HSG Wetzlar sieht Derbygegner Melsungen unter „wahnsinnigem Erfolgsdruck“!

DKB Handball-Bundesliga

Hessenderby steigt am Mittwochabend um 19 Uhr in Rittal Arena Wetzlar – Noch 300 Stehplätze im Vorverkauf erhältlich – HR-Livestream auf hessenschau.de

Gleich zum Neustart der DKB Handball-Bundesliga im Jahr 2017 steht der hessische „Derby-Knaller“ auf dem Programm: Die HSG Wetzlar erwartet am Mittwochabend um 19 Uhr die MT Melsungen in der Rittal Arena Wetzlar. Bei den Mittelhessen, die das Hinspiel in Kassel für sich entschieden hatten, steht Spielmacher Philipp Pöter vor seinem Bundesliga-Debüt im grün-weißen Dress der Domstädter. Geleitet wird das Derby von den Unparteiischen Christoph Immel und Ronald Klein. Die Spielaufsicht hat Frank Wenz.

Für die Partie sind noch rund 300 Stehplatzkarten im Vorverkauf erhältlich. „Bei einer florierenden Abendkasse wird die Halle wieder voll – so wie es sein muss“, so Geschäftsführer Björn Seipp. Zudem wird das brisante Duell im HR-Livestream bei hessenschau.de übertragen.

Gegensätzlicher konnte die Vorbereitung beider Teams auf den Liga-Neustart und das Derby kaum laufen. Während die Gäste aus Melsungen bis auf den verletzten Kreisläufer Marino Maric (Mittelfußbruch) und Gabor Langhans (Patellasehnenprobleme) alle Spieler zur Verfügung hatten, musste Wetzlars Coach Kai Wandschneider gleich auf sieben Spieler verzichten, die bei ihren Nationalmannschaften weilten und zum Teil verletzt zurück kamen. So laborierten Spielmacher Filip Mirkulovski und Torjäger Philipp Weber jeweils erst einen Muskelfaserriss aus und stiegen Ende letzter Woche ins Training ein. „Wir hatten am Sonntag das erste Mal alle Spieler zusammen“, erklärt Wandschneider. Somit blieben den Grün-Weißen drei Tage echte Vorbereitung auf die wichtige Partie gegen Melsungen.

Gute Nachrichten gibt es trotzdem, denn Mittelmann Philipp Pöter ist wieder zurück im Training und wird am Mittwoch wohl das erste Mal in der Bundesliga für die HSG Wetzlar auflaufen. In den Vorbereitungsspielen hat er einen guten Eindruck hinterlassen, „ist fit wie ein Turnschuh“, schmunzelt der Trainer. „Trotzdem darf man keine Wunderdinge von ‚Pippo‘ erwarten. Es ist sein erstes Ligaspiel seit über einem Jahr!“ Auch Stefan Kneer hat aus Wandschneiders Sicht wieder einen Schritt vorwärts gemacht. Er hat vom Fehlen anderer Spieler profitiert und mehr Einsatzzeiten in den Testspielen im Angriff bekommen. Das habe ihm gut getan und für zusätzliches Selbstvertrauen gesorgt.

„Mannschaftstaktisch haben wir ja ein gutes Konzept für Mittwochabend“, verrät Wandschneider. „Wir werden heiß sein und unsere Chance gegen den großen Nachbarn aus Nordhessen suchen.“ Großer Motivation bedarf es bei seiner Mannschaft kaum, denn auch im Umfeld wird das Hessen-Derby mit Spannung erwartet. „Wir hoffen auf die lautstarke Unterstützung unserer grandiosen Zuschauer“, so der Coach. „Es ist immer toll, in der eigenen Halle zu spielen.“ Die neuen Spieler seien in Wetzlar angekommen und spürten die Unterstützung. „Die MT steht unter wahnsinnigem Erfolgsdruck – und wir werden uns nur auf uns selbst konzentrieren. Das ist uns bisher gut gelungen.“

Die Saison der Nordhessen ist kaum so verlaufen, wie man sich das in Melsungen vorgestellt hat. Platz zehn ist weit unter den Erwartungen. „Wir wollen in der zweiten Saisonhälfte möglichst Boden gutmachen und uns in der Tabelle weiter nach vorn arbeiten«, erklärte MT-Geschäftsführer Axel Geerken auf der Homepage. „Dazu gehört unbedingt ein guter Start.“