HSG Wetzlar nimmt Pokalaufgabe im Breisgau sehr ernst!

DKB Handball-Bundesliga

Handball-Erstligist trifft am Samstagabend in Ludwig-Jahn-Halle in Tenningen auf Zweitligisten HSG Konstanz

Für die Bundesliga-Handballer der HSG Wetzlar startet am Samstag die Pflichtspiel-Saison, die 1. Runde im DHB-Pokal steht an. Dass die Grün-Weißen diese Aufgabe sehr ernst nehmen, zeigt die Tatsache, dass die Mittelhessen bereits am heutigen Freitag in den Breisgau gereist sind. „Wir wollen uns professionell vorbereiten und konzentriert auftreten, um ein erfolgreiches Wochenende absolvieren zu können“, so HSG Wetzlar-Geschäftsführer Björn Seipp, der aus gesundheitlichen Gründen jedoch zu Hause bleiben musste.

Während der ersten Samstagspartie in Teningen ist die HSG Wetzlar noch in der Zuschauerrolle. Gastgeber SG Köndringen-Teningen (3. Liga) und Zweitligist HC Elbflorenz Dresden treffen um 17 Uhr in der Ludwig-Jahn-Halle aufeinander. Danach müssen die Grün-Weißen gegen den Zweitligisten HSG Wetzlar Konstanz ran. Die Gewinner beider Partien am Samstag spielen am Sonntag um 16 Uhr um den Einzug in die nächste Pokalrunde. Die Gastgeber verdienten sich die Teilnahme durch einen achten Platz in der Südstaffel der Dritten Liga.

"Wir möchten diese ersten beiden Runden überstehen", erklärte HSG-Trainer Kai Wandschneider. "Dafür müssen wir schon im ersten Spiel gegen die HSG Konstanz hoch konzentriert sein." Mit von der Partie ist auch ein alter Bekannter. Stefan Hanemann, der den Kasten der Konstanzer hütet, wurde bei der HSG ausgebildet. Gesehen hat Wandschneider den Zweitligisten im Pokal vor zwei Jahren. "Sie haben mich sehr beeindruckt mit ihrer disziplinierten, taktisch versierten Spielweise." Daher fordert er von seiner Truppe eine Steigerung zu den Leistungen vom Heide-Cup vor Wochenfrist. Konstanz hat nach dem Aufstieg in die 2. Liga den Klassenerhalt geschafft und geht zwar mit Verletzungssorgen aber mit Euphorie in die neue Runde.

Dresden gelang der Aufstieg in diesem Jahr und hat sich für die neue Aufgabe in Breite und Qualität an die neue Spielklasse angepasst. Ein Sieg der HSG vorausgesetzt, sollte der HC der nächste Gegner sein. "Das ist alles keine Laufkundschaft. Das sind alles ernst zu nehmende Pokalgegner", so Wandschneider.

Ein Fragezeichen steht hinter Kristian Björnsen, der Probleme mit der Achillessehne hat. Dagegen steht Philipp Pöter vor einer Rückkehr, nachdem ihn eine fiebrige Infektion zwei Wochen lang lahmgelegt hatte. Auch auf einen Einsatz von Filip Mirkulovski hofft der Coach. "Er hatte sich beim Heide-Cup eine Verletzung am Sprunggelenk zugezogen. Ich hoffe, dass er jetzt wieder einsteigen kann.“

Knapp fünf Wochen hatten die Mittelhessen Zeit sich zusammen auf den Pflichtspielstart vorzubereiten. Vier Testspiele gingen dabei verloren, nur zwei wurden gewonnen. „Die Vorbereitung sollte man nicht überbewerten, die Ergebnisse haben nur eine kleine Bedeutung für das erste Pflichtspiel“, weiß Kai Wandschneider. Mehr als die Niederlagen störte den Sport-Diplomlehrer, dass immer wieder Spieler verletzungs- oder krankheitsbedingt ausfielen. „Die Grundprinzipien sind noch nicht so im Unterbewusstsein verankert, wie das sein muss, um gegen Teams wie Kristianstad, Leipzig oder Montpellier zu bestehen“, so der Trainer, der auch deshalb vor dem Pokalspiel auf Videoanalysen mit seinen Spielern setzt. „Wir werden vorbereitet sein. Bei allem Respekt vor den Gegnern, aber unser klares Ziel muss es sein, weiterzukommen!"