HSG Wetzlar sieht Gäste aus Hannover „unter Druck“!

Bild: www.sportfoto-vogler.de

DKB Handball-Bundesliga

Mittelhessen empfangen „Die Recken“ am Samstagabend um 19 Uhr in stimmungsgewaltiger Rittal Arena – Noch Stehplatzkarten an der Abendkasse erhältlich!

Am Samstagabend steigt in der Rittal Arena Wetzlar das Duell der Tabellennachbarn der DKB Handball-Bundesliga. Der aktuelle Tabellensiebte, die HSG Wetzlar, empfängt den Achten TSV Hannover-Burgdorf. Anwurf der Partie ist um 19 Uhr. Geleitet wird das Spiel von den erfahrenen Unparteiischen Matthias Brauer und Kay Holm. Die Spielaufsicht hat Frank Wenz. An der Abendkasse sind noch wenige Stehplatzkarten erhältlich.

„Die Duelle mit Hannover sind immer etwas Besonderes. Auch am Samstag wird es wieder ein Spiel mit einem gewissen Reiz“, weiß HSG-Trainer Kai Wandschneider, der die Gäste aus Niedersachsen nach vier Niederlagen im Jahr 2017 unter Druck sieht, was „grundsätzlich kein Nachteil für uns ist.“

„Wenn man sieht, welche Aufgaben nach unserem Spiel auf Hannover warten, nämlich Kiel, Melsungen und Magdeburg, dann ist ein Sieg für die Recken beinahe Pflicht, um nicht weiter in der Tabelle abzurutschen“, sieht auch HSG-Geschäftsführer Björn Seipp die Gäste unter Druck. „Auch wir hatten ein extrem anspruchsvolles Auftaktprogramm in 2017 und können letztlich mit 4:4 Punkten sehr zufrieden zurückschauen. Auch wenn uns die Höhe der Niederlagen in Kiel und gegen Magdeburg gestört haben. Diese Spiele kann man selbstverständlich verlieren, aber die Frage ist immer, wie! Ich bin sehr froh, dass unsere Jungs am vergangenen Wochenende in Gummersbach die richtige Antwort gegeben haben. An diese Leistung gilt es gegen Hannover anzuknüpfen!“

Die Fans beider Lager dürfen sich auf ein Duell auf Augenhöhe freuen, wie zuletzt immer, wenn beide Teams aufeinander trafen. Von den bislang 18 Pflichtspielen gegeneinander konnte Hannover acht und Wetzlar sieben Partien gewinnen, bei einem Unentschieden. „Im Hinspiel in Hannover haben wir bis zur 55. Minute einen starken Auftritt hingelegt und geführt. Am Ende sind wir dann jedoch an unseren eigenen Fehlern gescheitert. Das wurmt uns noch heute“, blickt Kai Wandschneider zurück. „Auch deshalb hat das Rückspiel einen hohen Aufforderungscharakter für uns.“

Der Coach warnt vor der individuellen Klasse der Gäste. „Mit Kai Häfner haben sie einen der besten rechten Rückraumspieler der Liga in ihrem Kader. Dazu mit Olsen, Patrail, Christophersen und Böhm enorm gefährliche Schützen, die Spiele alleine entscheiden können. Wir müssen in der Abwehr extrem aufmerksam und aggressiv in den Zweikämpfen sein. Dazu brauchen wir wieder eine exzellente Torhüterleistung. Wahrscheinlich werden wieder Kleinigkeiten die Partie entscheiden. Deshalb verlange ich von jedem meiner Spieler höchste Konzentration und Disziplin“, so der 57-jährige. „In der Offensive müssen wir mutig agieren, wie schon in Gummersbach. Das war eine gute Mischung aus Zielstrebigkeit und abgeklärtem Angriffshandball.“

Froh ist Wandschneider, dass Spielmacher Filip Mirkulovski (Bild) nach seinem Muskelfaserriss zurück im Team ist. Der Mazedonier war im Sommer 2015 aus Hannover nach Wetzlar gewechselt. „Unsere Mannschaft braucht ihn. Er hat uns schon in den zehn Minuten gegen Gummersbach sehr geholfen“, weiß der studierte Diplom-Sportlehrer, der bis auf die verletzten Joao Ferraz (Reha nach Schulter-Operation) und Maximilian Holst (Reha nach Kreuzband-OP) derzeit alle Spieler an Bord hat.

„Die Mannschaft freut sich auf das Spiel, das hat man die ganze Woche über im Training gemerkt“, verrät Wandschneider. „Wir haben hart trainiert, was nach Siegen immer einfacher ist und sind für Samstagabend gut gewappnet, um zusammen mit unseren tollen Zuschauern alles zu geben.“