere Mannschaft ist top drauf, hat am Wochenende noch einmal zusätzliches Selbstvertrauen getankt und steht in der Tabelle derzeit sensationell da – was gibt es dann für die Spieler und unsere Fan schöneres, als den THW Kiel zu Hause zu empfangen.“ Der 56jährige weiß trotz allem um die Schwere der Aufgabe. „Kiel ist auf allen Positionen Weltklasse besetzt und hat sich nach dem personellen Umbruch im Sommer und den, nach den schweren Verletzungen notwendigen Nachverpflichtungen, deutlich stabilisiert“, so Wandschneider. „Sie haben zwar bereits sechs Minuspunkte, was für Kiel zum jetzigen Zeitpunkt ungewohntviel erscheint, aber man darf nicht vergessen, dass da zwei Auswärtsniederlagen in Flensburg und bei den Rhein-Neckar Löwen dabei sind. Da hat der THW auch schon in den Spielzeiten vorher mal Punkte gelassen. Insofern war eigentlich nur die Niederlage in Göppingen ein Ausrutscher des THW, der seine Ligaspiele seit einigen Wochen allesamt gewinnt.“

Trotzdem sieht Wandschneider, der derzeit noch um den Einsatz von Sebastian Weber (Oberschenkelverletzung) und Maximilian Holst (Rückenprobleme) bangt, sein Team nicht chancenlos. „Ganz im Gegenteil! Wenn wir am Mittwochabend unsere beste Leistung abrufen können, im Angriff konzentriert und in der Abwehr massiv spielen, dann muss uns der THW in eigener Halle und vor unseren sensationellen Fans erst mal schlagen!“ Besondere Bedeutung misst der Trainer einigen direkten Duellen auf dem Feld zu. „Am Wichtigsten ist dabei, wie immer im modernen Handball, wer das Torhüterduell für sich entscheidet!“ Nationalspieler Andreas Wolff, der im Sommer 2017 zum THW wechselt, steht dann Niklas Landin gegenüber. „Das wird eines von vielen interessanten Vergleichen, auf die sich die Zuschauer freuen dürfen“, weiß Wandschneider.

Der letzte Wetzlarer Sieg über die „Zebras“ liegt mittlerweile über 13 Jahre zurück. Damals unterlag der THW noch in der Sporthalle Dutenhofen mit 28:33. „Wir waren in den vergangenen Jahren aber zwei Mal nah dran“, verweist Wandschneider auf die jeweiligen Ein-Tore-Niederlagen im Dezember 2012 und im September 2013, in diesem Fall sogar in der Sparkassen Arena. „Am Mittwoch werden wir alles geben, um ähnlich wie gegen Flensburg, den Bock endlich umzustoßen! Meine Spieler sind heiß und werden alles reinhauen, was geht – anders kann man gegen Kiel auch nicht bestehen. Wer der klare Favorit in diesem Spiel ist, muss man glaube ich nicht erklären!“

Unterstützung erhalten die Grün-Weißen am Mittwochabend von 4.421 Zuschauern, mit denen gemeinsam vor dem Anpfiff der Opfer der grausamen Terroranschläge in Paris gedacht werden soll. Unter den Zuschauern wird dann auch der hessische Ministerpräsident Volker Bouffier weilen, der sein Kommen bereits vor einiger Zeit angekündigt hat. „Darüber freuen wir uns natürlich sehr“, so Wetzlars Geschäftsführer Björn Seipp, der sich ebenfalls auf ein „Handballfest“ freut. „Unsere Mannschaft kann vollkommen unbelastet ins Spiel gehen, aber nicht ohne Druck, denn wir spielen zu Hause und wollen unseren Fans ein richtig gutes Spiel zeigen.“ Die Wetzlarer Heimstärke hat sich in der Liga mittlerweile herumgesprochen, schließlich holten die Grün-Weißen in den letzten 19 Liga-Heimspielen beachtliche 30:8 Zähler. „Klar ist, Kiel wird uns keinesfalls unterschätzen“, so HSG-Coach Wandschneider.