HSG Wetzlar muss längerfristig auf Joao Ferraz verzichten!

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DKB Handball-Bundesliga

Portugiesischer Nationalspieler besteht nach Schulterverletzung Belastungstest nicht – Linkshänder droht nunmehr Operation – Club schaut sich nach kurzfristigem Ersatz um!

Der Handball-Erstligist HSG Wetzlar bleibt weiterhin vom Verletzungspech gebeutelt. Nach Linksaußen Maximilian Holst (Kreuzbandriss) und Philipp Pöter (Leistungssportverbot) fällt nun auch der portugiesische Linkshänder Joao Ferraz längerfristig aus. Der 26-jährige musste bereits seit drei Wochen wegen einer Verletzung an der Wurfschulter pausieren und sich in dieser Zeit intensiven physiotherapeutischen Behandlungen unterziehen. Einen Belastungstest konnte Ferraz dieser Tage jedoch nicht schmerzfrei absolvieren, so dass dem Rückraumspieler nunmehr sogar eine Operation droht.

„Joao hat in den vergangenen Wochen gemeinsamen mit den Ärzten und Physiotherapeuten intensiv an einem zeitnahen Comeback gearbeitet“, so HSG-Geschäftsführer Björn Seipp. „Umso enttäuschter sind er und wir, dass die Schulter leider weiterhin Probleme bereitet, die Training und Spieleinsätze nicht zulassen. Nunmehr müssen die Ärzte den weiteren Behandlungsweg entscheiden. Es ist jedoch zu 95 Prozent davon auszugehen, dass er um eine Operation nicht herumkommen und somit mindestens bis Jahresende ausfallen wird. Darüber kann man jetzt jammern und klagen, aber das ändert nichts. Wir müssen dies akzeptieren und auf allen Ebenen hart weiterarbeiten.“ Aufgrund der Verletzung wird Ferraz auch das Länderspiel der portugiesischen Nationalmannschaft gegen die Bad Boys am 2. November in Wetzlar verpassen.

„Für uns ist klar, dass wir den Spielermarkt nach einem möglichen Ersatz für Joao durchforsten müssen“, weiß Seipp. „Das ist derzeit und gerade auf dieser Position jedoch so etwas wie Lotto spielen! Klar ist, dass wir einen Spieler brauchen, der der Mannschaft in Abwehr und Angriff direkt helfen kann. Deshalb wird es keine Schnellschüsse geben. Nur wenn wir solch einen Spieler bekommen können, werden wir handeln!“

Vor dem morgigen Auswärtsspiel beim starken Aufsteiger HC Erlangen ist dem Geschäftsführer jedoch nicht bange. „Erlangen ist in der Liga ganz sicher der mit Abstand stärkste Aufsteiger und bisher die Überraschungsmannschaft der Saison. Allerding werden wir mit Rückenwind aus dem Heimspiel gegen Coburg und gut vorbereitet dorthin fahren“, so Seipp. „Wir haben trotz der personellen Rückschläge eine gefestigte Moral in der Mannschaft und in den bisherigen Auswärtsspielen tolle Leistungen abgerufen. Deshalb rechnen wir uns auch in Erlagen beziehungsweise Nürnberg durchaus etwas aus und fahren morgen dorthin, um zu gewinnen.“