HSG Wetzlar siegt im Pokal-Derby gegen Hüttenberg!

Bild: www.sportfoto-vogler.de

DKB Handball-Bundesliga

Torhüter Benjamin Buric am Ende Matchwinner der Grün-Weißen - Zweitligist aus Hüttenberg bietet bis Mitte zweiter Halbzeit stark Paroli

In der 1. Runde des DHB-Pokals, die seit vergangener Saison im Turniermodus ausgespielt wird, haben sich die Bundesliga-Handballer der HSG Wetzlar im ersten Halbfinale am Samstagnachmittag in Coburg für das morgige Endspiel qualifiziert. Die Grün-Weißen bezwangen im traditionsreichen Mittelhessen-Derby den Zweitliga-Aufsteiger TV Hüttenberg mit 30:25 (12:10). Dabei musste das ersatzgeschwächte Team von Trainer Kai Wandschneider, bei dem mit Filip Mirkulovski und Philipp Pöter die beiden etatmäßigen Spielmacher fehlten, mehr kämpfen als von vielen im Vorfeld erwartet. Etwa eine Viertelstunde vor dem Abpfiff der beiden DHB-Schiedsrichterinnen Maike Merz und Tanja Schilha führte der tapfer kämpfende Zweitligist aus dem benachbarten Hüttenberg plötzlich mit 21:19, nachdem Rechtsaußen Daniel Wernig von der Siebenmeterlinie getroffen hatte. Doch danach wurde Wetzlars Neuzugang Benjamin Buric zum Matchwinner! Der bosnische Torhüter kam in der 48. Minute für den, vor allem im ersten Durchgang sehr guten Nikolai Weber ins Tor und vernagelte den grün-weißen Kasten danach regelrecht. Insgesamt kam Buric auf neun Paraden und seine Vorderleute schraubten das Ergebnis innerhalb von neun Minuten von 19:21 auf 28:22 (55.). Die Partie war spätestens da entschieden! 

In der ersten Halbzeit hatte Wetzlar zunächst gut ins Spiel gefunden und schnell mit 4:1 (Jannik Kohlbacher, 7. Minute) geführt. Doch danach schlichen sich mehr und mehr Fehler ins Angriffsspiel der Grün-Weißen ein. Tobias Hahn warf frei von Rechtsaußen über das Tor und der an diesem Nachmittag indisponierte Vladan Lipovina legte in den ersten 20 Minuten gleich drei solcher Rückraumwürfe ins Fangnetz nach. Hüttenberg nutzte die Gunst der Stunde und hielt die Partie, durch lange und allzu oft erfolgreich vorgetragene Angriffe, offen. Immer wieder war es jedoch HSG-Schlussmann Nikolai Weber, der mit insgesamt acht Paraden, darunter einem gehaltenem Siebenmeter, dafür sorgte, dass der Favorit mit einer knappen 12:10-Führung in die Halbzeitpause ging.

Nach dem Pause das gleiche Bild. Wetzlar hatte Probleme im Spielaufbau und Hüttenberg hielt kämpferisch dagegen. Den ersten Ausgleich im zweiten Abschnitt konnte der Zweitligist bereits in der 33. Minuten bejubeln, als Daniel Wernig per erfolgreichem Tempogegenstoß zum 14:14 traf. Danach blieb es bis zu der erwähnten Einwechslung von Benjamin Buric ein enges und kampfbetontes Spiel, vor der enttäuschenden Kulisse von 280 Zuschauern in der modernen HUK Coburg Arena.

"Ich bin froh, dass wir die Partie gewonnen haben und muss meiner Mannschaft das Kompliment machen, dass wir mit der schwierigen Situation Mitte der zweiten Halbzeit, als wir mit zwei Toren zurückgelegen haben, toll umgegangen sind. Wir haben den Schalter noch einmal umlegen können und am Ende souverän gewonnen", so der 56-jährige. "Allerdings war bei uns doch einiges an Sand im Getriebe, was allerdings bei einer neuformierten Mannschaft und beim Fehlen der beiden Spielmacher nicht ungewöhnlich ist. Jetzt gilt es zu regenerieren und sich gut auf das morgige Finale vorzubereiten. Sollten wir, wie zu erwarten ist, auf den HSC 2000 Coburg treffen, sind wir aufgrund des Ergebnisses des Vorjahres und des erneut Heimvorteils sicherlich nicht der Favorit. Aber wir sind heiß, es besser zu machen und in die nächste Pokalrunde einzuziehen, doch dafür müssen wir uns deutlich steigern."

Stenogramm:

TV Hüttenberg: Ritschel, Schomburg; Stefan (2), Sklenak, Wörner (4), Lambrecht (2), Wernig (5), Rompf, Panther (n.e.), Fernandes (3), Johannsson (2), Roth (5), Mappes (2).

HSG Wetzlar: Nikolai Weber, Buric; Gümbel, Kneer (4), Lipovina, Björnsen (6), Ferraz (5), Philipp Weber (3), Holst (9), Kraft, Hahn, Klesniks, Lindskog (1), Kohlbacher (2). 

Schiedsrichterinnen: Maike Merz/Tanja Schilha - Zuschauer: 280.