HSG Wetzlar lädt Flüchtlinge zu Erstliga-Heimspielen gegen Berlin und Hannover ein!

DKB Handball-Bundesliga

Handball-Erstligist stellt Arbeitskreis Flüchtlingshilfe pro Heimspiel je 100 Tickets zur Verfügung – Björn Seipp: „Wollen den Menschen helfen, zumindest für kurze Zeit auf anderen Gedanken zu kommen!“

Zu den ersten beiden Heimspielen der neuen Saison in der DKB Handball-Bundesliga hat die HSG Wetzlar jeweils hundert in Wetzlar lebende Flüchtlinge in die Rittal Arena eingeladen. Der Club hat dem Arbeitskreis Flüchtlingshilfe sowohl für das Heimspiel gegen die Füchse Berlin am kommenden Samstag als auch für die Partie gegen den TSV Hannover-Burgdorf die entsprechende Anzahl an Freikarten zur Verfügung gestellt, die auch das RMV-Kombiticket enthalten, so dass Karteninhaber kostenlos mit Bus oder Bahn zum Spiel fahren können.

„Die HSG Wetzlar möchte so einen Beitrag leisten, dass diese Menschen, die nach schrecklichen Erfahrungen von Not, Verfolgung und Krieg Schutz in Deutschland suchen, zumindest für kurze Zeit auf andere Gedanken kommen können“, erklärt HSG-Geschäftsführer Björn Seipp die Einladung der Grün-Weißen.

Rund 720 Flüchtlinge leben derzeit in Wetzlar und werden unter anderem vom Arbeitskreis Flüchtlingshilfe, einem Zusammenschluss von katholischer Kirche, der Evangelischen Kirchenkreise Wetzlar und Braunfels und der Flüchtlingshilfe Mittelhessen e.V., betreut und im täglichen Leben mit Sachspenden, Fahrdiensten, Deutschkursen, Kinderbetreuung bis hin zu Behördengängen und Rechtsberatung unterstützt.

Harald Würges vom Arbeitskreis Flüchtlingshilfe freut sich über die Einladung der HSG Wetzlar: „Toll, das ist genau der richtige Weg! Heraus aus dem Niemandsland des Flüchtlings-Camps und dem unendlichen Warten, wie es weitergeht. Aktives Leben spüren und sich darauf freuen. Herzlichen Dank an die HSG Wetzlar für diese tolle Einladung."

Der Verein Flüchtlingshilfe Mittelhessen engagiert sich seit über 25 Jahren für Flüchtlinge aus allen Ländern, die in der Region Zuflucht gefunden haben. Er arbeitet vor allem auf politischer Ebene - so wurde z.B. im Jahr 2013 eine offizielle Kooperationsvereinbarung mit der Stadt Wetzlar, dem Lahn-Dill-Kreis und den katholischen und evangelischen Kirchen unterzeichnet, er vertritt nach außen die vielen freiwillig Aktiven in den verschiedenen Bereichen der Flüchtlingsarbeit, er sorgt für die Vernetzung und die Weiterbildung der Ehrenamtlichen und das finanzielle Rückgrat der Arbeit.