HSG Wetzlar in schweißtreibende Vorbereitung gestartet!

Die Neuzugänge der HSG Wetzlar präsentieren sich neben Trainer Kai Wandschneider (hinten rechts) und Co-Trainer Jasmin Camdzic (hinten links). Neu im Dress der Grün-Weißen sind Nikolai Weber (2.v.h.l.) und Filip Mirkulovski (3.v.h.l.) sowie Joao Ferraz (vorne links), Jannik Kohlbacher (vorne mitte) und Stevan Vujovic. (Bild: HSG Wetzlar)

DKB Handball-Bundesliga

Trainer Kai Wandschneider begrüßt fünf Neuzugänge zum Auftakt in Sporthalle Dutenhofen - Samstag erstes Testspiel der Grün-Weißen!

Mit „allen Mann an Bord“ sind die Bundesliga-Handballer der HSG Wetzlar am Montag in die Sommer-Vorbereitung auf ihre 18. Erstliga-Saison in Folge gestartet. Nachdem am Morgen zunächst das offizielle Fotoshooting beim Partner mediashots im benachbarten Linden stattgefunden hatte, versammelte Trainer Kai Wandschneider seine neuformierte Mannschaft am Nachmittag in der Sporthalle Dutenhofen. Dabei konnte der 55-jährige, der die Sommerpause zum Abschalten genutzt hatte und in acht Etappen 650 Kilometer von Hamburg nach Dresden geradelt war, auch die fünf Neuzugänge der Grün-Weißen begrüßen. „Sie müssen die Lücke schließen, die unsere Abgänge hinterlassen haben. Ich bin zuversichtlich, dass ihnen das gelingt", so der Coach über Nikolai Weber, Filip Mirkulovski, Stevan Vujovic, Joao Ferraz und Jannik Kohlbacher, der wegen eines Bänderrisses im Fuß aus der Vorsaison noch zwei Wochen kürzer treten muss.

Während das erste Teamtraining, das unter der Leitung von Athletiktrainer Thorsten Ribbecke stand, der die 90minütige Einheit für Sprung- und Krafttestungen nutzte, noch einem „lockeren Aufgalopp“ glich, stehen für die Grün-Weißen in den kommenden Tagen und Wochen schweißtreibende Einheiten auf dem Programm. „Es gilt die Grundlage für eine kräftezehrende Saison zu legen. Deshalb werden wir in den kommenden 14 Tagen zunächst an Ausdauer und Athletik arbeiten“, verrät Wandschneider, der sich mit seinem Team in der kommenden Woche ins Trainingslager nach Friedberg bei Augsburg verabschiedet. „Dort wird konzentriert und hart trainiert! Wir werden zudem die Zeit vor Ort nutzen, um Teambuilding zu betreiben und mit allen Spielern Einzelgespräche zu führen. So können wir uns ein erstes Bild machen und werden von Trainingseinheit zu Trainingseinheit klüger."

Der neue Spielmacher der Mittelhessen, Filip Mirkulovski, freut sich auf seine neue Aufgabe in Wetzlar, bittet aber um etwas Geduld: "Wir werden eine gute Mannschaft haben. Aber das braucht Zeit. In vier bis acht Wochen wissen wir mehr." Auf den Mazedonier, der in seiner Heimat ein Star ist, hält Rückkehrer Nikolai Weber große Stücke. "Er ist ein intelligenter Spieler. Ich bin sicher, dass Filip sehr gut mit unserem Rückraum und den Kreisläufern harmoniert", so der 34-jährige, der mit Mirkulovski bereits ein halbes Jahr bei der TSV Hannover-Burgdorf zusammengespielt hat.

Nach zwei Jahren in Niedersachsen ist Nikolai Weber nunmehr zurück in Wetzlar. „Ich dachte, dass ich vor dem ersten Training aufgeregt bin, aber das war ich nicht! Es war wie nach Hause zu kommen“, beschreibt der Torhüter seine Gefühle, der gemeinsam mit Nationalkeeper Andreas Wolff das Torhüter-Gespann des letztjährigen Tabellenachten bildet.

Einer, der die Abwehr der Mittelhessen weiter stabilisieren und im Angriff für Tore von der halbrechten Position sorgen soll, ist der Portugiese Joao Ferraz. Der Linkshänder ist vom FC Porto an die Lahn gewechselt. „Ich bin hier sehr herzlich empfangen worden und fühle mich unheimlich wohl“, so Ferraz, der wie auch Filip Mirkulovski und der dritte Neuzugang Stevan Vujovic nunmehr umgehend mit Deutsch-Unterricht beginnen will. „Vor allem die Sprache ist ein wichtiger Baustein, um sich vollends integrieren zu können“, weiß der Nationalspieler und spricht seinem Trainer aus der Seele. "Die Jungs müssen schnell unsere Sprache lernen, aber es ist unsere Aufgabe, dass die neuen Spieler menschlich bei uns ankommen. Das ist das Wichtigste."

Dafür bleiben in der Vorbereitung nunmehr fünf Wochen Zeit, in denen Spieler und Trainer gerade einmal vier Tage frei haben. Danach müssen die Grün-Weißen im DHB-Pokalturnier in Coburg gegen den benachbarten Oberligisten HSG Kleenheim ran, ehe eine Woche später der Bundesliga-Auftakt beim Aufsteiger TVB 1898 Stuttgart auf dem Plan steht.

Die Wetzlarer Fans bekommen ihr neuformiertes Team am kommenden Samstag zu Gesicht, wenn die Steffen Fäth & Co. beim 50-jährigen Vereinsjubiläum TuS Vollnkirchen gegen eine Mittelhessen-Auswahl antreten (Anwurf: 20 Uhr, Sporthalle Volpertshausen).