HSG Wetzlar gewinnt ungeschlagen Jubiläumsauflage des Linden-Cups!

Die Sieger des 25. Linden-Cups versammelt auf einem Bild - die HSG Wetzlar und die HSG Wetzlar U23.

DKB Handball-Bundesliga

Mittelhessen schlagen am Samstagabend SC Magdeburg mit 27:25 (11:13) - Neuzugang Benjamin Buric zum "Torhüter des Turniers" gewählt - Auch HSG Wetzlar U23 Turniersieger!

Erfolg auf ganzer Linie für die Handballer der HSG Wetzlar. Die Grün-Weißen haben die Jubiläumsauflage des traditionsreichen Linden-Cups in beiden Startklassen gewonnen. Die HSG Wetzlar U23 siegte in der Regionalgruppe. Die Erstliga-Mannschaft der Mittelhessen setzte sich ungeschlagen in der Leistungsklasse durch. "Dass wir gerade die 25. Auflage des Linden-Cups, der direkt vor unserer Haustüre stattfindet, mit beiden Mannschaften gewinnen konnten, ist natürlich großartig - zumal beide Turniere sehr stark besetzt waren", so HSG-Geschäftsführer Björn Seipp.

Am letzten Spieltag musste sich die Oberliga-Mannschaft der Domstädter zwar dem Ligakonkurrenten HSG Kleenheim geschlagen geben, wurde aufgrund des besseren direkten Vergleichs jedoch Turniersieger. Deutlicher fiel das Tabellenbild am Ende in der Leistungsklasse aus. Hier sicherte sich die HSG Wetzlar nach Siegen über den Zweitligisten TV Hüttenberg, den EHF-Pokalteilnehmer MT Melsungen und den amtierenden DHB-Pokalsieger SC Magdeburg letztlich mit 6:0-Punkten den Siegerpokal. Dazu wurde Neuzugang Benjamin Buric und U23-Keeper Alexander Scholz vom Veranstalter jeweils zum "Torhüter des Turniers" gewählt.

Zuvor lieferten sich die Grün-Weißen jedoch über 60 Minuten ein zähes Ringen mit dem SC Magdeburg, das die Mittelhessen am Ende knapp mit 27:25 gewinnen konnten. Trainer Kai Wandschneider wartete mit drei Änderungen auf, ließ Torhüter Benjamin Buric, Kreisläufer Anton Lindskog und Philipp Weber im linken Rückraum von Beginn an spielen. Buric führte sich mit einem gehaltenen Gegenstoß gleich gut ein, doch seinen Vorderleuten wollte im Spiel nach vorn zunächst wenig gelingen. Nemanja Zelenovic sorgte nach acht Minuten für das 5:1 des SCM, der im Angriff konstant mit dem siebenten Feldspieler unterwegs war. „Magdeburg hat aus der Not eine Tugend gemacht und seiner Mannschaft schon einige interessante Optionen in Sachen siebtem Feldspieler mit auf den Weg gegeben Das hat uns vor Probleme gestellt“, gab Wandschneider unumwunden zu. Doch so langsam kam der HSG-Express ins Rollen, Kristian Björnsen stiebitzte die Kugel und traf zum 8:9 ins leere Magdeburger Tor. Doch der SCM blieb am Drücker und ging nach spannenden 30 Minuten mit einer 14:12-Führung in die Kabine.

Im zweiten Durchgang erzielte Jannik Kohlbacher kurz nach Wiederanpfiff den ersten Ausgleich (14:14), Vladan Lipovina traf zum 15:14 ins leere Tor – die erste HSG-Führung war unter Dach und Fach. Es blieb spannend, Magdeburg ließ sich kaum abschütteln. Über die Stationen 20:18 und 24:24 erkämpfte sich die HSG den 27:25-Sieg. »Wir haben zu viele technische Fehler gemacht, hatten noch Probleme im Timing und unsere Außen sind leider verhungert«, analysierte Wandschneider. "Aber, die Moral stimmt in unserem neuformierten Team, das stimmt mich sehr zuversichtlich! Dass wir dieses Turnier hier mit drei Siegen gewinnen, hätten sicherlich die Wenigsten von uns im Vorfeld erwartet. So ein Sieg schweißt noch mehr zusammen und stärkt das Selbstvertrauen. Trotzdem müssen wir hart weiterarbeiten, um die Abstimmung in Abwehr und Angriff zu verbessern", so Wandschneider, der mit seinem Team am kommenden Wochenende beim Internationalen Heide-Cup in Schneverdingen antritt. "Dort warten weitere Spiele auf hohen Niveau, die wir brauchen, um den nächsten Schritt machen zu können."
 
Stenogramm:

HSG Wetzlar: Buric (1. - 49.), Nikolai Weber; Kneer, Lipovina (3), Björnsen (1), Pöter (3), Ferraz (3), Mirkulovski (2), Philipp Weber (3), Holst (8/4), Kraft, Hahn, Klesniks, Lindskog (1), Kohlbacher (3). 

SC Magdeburg: Quenstedt (1.- 60.), Link; Musa, Musche (2), Wasilewski, v. Olphen (3), Petterson (4/2), Bagersted (4), Grafenhorst, Wiebe, Weber (9/3), Zelenovic (3).

Schiedsrichter: Ekk/Sachtleber (Hanau). – Zeitstrafen: 2:6 Min. – Siebenmeter: 5:4/7:5.