HSG Wetzlar schlägt Oberligisten SG Kleenheim deutlich!

DKB Handball-Bundesliga

Grün-Weiße gewinnen Mittelhessenderby in Coburg gegen ersatzgeschwächten mit 43:18 (20:9) – Kohlbacher und Sebastian Weber mit je acht Treffern bester Werfer des Erstligisten

Mit einem erwartet deutlichen 43:18-Sieg gegen den Oberligisten HSG Kleenheim ist Handball-Erstligist HSG Wetzlar in den diesjährigen DHB-Pokal-Wettbewerb gestartet. Im ersten Spiel des Erstrunden-Turniers im fränkischen Coburg hatte der „Underdog", der stark ersatzgeschwächte angetreten war, von Anbeginn keine Chance gegen den Bundesligisten, der seinerseits auf die beiden Rechtsaußen Tobias Hahn (Schambeinentzündung) und Guillaume Joli (Muskelfaserriss) verzichten musste sowie die Nationalspieler Steffen Fäth, Andreas Wolff und Linksaußen Maximilian Holst aussetzen ließ. Auf welchen Gegner die siegreichen Wetzlar am morgigen Sonntag (Anwurf: 17.00 Uhr, HUK-Coburg Arena) treffen werden, entscheidet sich im zweiten Spiel zwischen dem gastgebenden Zweitligisten HSC 2000 Coburg und der HSG Konstanz (3. Liga).

Vor enttäuschenden 300 Zuschauern drückte Wetzlar vom Anpfiff weg aufs Tempo und sorgte so für eine frühe Vorentscheidung. Bereits in der 13. Spielminute gelang Christian Rompf der Treffer zur 9:3-Führung der Grün-Weißen. HSG-Trainer Kai Wandschneider, der die Partie schon im Vorfeld als "weiteren Test zur Integration der Neuzugänge“ bezeichnet hatte, konnte somit früh wechseln, um verschiedene Aufstellungen auszuprobieren und Kräfte für den morgigen Tag  zu sparen. Während die HSG Kleenheim, die wegen einer Hochzeit sowie beruflichen Verpflichtungen auf zahlreiche Leistungsträger verzichten musste und den Kader mit Spielern aus der 2. Mannschaft und der A-Jugend aufgefüllt hatte, immer wieder an der viel zu massiven Abwehr des Erstligisten scheiterte, vollführten die Wetzlar ein wahres Gegenstoßfestival. Somit stand es zur Halbzeit 20:9.

In die zweite Halbzeit starteten die Grün-Weißen dann mit Youngster Stefan Hanemann. Der Jugend-Nationaltorhüter, der mit einem Zweitspielrecht an den Drittligisten HSG Konstanz ausgeliehenist, kam für Rückkehrer Nikolai Weber ins Wetzlarer Gehäuse und machte eine ordentliche Figur.

Im zweiten Durchgang zeigte sich dann das gleiche Bild. Die Kleenheimer Angreifer fanden zu wenige Mittel im Angriff und der Erstligist konnte über die erste oder zweite Welle einfache Treffer erzielen. Aus dem „gebundenen Spiel“ waren es zumeist die Wetzlarer Kreisläufer Sebastian Weber oder Jannik Kohlbacher, die von den Mitspielern geschickt freigespielt wurden und beide mit je acht Treffern letztlich am erfolgreichsten für den Erstligisten waren.

„Wir wussten im Vorfeld, dass Kleenheim mit einer gemischten Mannschaft gegen uns aufläuft und das hat es vom Kopf her nicht einfach für uns gemacht“, so HSG-Trainer Kai Wandschneider. „Ich finde aber, dass unsere Spieler die Partie sehr professionell angegangen sind und dieses Spiel, dass leider keinen sportlichen Wert hatte, sehr ordentlich über die Bühne gebracht haben. Ich bin froh, dass sich niemand verletzt hat und wir morgen sicherlich deutlich mehr gefordert werden!“  

HSG Wetzlar: Wolff n.e., N. Weber (1.-30.), Hanemann (31.-60.); Prieto 2, S. Weber 8, Kohlbacher 8/3, Hahn n.e., Lipovina 6, Ferraz 4, Klesniks, Mirkulovski 1, Laudt 1, Bliznac 5, Vujovic 3, Rompf 5, Fäth n.e., Holst n.e