HSG Wetzlar tritt bei „Mannschaft der Stunde“ in Lemgo an!

DKB Handball-Bundesliga

Domstädter müssen länger auf Kreisläufer Kari Kristjansson verzichten – Youngster Moritz Zörb in Kader berufen!

Am Freitag geht die Reise des Handball-Erstligisten HSG Wetzlar zum TBV Lemgo. Die Partie in Ostwestfalen (Anwurf:  19.45 Uhr) legt den Startschuss für drei harte Auswärtsspiele in Folge. Trotz einer deutlichen Niederlage gegen die Rhein-Neckar Löwen war ein kleiner Aufwärtstrend im Lager der Grün-Weißen zu beobachten. „Wir haben im Heimspiel gegen die Löwen eine spielerisch verbesserte Mannschaft gesehen, die mit vollem Herzen bis zum Ende gekämpft hat. Darauf können wir am Freitag aufbauen“, so der HSG-Geschäftsführer Björn Seipp, der für die Wetzlarer Fans leider auch eine schlechte Nachricht Parat hat. Kreisläufer Kari Kristjan Kristjansson wird den Mittelhessen langfristig fehlen. Der isländische Nationalspieler ist dieser Tage an der Rückenmuskulatur operiert worden und fällt laut medizinischer Abteilung mindestens acht Wochen aus. Als Ersatz für Kristjansson hat HSG-Coach Kai Wandschneider nunmehr Kreisläufer-Talent Moritz Zörb aus der A-Jugend in den Bundesligakader berufen. „Der Ausfall von Kari trifft uns natürlich sehr. Wir wünschen ihm an dieser Stelle eine gute Genesung und hoffen, dass er in den Ligaspielen zum Rundenende wieder zum Kader gehören kann. Moritz Zörb ist ein talentierter Nachwuchsspieler, der in einigen unserer Testspiele sein Potential bereits unter Beweis gestellt hat. Mit ihm bekommt Kai Wandschneider ein weiterer Spieler aus der eigenen Jugend die Möglichkeit, sich in der Bundesliga zu beweisen“, so Björn Seipp.

Vor dem Duell mit dem TBV Lemgo bescheinigt auch Wandschneider seiner Mannschaft ansteigende Form: „Gegen die Rhein-Neckar Löwen haben wir im Vergleich zu den vergangenen Wochen auf einem ganz anderen Niveau gespielt. Das war ein Schritt in die richtige Richtung und in Lemgo wollen wir noch einen weiteren Schritt machen.“ Eine Leistungssteigerung wird gegen die Lipperländer sicherlich auch von Nöten sein, da diese sich in den letzten zwei bis drei Monaten wahrlich in einen ,,Rausch“ gespielt haben. Von den vergangenen neun Partien ging lediglich nur eine verloren und das gegen die Topmannschaft aus der Hansestadt Hamburg.

Ging die HSG Wetzlar noch im Hinspiel, das letztlich mit 31:28 gewonnen werden konnte, als Favorit in die Begegnung, muss man sich am Freitag mit der Außenseiterrolle anfreunden. Das man trotz der besseren Platzierung in der Tabelle nicht in favorisierter Stellung zu den Blau-Weißen fährt, kann man dem 16:2-Lauf des TBV zuschulden. ,,Selbst in unserer besten Phase haben wir nicht so eine Erfolgsserie aufbauen können, wie es die Lemgoer geschafft haben. Das zeigt in welcher starken Verfassung sich der TBV momentan befindet“, so Wandschneider, der jedoch keinen Grund sieht sich ehrfürchtig zu präsentieren. Er legt den Fokus auf das eigene Spiel und weiß was noch zu verbessern ist: ,,Wir müssen auf uns schauen und uns vor allem in der 6:0-Abwehr weiter steigern. In der Offensive gilt es geduldiger unsere Angriffe auszuspielen und dann werden wir im Kopf auch wieder stärker.“

Vor allem zwei Spieler zeigten sich am letzten Spieltag wiedererstarkt. Die Zwillinge Michael und Philipp Müller stehen mit ihrer Leistung sinnbildlich für den Aufwärtstrend der Grün-Weißen. Philipp Müller schlägt in die gleiche Kerbe wie sein Trainer und hofft ebenfalls auf eine sukzessive Steigerung der eigenen Leistung: ,,Wir müssen von Spiel zu Spiel denken und versuchen uns auf die eigenen Stärken zu besinnen, dann ist sicherlich auch in Lemgo etwas drin!“