HSG Wetzlar mit zwei Teams beim traditionsreichen Linden-Cup am Start!

Bildquelle: Oliver Vogler

DKB Handball-Bundesliga

Mittelhessen nehmen sowohl mit Bundesliga-Mannschaft als auch mit U23 an Vorbereitungsturnier „vor Haustüre“ teil – Nachwuchs gewinnt Auftaktpartie gegen Wettenberg

Der Handball-Erstligist HSG Wetzlar schickt dieser Tage gleich zwei Teams beim traditionsreichen Linden-Cup ins Rennen. Neben der Bundesliga-Mannschaft, die bereits mehrfach den Titel bei dem renommierten Vorbereitungsturnier abgeräumt hat, geht auch die HSG Wetzlar U23 ins Rennen. „Der Linden Cup geht in diesem Sommer in seine 24. Auflage und wir sind froh und stolz, dass wir seit Anbeginn dabei und in diesem Jahr erneut mit zwei Teams vertreten sind“, so HSG-Geschäftsführer Björn Seipp, der den Organisatoren schon heute für die einmal mehr perfekte Ausrichtung dankt. Ausgespielt wird der Linden-Cup ins zwei Turnieren – einem Leistungsturnier (u.a. mit VfL Gummersbach, Bergischer HC) und einem Regionalturnier (u.a. mit HSG Kleenheim, HSG Wettenberg). „Dieser Modus ist für alle Teams perfekt, da diese innerhalb von wenigen Tagen ausnahmslos auf Mannschaften auf Augenhöhe treffen. Wir sind froh, dass der Veranstalter im vergangenen Sommer diesen Modus für die Zukunft gewählt hat“, so Seipp.

Bereits am gestrigen Abend stieg die HSG Wetzlar U23 ins Regionalturnier beim Linden-Cup ein. Gegner war ein Oberliga-Konkurrent, der benachbarte Aufsteiger HSG Wettenberg. Dieser kam nicht nur gut in die Partie, sondern baute seine Führung zeitweise auf fünf Treffer aus. Auf der Gegenseite brauchte der Wetzlarer Motor Zeit, um anzuspringen. Daran änderten auch zwei Siebenmeter-Paraden von Alexander Scholz nichts. Fünf Sekunden vor der Pause gelang Tim Weber mit einem Winkel-Kracher immerhin der 14:15-Anschlusstreffer. "Am Anfang war das etwas chaotisch. In der Abwehr waren wir zu harmlos. Aber in der zweiten Halbzeit lief der Ball deutlich besser", analysierte Wetzlars Timo Ludwig, dem letztlich acht Treffer gelangen. Gemeinsam mit Edi Pjanic (9 Tore) mauserte sich der vom TV Hüttenberg gekommene Neuzugang zu einem der Garanten für den Sieg. Als der Flügelflitzer das 31:26 markierte, war die Partie für die Grün-Weißen gelaufen (54.), die somit mit einem schwer erkämpften Sieg ins Turnier starteten. „Es war unser drittes Spiel in drei Tagen, da ist klar, dass etwas die Frische gefehlt hat“, so Trainer Andreas Klimpke. „Wie wir uns aber in die Partie reingekämpft haben, war beachtlich und ich denke, dass der Sieg am Ende auch verdient war.“

Heute Abend bestreiten nunmehr die Erstliga-Handballer der HSG Wetzlar ihren Turnierauftakt. Die Steffen Fäth & Co. treffen im ewig jungen Mittelhessen-Derby auf den Drittligisten TV Hüttenberg. Anwurf der Partie, die sicherlich wieder vor ausverkauften Haus stattfinden wird, ist um 20.15 Uhr in der Stadthalle Linden. Vor dem Spiel plagen die Grün-Weißen jedoch ein paar kleinere Verletzungssorgen, die aus einem kräftezehrenden Trainingslager in Friedberg (Bayern) in der vergangenen Woche resultieren. So sind Tobias Hahn, Guillaume Joli und Neuzugang Joao Ferraz leicht angeschlagen. Ob sie mit von der Partie sein können, entscheidet sich im heutigen Vormittagstraining. Nicht dabei sein kann definitiv Rückraumspieler Kristian Bliznac, der derzeit noch einen Muskelfaserriss auskuriert. „Die Auftritte beim Linden-Cup sind immer wieder schön und wichtig, da wir uns dort erstmals unseren heimischen Fans präsentieren. Aus diesem Grund hoffen wir, dass die angeschlagenen Spieler mit dabei sein können. Wir werden da allerdings kein Risiko eingehen“, so Björn Seipp. „Die Spiele gegen Hüttenberg sind immer etwas Besonderes und natürlich gehen wir mit dem Anspruch in die Partie zu gewinnen, auch wenn in der Vorbereitung Ergebnisse eine untergeordnete Rolle spielen. Wichtig ist, dass wir in einen Spielrhythmus finden und den Linden-Cup einmal mehr dazu nutzen, um unsere Neuzugänge zu integrieren. Dafür sind die Spiele gegen Hüttenberg, den Bergischen HC und Gummersbach ideal. Wir freuen uns auf das Turnier!“