HSG Wetzlar trifft auf noch ungeschlagene Rhein-Neckar Löwen!

DKB Handball-Bundesliga

Kapitän Michael Müller trifft auf Ex-Kollegen – Wandschneider-Truppe trotz guten Saisonstarts klarer Außenseiter in Mannheimer SAP-Arena.

Trotz der Niederlage im Hessenderby in Kassel gibt es bei HSG Wetzlar im Moment wenig Grund sich zu beklagen. Die Mannschaft von Trainer Kai Wandschneider ist mit 6:2 Punkten sehr zufriedenstellend in die neue Saison der DKB Handball-Bundesliga gestartet und dass die Gegner vor der neuen Qualität der Grün-Weißen gewarnt sind, sollte vorauszusetzen sein. So auch die Rhein-Necker Löwen, die am kommenden Samstag, den 15. September, Gastgeber der Mittelhessen sein werden, wenn um 19.00 Uhr der Anpfiff in der SAP-Arena zu Mannheim erfolgt.

Für einen Wetzlarer Akteur wird die Partie dann einen besonderen Charakter haben. Nationalspieler Michael Müller (Bild) trifft in Mannheim, wo er zuvor drei Jahre lang aktiv war, auf seine Ex-Kollegen. „Ich freue mich darauf meine alten Mitspieler und den Betreuerstab der Löwen wiederzusehen. Von daher ist die Partie schon einen Tick emotionaler, auch wenn es im Endeffekt ein Spiel ist, in dem es – wie bei anderen Begegnungen auch – ‚nur‘ um zwei Punkte geht“, erklärt der Linkshänder, der auf eine Zeit mit Höhen und Tiefen bei den Baden-Württembergern zurückblickt. Den „Umbruch“ der Mannschaft hat Müller trotz der Entfernung mit großen Interesse verfolgt. „Der Kader hat im Vergleich zu den letzten Jahren ein stark verändertes Gesicht, aber ich glaube, dass die Struktur der Mannschaft nun besser ist. Außerdem tut es dem ganzen Verein gut, nicht von Titeln zu reden, sondern den Spaß am Handball wiederzufinden und dadurch erfolgreich zu sein“, so der 51-fache Nationalspieler weiter.

Mit Krisztof Lijewski, Karol Bielecki, Ivan Cupic, Robert Gunnarsson und Börge Lund haben neben Michael Müller gleich fünf weitere namhafte Akteure den Verein in der Sommerpause verlassen. Im Gegenzug verpflichteten die Löwen nicht weniger bekannte und starke Spieler, wie den 23-jährigen Schweden Kim-Ekdahl du Rietz oder den dänischen Torhüter Niklas Landin, die, so Müller, besser zu neuen Spielanlage der Mannschaft passten. Ebenso wie die spanischen Zwillingsbrüder Isaias und Gedeon Guardiola und Isländer Alexander Pettersson.

Wandschneider: „Wir fahren mit Respekt nach Mannheim!“

„Wir fahren mit Respekt nach Mannheim, weil die Rhein-Neckar Löwen mit 8:0 Punkten und einer starken Spielweise einen hervorragenden Start in die Runde hingelegt haben. Aber wir wissen auch, dass wir nicht chancenlos sind. Wenn sich die Gelegenheit ergibt, aus der SAP-Arena etwas Zählbares mitzunehmen, müssen wir hellwach sein und diese Chance nutzen“, berichtet HSG-Trainer Kai Wandschneider, der beobachtet hat, dass die Löwen in dieser Saison als Team besser funktionieren, als noch in den vergangenen Spielzeiten. „Sie treten wesentlich geschlossener auf, zeigen mehr Freude am Spiel und sind trotz der vielen Abgänge eine Mannschaft, die mit Weltklasse-Spielern gespickt ist“, so Wandschneider.

Auch Michael Müller sieht seine Farben nicht chancenlos: „Wir haben ebenfalls einen sehr guten Start in die neue Runde hingelegt und uns viel Selbstvertrauen geholt. Ich glaube an die Stärke der Mannschaft, auch in Mannheim erfolgreich sein zu können. Wenn wir lange dran bleiben, dann zeigen mit Sicherheit auch die Löwen Nerven.“

HSG-Geschäftsführer Björn Seipp sieht dem Spiel in Mannheim gespannt entgegen: „Es ist von der Papierform her sicherlich kein Spiel auf Augenhöhe. Die Löwen sind nach dem beeindruckenden Saisonstart der klare Favorit. Wir haben sicherlich die Qualität um aus Mannheim etwas mitzunehmen, aber dafür muss bei uns am Samstag vieles passen, alle Spieler müssen ihren obersten Level erreichen. Das war in Kassel leider nicht der Fall. Die ersten vier Saisonspiele haben gezeigt, dass es da doch noch zu viele Leistungsschwankungen gibt und wir uns in Sachen Konstanz weiterentwickeln müssen. In der Bundesliga gibt es nichts geschenkt und schon gar nicht am Wochenende bei den Löwen!"