HSG Wetzlar mit klarer Niederlage bei den Rhein-Neckar Löwen

Bildquelle: HSG Wetzlar

DKB Handball-Bundesliga

Wandschneider-Sieben verliert beim Tabellenführer mit 25:34 – Zu viele technische Fehler

Die HSG Wetzlar hat am Samstagabend beim amtierenden Meister und aktuellen Tabellenführer Rhein-Neckar Löwen die 14. Saisonniederlage kassiert. Gegen das Weltklasse-Team aus Mannheim verlor die Mannschaft von Trainer Kai Wandschneider mit 25:34 (11:17) und wurde dabei vor allem Opfer der eigenen Fehler, die die Hausherren immer wieder zu Gegenstößen einluden.

„Ich bin ein bisschen angefressen, denn wir hatten uns mehr vorgenommen und wollten das Ergebnis enger gestalten“, sagte HSG-Trainer Wandschneider. „Wir haben viel zu viele technische Fehler gemacht. Auch in Hinblick auf das REWE Final Four müssen wir fokussierter spielen und an unsere Leistungsgrenze gehen. Das haben wir heute nicht geschafft.“

Die HSG legte bis zum 7:8 einen guten und konzentrierten Auftritt hin. Benjamin Buric im Tor sorgte mit seinen Paraden dafür, dass die Grün-Weißen stets in Schlagdistanz blieben. Doch zwischen der 16. und 22. Minute unterliefen der Wandschneider-Mannschaft, bei der Stefan Kneer im Gegensatz zu Evars Klesniks mitwirken konnte, zu viele Fehler. Die Pässe zum Gegenstoß von Buric und Kristian Björnsen fanden ihren Adressaten nicht, und zwei schlechte Abschlüsse von Olle Forsell-Schefvert ermöglichten es den Löwen, auf 13:8 davonzuziehen.

Die Hausherren nutzten konsequent ihre Stärken im Tempospiel aus. Vor allem Alexander Petersson und Andy Schmid taten sich dabei hervor. Gelang es den Grün-Weißen, die Hausherren in den Positionsangriff zu zwingen, stand die 6:0 der HSG zumeist sicher. Vor allem das gefürchtete Zusammenspiel zwischen Schmid und den Kreisläufern Rafael Baena und Hendrik Pekeler wurde gut verteidigt. Vier torlose Minuten zum Ende der ersten Hälfte, in der Alexander Hermann sein Comeback feierte, ließen die HSG mit einem 11:17-Rückstand in die Pause gehen.

Zwei schnelle Tore durch Stefan Cavor und Björnsen brachten Wetzlar nach der Pause auf 14:19 (36.) heran und sorgten für etwas Hoffnung. Doch mit viel zu vielen Fehlern brachten sich die Wandschneider-Schützlinge selbst um den Lohn ihrer Arbeit. Innerhalb von fünf Minuten sorgten die Löwen über die erste, zweite und dritte Welle für die 25:15-Vorentscheidung (41.).

Wandschneider nahm seine zweite Auszeit und brachte Nikolai Weber für Buric, der gegen die vielen Gegenstöße in Durchgang zwei machtlos war. Björnsen und Forsell-Schefvert verkürzten nochmal auf 21:28 (50.). Doch am klaren Sieg der Löwen änderte sich in den Schlussminuten nichts mehr.

Rhein-Neckar Löwen: Appelgren, Palicka; Schmid (7), Bliznac, Sigurdsson (6/2), Radivojevic, Baena (1), Tollbring (n.e.), Mensah Larsen (3), Pekeler (6), Groetzki (2), Reinkind, Taleski, Petersson (4), Ekdahl du Rietz (5).

HSG Wetzlar: Buric, Weber; Hermann (2), Kneer (1), Björnsen (3), Pöter, Ferraz (3), Mirkulovski (3), Volentics, Holst (4/3), Forsell-Schefvert (1), Kvist (1), Klesniks (n.e.), Lindskog, Cavor (4), Kohlbacher (3).