HSG Wetzlar nimmt Stellung zu Personalie Kevin Schmidt!

DKB Handball-Bundesliga

Aufsichtsrat Martin Bender: „Klares Bekenntnis zur HSG Wetzlar und langfristiger Zusammenarbeit gab es viel zu lange nicht!“

In einer Pressekonferenz hat der Handball-Erstligist HSG Wetzlar am Abend Stellung zur Personalie Kevin Schmidt genommen. Der deutsche Nationalspieler, dessen Vertrag zum Saisonende ausläuft, hatte ein Angebot der Mittelhessen  zuletzt ausgeschlagen und wird den Club somit im Sommer verlassen.

Bereits nach der Handball-WM in Spanien habe Schmidts damaliger Berater Markus Schüle den HSG-Verantwortlichen mitgeteilt, dass der 25jährige Linksaußen den Club spätestens im Sommer 2013 vorzeitig verlassen wolle, legte Aufsichtsrat Martin Bender frühere Gesprächsinhalte offen. Es habe damals von Seiten des Beraters geheißen, dass sich für den Spieler interessante Optionen, unter anderem bei Spitzenteams bieten würden. „Solche Aussagen haben uns doch sehr überrascht, ja auch etwas verärgert und natürlich dazu gezwungen, uns frühzeitig nach Alternativen für die Linksaußen-Position umzuschauen“, so Bender. Deshalb habe der Club kurzfristig reagiert und unter anderem Kontakt zum ehemaligen Schützling von Trainer Kai Wandschneider aus Dormagener Zeiten, Maximilian Holst, aufgenommen, der damals als Schmidts möglicher Nachfolger in Frage kam und dies nun auch ab Sommer 2014 sein wird.

„Was auf das erste Gespräch Anfang 2013 folgte, war eine Hängepartie“, erklärt Martin Bender weiter. Etliche Wochen und eventuell einige Absagen vermeintlich interessierter Clubs später hieß es, dass Schmidt seinen Vertrag in Wetzlar nun doch erfüllen wolle. „Ein klares Bekenntnis zu einer längerfristigen Zusammenarbeit mit der HSG Wetzlar gab es aber nicht“, so der Aufsichtsrat, der sich bei den Grün-Weißen um die sportlichen Vertragsgespräche kümmert.  „Wir haben darauf dann reagiert und aktiv nach Ersatz für Kevin gesucht, mussten ja davon ausgehen, dass er uns nach Ende dieser Saison verlässt – andere Signale gab es nicht! Diesen Ersatz haben wir dann in Max Holst gefunden, der die Lücke, die Kevin hinterlassen wird, füllen kann. Das trauen wir ihm alle zu!“

Erst kurz vor Weihnachten, nach einem Beraterwechsel von Schmidt zu Manfred Thielmann, habe dieser wieder aktiv Gespräche mit der HSG Wetzlar gesucht. „Erst da gab es ein klares Signal, dass Kevin Interesse hat, über den Sommer 2014 hinaus bei uns zu bleiben“, erklärt Martin Bender. „Und obwohl wir mit Max Holst und Christian Rompf bereits zwei Spieler auf dieser Position unter Vertrag hatten und das Budget für Linksaußen ausgeschöpft war, haben wir Kevin ein Angebot unterbreitet, das für uns wirtschaftlich vertretbar war. Dieses wurde jedoch ausgeschlagen und somit müssen sich im Sommer unsere Wege trennen!“

Wohin es den Nationalspieler dann ziehen wird, ist noch nicht bekannt. „Wir wissen nur, dass sowohl wir Verantwortliche als auch unser Trainer Stand heute ein gutes Verhältnis zu Kevin haben und kein Zweifel daran besteht, dass er bis zum Saisonende alles für die HSG Wetzlar geben wird“, so Bender. „Vielleicht ist es für die Entwicklung von Kevin, der bei uns den Weg in die Bundesliga und die deutsche Nationalmannschaft gefunden hat, sogar mal ganz gut bei einem anderen Club zu spielen und dort seine Erfahrungen zu machen. Klar ist jedenfalls, dass für Kevin, wann auch immer, die Tür für eine mögliche Rückkehr zur HSG Wetzlar jederzeit offen stehen wird!“