HSG Wetzlar startet mit Laktattest in Vorbereitung

Neuzugang Andreas Wolff bei der Blutentnahme.

DKB Handball-Bundesliga

Trainer Kai Wandschneider begrüßt fünf von sieben Neuzugängen im Stadion Wetzlar

Die vermeintlich geruhsamen Tage sind für die Bundesligaprofis der HSG Wetzlar mit dem heutigen Tage vorbei. Der letztjährige Tabellensiebte der DKB Handball-Bundesliga ist am Vormittag in die Vorbereitung auf die 16. Erstliga-Saison in Folge gestartet. Für fünf der insgesamt sieben Neuzugänge (Kent-Robin Tönnesen, Kristian Bliznac, Dennis Krause, Sebastian Weber und Andreas Wolff) war es die erste Trainingseinheit bei den Mittelhessen. Torhüter Magnus Dahl und Spielmacher Florian Laudt erhielten vom Club noch bis zum Wochenende frei. 

Von den arrivierten Wetzlarer Kräften musste im ersten Training nur Daniel Valo passen, der nach einer Wadenoperation lediglich im lockeren Tempo seine Kreise auf dem Rasenplatz des Wetzlarer Stadions zog, jedoch nach Meinung der medizinischen Abteilung der Domstädter mindestens in einer Woche wieder komplett belastungsfähig ist. Alle anderen Spieler mussten sich gleich zu Beginn und bei hochsommerlichen Temperaturen einem Laktattest unterziehen. Im mittlerweile fünften Jahr in Folge bildet der Laktattest unter der Leitung der sportmedizinischen Abteilung der Uni Gießen den Auftakt der Wetzlarer Sommervorbereitung. „Grundsätzlich geht es bei einem Laktattest darum, die Ausdauerfähigkeit des Sportlers zu ermitteln. Wir beziehen zwei Informationen aus dem Laktattest. Zum einen erhält man einen Überblick über den aktuellen Trainingszustand jedes einzelnen Spielers und zum anderen kann man so dem Spieler und den Trainern Empfehlungen für die kommenden Einheiten bezüglich Belastungssteuerung und Intensität geben“, so Dr. Karsten Krüger, unter dessen Obhut der Ausdauertest durchgeführt wurde. Bei ansteigender Intensität versuchten die Bundesligaprofis in vorgeschrieben Zeitintervallen eine gewisse Distanz zu absolvieren, was zu jeder Menge Schweißvergießen führte. Am Ende zog Dr. Krüger ein positives Fazit: „Insgesamt ist die Mannschaft in einer richtig guten Verfassung. Schon im letzten Jahr waren die Jungs nach der Sommerpause ordentlich fit, was für eine sehr professionelle Einstellung in der freien Zeit spricht.“

Auch HSG-Übungsleiter Kai Wandschneider war zufrieden mit dem Auftakt seiner Mannen: „Die Jungs haben richtig Gas gegeben und auch die neuen Spieler konnten läuferisch überzeugen.“ Für Wandschneider war der heutige Test wichtig um einige Ausgangsdaten bezüglich Ausdauer und Schnelligkeitsausdauer zu sammeln: „Auf diesen Informationen können wir aufbauen, so dass wir schon im kommenden Trainingslager differenziert und gezielt auf einzelne Spieler eingehen können.“ Ab Montag, den 15. Juli schlägt die HSG Wetzlar in der Sportschule Hennef für sechs Tage ihre Zelte auf. Dort findet ein sogenanntes Athletik-Trainingslager statt, das Trainer Kai Wandschneider zusammen mit Athletikcoach Thorsten Ribbecke durchgeplant hat. Ribbecke verantwortet den Fitnessbereich bereits im zweiten Jahr bei der HSG Wetzlar und verspricht den Spielern für die kommende Woche und mit einem Augenzwinkern „jede Menge Abwechslung, aber vor allem harte Arbeit!“ 

Nach dem Abschluss des Trainingslagers am Samstag wird die HSG Wetzlar nach Wickede reisen, um dort am Sonntag an einem Kurzturnier, u.a. mit dem Zweitligisten ASV Hamm, teilzunehmen.