HSG Wetzlar muss gegen Topfavorit aus Kiel „allerhöchstes Niveau abrufen“!

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DKB Handball-Bundesliga

Mittelhessen empfangen Rekordmeister um Ex-Wetzlarer Andreas Wolff um 19 Uhr in Rittal Arena – Noch wenige Stehplatzkarten an Abendkasse erhältlich

Zweites Heimspiel innerhalb von fünf Tagen für die Bundesliga-Handballer der HSG Wetzlar in der Rittal Arena. Dort empfangen die Grün-Weißen am Abend den Rekordmeister THW Kiel, der mit dem ehemaligen Wetzlarer Andreas Wolff anreist. Anwurf der Partie, die von den Unparteiischen Hanspeter Brodbeck und Simon Reich geleitet wird, ist um 19.00 Uhr. Es sind noch wenige Stehplatzkarten an der Abendkasse erhältlich. 

„Gegen Kiel brauchen wir, anders als im ersten Heimspiel gegen Berlin, mehr Spieler, die auf allerhöchstem Niveau spielen“, weiß Trainer Kai Wandschneider. „Nur mit einer perfekten Mannschaftsleistung kann uns gegen dieses Weltklasse-Team eine Überraschung gelingen. Wir müssen eine aggressive Abwehr um hervorragende Torhüter stellen und im Angriff konzentriert und zielstrebig spielen.“ Der 56-jährige weiß um die neue Qualität der „Zebras“, die ihren Kader unter anderem durch die Verpflichtungen von Andreas Wolff und den Rückraum-Shootern Lukas Nilsson und Nikola Bilyk in der Breite verstärkt haben. „Kiel ist in drei Monaten sicherlich noch schwieriger zu bezwingen als jetzt“, hadert Wandschneider nicht mit dem frühen Aufeinandertreffen mit dem Rekordmeister. „Zumal wir zu Hause spielen und uns unsere Fans ganz sicher zu einer Höchstleistung pushen werden!“

Die Wetzlarer Bilanz gegen den dreimaligen Champions League-Sieger liest sich auf den ersten Blick ernüchternd. In 18 gemeinsamen Bundesliga-Jahren gab es drei Siege, ein Unentschieden und zuletzt 27 Niederlagen in Folge. „Allerdings haben wir in den vergangenen Jahren zu Hause das ein oder andere Mal an einer Überraschung geschnuppert und das macht Mut für die heutige Aufgabe“, so der Wetzlarer Trainer, für den die Partie aber auch im Hinblick auf die kommenden Aufgaben wichtig ist. „Nach den Langzeitausfällen von Max Holst und Philipp Pöter sowie den daraus resultierenden Nachverpflichtungen müssen wir uns weiter einspielen und versuchen, Emil Berggren in unser Angriffs- und Abwehrspiel reinzubekommen“, so Wandschneider. Ob die Grün-Weißen am Abend auch auf Neuzugang Kasper Kvist zählen können, bleibt abzuwarten. Der 27-jährige Linksaußen, der vom dänischen Pokalsieger HC Midtjylland an die Lahn gewechselt ist, wartet noch auf die Spielberechtigung. „Kasper ist ein super Athlet und sollte uns direkt helfen können“, freut sich der Coach über die Verpflichtung des Dänen.

Die Gäste aus Kiel kommen mit einem 27:22-Auswärtssieg in Stuttgart nach Wetzlar. Mannschaft und Trainer sind direkt aus dem Schwabenland nach Mittelhessen gereist und haben bereits am gestrigen Nachmittag in der Rittal Arena trainiert. Coach Alfred Gislason erwartet „ein schweres Auswärtsspiel“ am Vorabend seines 57. Geburtstags. „Wetzlar hat zwar wichtige Leute verloren, aber die Neuzugänge bringen viel Qualität mit“, warnt Gislason sein Starensemble vor der Aufgabe am heutigen Abend.

„Natürlich hätten wir den Saisonauftakt gegen Berlin gerne erfolgreich gestartet“, blickt HSG-Geschäftsführer Björn Seipp auf den vergangenen Freitag zurück, allerdings ohne Gram. „Wir wissen um die Gründe unserer Niederlage und, dass wir besser spielen können. Mich hat die Moral unserer Mannschaft einmal mehr beeindruckt, die einen zwischenzeitlich deutlichen Rückstand Mitte der zweiten Halbzeit in eine Ein-Tore-Führung umgewandelt hatte. Daran gilt es sich heute Abend zu erinnern und gegen den THW, gemeinsam mit unseren Fans, noch eine Schippe drauf zu legen. Heimspiele gegen Kiel sind immer etwas Besonderes für jeden Spieler und Zuschauer. Wir können befreit aufspielen und müssen bereit sein, wenn sich gegebenenfalls die Chance auftut, etwas Außergewöhnliches zu schaffen. Ich weiß, dass mittlerweile jeder Gegner in der Bundesliga mit einer gehörigen Portion Respekt in die Rittal Arena kommt und das nicht nur wegen der sensationellen Stimmung von den Rängen!“