HSG Wetzlar sagt Dankeschön! Kinder aus Ausbildungsvereinen der Profis eingeladen

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Jugendteams und Trainer der „Heimatclubs“ beim Lübbecke-Heimspiel dabei

Wie viele Stunde Trainingsarbeit braucht es, um aus einem handballerisch talen¬tierten Kind oder Jugendlichen einen Bundesligaspieler zu machen? Hunderte? Tausende? Eine Frage, die sicherlich nicht allgemeingültig beantwortet werden kann – wenn gegebenenfalls aber Vereinsverantwortliche darüber Auskunft ge¬ben können, dann zum Beispiel jene, die die aktuellen Erstligaspieler der HSG Wetzlar von Kindesbeinen an gefördert haben. Ihre ersten Geh- und Pressversu¬che machten beispielsweise Kevin Schmidt beim TV Mainzlar, Timo Salzer beim TSV Asperg, Peter Jungwirth beim TV Kornwestheim (Bild, DM-Finale 2003) oder Nikolai Weber bei der HSG Münzenberg/Gambach. Dort wurde ihnen vor allem der Spaß am Handballsport vermittelt, danach Technik und Taktik geschult und letztlich auch mit viel Aufwand das Talent gefördert.

„Heute kann man in diesen Vereinen stolz darauf sein, solche Spieler hervorgebracht zu haben“, so der Geschäftsführer der HSG Wetzlar, Björn Seipp, der allerdings nicht unerwähnt lassen möchte, dass gerade die kleineren Vereine in der Peripherie vieler Bundesligisten zu wenig von ih­rer bis dato geleisteten Ausbildungsarbeit profi­tieren. „Ganz im Gegenteil: Die abgebenden Vereine erhalten heute zum einen keine Ausbil­dungsvergütung mehr, die noch vor wenigen Jahren zu entrichten war, und zum anderen kön­nen sie schlimmstenfalls ohne ihre besten Akteu­re keine spielfähige Mannschaft mehr stellen.“

Schon heute versucht die HSG Wetzlar deshalb Vereine in der Region, die eine engagierte Jugendarbeit betreiben, zu unterstützen – beispielsweise durch die Leistungszent­rum Mittelhessen, in dem Talente aus Mittelhessen eine Zusatzförderung erhal­ten.

Alois Rautschka (TV Petterweil): „Einladung eine tolle Geste!

„An diesem Wochenende möchten wir uns aber einmal explizit bei den Clubs bedanken, die unseren vielen deutschen Erstligaprofis das Handballspielen im Kindesalter beigebracht haben. Deshalb haben wir Jugendteams und Trainer dieser Vereine zum Heimspiel gegen den TuS N-Lübbecke am Sonntag in die RITTAL Arena eingeladen“, so Björn Seipp, der sich ganz besonders darüber freut, dass selbst der TSV Asperg und der TV Kornwestheim (Baden-Württemberg) die Einladung angenommen haben und mit Bussen zum Spiel an­reisen werden.

„Die Einladung ist eine tolle Geste, für die wir uns im Namen unsere Kinder und Jugendlichen sehr herzlich bedanken“, so Alois Rautschka, Abteilungsleiter Handball des TV Petterweil, bei dem Jugendnationaltorhüter Ben Christian seine ersten Bälle hielt. „Natürlich sind die Kids begeistert und freue sich ungemein aud Sonntag!“

„Meet & great“ mit Vorbildern nach dem Spiel in RITTAL Arena!

Neben Teams aus Asperg, Konrwestheim und Petterweil haben die HSG-­Verantwortlichen auch Kinder und Jugendliche des TV Goldstein (Steffen Fäth), TV Mainzlar (Kevin Schmidt), Haspo Bayreuth (Philipp Müller), HSG Langgöns/Dornholzhausen (Christian Rompf), SG Wallau (Tobias Hahn), HSG Mün­zenberg/Gambach (Nikolai Weber) und TSV Altenwalde (Lars Friedrich) eingela­den. „Leider konnten wegen des laufenden Spielbetriebs nicht alle Vereine zusa­gen, aber die Einladung kam generell sehr gut an und der Großteil der Clubs werden da sein“, verrät Seipp.

Selbstverständlich bekommen die Jugendlichen aller anwesenden Vereine nach dem Spiel die Möglichkeit mit dem jeweiligen HSG-Profi aus ihrem Verein zu sprechen, sich Autogramme zu holen oder Fotos zu schießen. „Ich freue mich auf das Wiedersehen mit den Trainern und Kindern aus meinem Heimatverein und werde mir natürlich ganz besonders viel Zeit für sie nehmen“, so HSG­-Rechtsaußen Peter Jungwirth. Unter den Gästen aus Kornwestheim sind auch Jungwirths Brüder Hans und Jakob.