HSG Wetzlar stellt sich auf heißen Kampf im Oberbergischen ein!

DKB Handball-Bundesliga

Trainer Kai Wandschneider fordert Leistungssteigerung der Rückraumspieler – Jens Tiedtke in Gummersbach wieder dabei!

In einer „Englischen Woche“, in der sich derzeit alle Clubs der DKB Handball-Bundesliga befinden, gibt es kaum Verschnaufpausen. Auch für die HSG Wetzlar nicht, die am Samstag ihr drittes Spiel innerhalb von sieben Tagen bestreitet. Anwurf der Partie beim VfL Gummersbach ist um 15.00 Uhr in der Eugen-Haas-Sporthalle. Geleitet wird das Spiel vom DHB-Elitekadergespann Christian Moles und Lutz Pittner.

„Nach der knappen und unnötigen Niederlagen gegen Magdeburg müssen den Blick nach vorne richten“, so die Parole des Wetzlarer Mannschaftskapitäns Michael Müller. „Gummersbach hat zuletzt eine Miniserie mit einem Heimsieg gegen Melsungen und dem Remis in Großwallstadt hingelegt. Sie haben sicherlich Selbstvertrauen getankt und mehr Potential als der aktuelle Tabellenplatz aussagt.“

Nach der Heimschlappe gegen den SC Magdeburg könnte man denken, dass die Enttäuschung im HSG-Lager noch tief sitzt, jedoch schiebt Trainer Kai Wandschneider sofort einen Riegel vor solche Gedanken: „Für eine tief sitzende Enttäuschung haben wir keine Zeit. Wir haben auch gar keinen Grund die Köpfe in den Sand zu setzen, da wir uns auch gegen Magdeburg wieder teuer verkauft haben.“ Auch Nationalspieler Michael Müller sieht das ähnlich: „Auch wenn wir aus den Spielen zuletzt zu wenige Zähler mitgenommen haben, sehe ich einen positiven Trend. Gegen Gummersbach wollen wir endlich wieder erfolgreich sein. Wenn wir alle unser Leistungsvermögen abrufen, dann haben wir, so denke ich, auch gute Chancen unseren Fans mit einem Auswärtssieg ein schönes Ostergeschenk zu machen.“

Björn Seipp: „Wir können viel mehr als wir zuletzt gezeigt haben!“

Auch HSG-Geschäftsführer Björn Seipp weiß um die Schwere der Aufgabe am Samstag: „Der VfL hatte in dieser Saison enormes Verletzungspech. Von der Qualität der Einzelspieler steht uns Gummersbach in nichts nach. Ich denke, dass wir uns unserer aktuellen Form nicht unbedingt als Favorit ins Oberbergische fahren“, so der 39jährige, der seine Spieler in die Pflicht nimmt: „Es ist an der Zeit, dass wir wieder Spiele gewinnen! Seit Anfang Dezember war das leider viel zu selten der Fall, was daran liegt, dass wir in den Partien zuletzt immer drei bis vier unterschiedliche Spieler im Kader hatten, die auf dem Parkett nicht ihre gewohnte Leistung gebracht haben. Das kann sich kein Team leisten, wenn man erfolgreich sein will. Zuletzt waren wir viel zu ungefährlich aus dem Rückraum, vor allem von der halblinken Position, und hatten im Abwehrverhalten Probleme auf den Außenpositionen. Das muss sich am Samstag ändern! Ich erwarte von jedem Spieler, dass er sich über 60 Minuten voll reinhängt und positive Impulse für die Mannschaft setzt, selbst wenn er auf der Bank sitzt. Auch die vermeintlichen Backup-Spieler haben nach ihrer Einwechslung zuletzt für zu wenig Entlastung gesorgt. Unser Trend ist sicherlich positiv, da stimme ich zu, aber wir können noch viel mehr als wir zuletzt gezeigt haben!“

Auch HSG-Coach Kai Wandschneider weiß, was im Oberbergischen auf seine Mannschaft zukommt: „Der VfL hat sehr gute Einzelspieler. Auf der Torhüterposition sind sie stark besetzt und im Rückraum verfügen sie mit Nationalspieler Adrian Pfahl, Christoph Schindler, Barna Putic und Dennis Krause, der im Sommer zu uns wechseln wird, ebenfalls über hohe Qualität. Ich stelle mich auf einen heißen Fight ein, denn Gummersbach wird um jeden Zentimeter kämpfen!“ Der 53jährige ist froh, dass am Samstag Kreisläufer Jens Tiedtke nach seiner Ein-Spiel-Sperre ins Team zurückkehrt. Dafür ist jedoch der Einsatz von Rechtsaußen Tobias Hahn fraglich, der sich mit einem grippalen Effekt herumschlägt. Auch der Langzeitverletzte Kari Kristjansson wird den Grün-Weißen weiter fehlen.

„Die Partie in Gummersbach wird mindestens genauso hart wie die gegen Magdeburg“, weiß Wetzlars Nationalspieler Tobias Reichmann. Er und seine Mannschaftskammeraden sind gewarnt, ob der kämpferischen und spielerischen Qualitäten des früheren Rekordmeisters. „Wir müssen uns einfach auf unsere eigene Leistung konzentrieren und die blöden Fehler abstellen. Gelingt uns das, werden wir gewinnen“, so die Kampfansage des Rechtsaußen, der sich darüber freut, dass wieder zahlreiche HSG-Fans das Team nach Gummersbach begleiten werden.