HSG Wetzlar trotzt Trend!

DKB Handball-Bundesliga created by bseipp@hsg-wetzlar.de (Björn Seipp)

Zuschauerschnitt im Jahr 2011 in RITTAL Arena deutlich gesteigert Mittelhessen freuen sich über durchschnittlich knapp 3.900 Besucher

Angebot und Nachfrage – die beiden wirtschaftlichen Marktkräfte stehen in Wetzlar, zumindest was das Interesse an Erstliga-Handball angeht, in einem ausgeglichenen Verhältnis. Während der allgemeine Zuschauerschnitt in der Bundesliga in den vergangenen fünf Jahren von Saison zu Saison gesunken ist, konnten die Mittelhessen im Jahr 2011 im Schnitt rund 3900 Besucher bei ihren Heimspielen in der RITTAL Arena begrüßen – das sind etwa 400 mehr als im Kalenderjahr zuvor. Bei einem Fassungsvermögen der Halle von 4.412 Zuschauern ist dies eine Steigerung von über 9 Prozent.

„Bei uns ist die Entwicklung der Zuschauerzahlen seit Jahresbeginn erfreulicher­weise gegenläufig zum allgemeinen Trend. Dafür gilt es unseren Zuschauern Danke zu sagen“, so HSG-Geschäftsführer Björn Seipp. „Das hat natürlich auch oder vor allem mit dem erfolgreichen Auftreten unsere Mannschaft zu tun, die im Jahr 2011 eine beachtliche Heimbilanz vorweisen kann.“ 22:10-Punkte fuhren die Grün-Weißen in den vergangenen zwölf Monaten vor eigenem Publikum ein, dabei resultieren allein vier Minuszähler aus zwei Duellen gegen den Liga-Giganten THW Kiel. „Erfolgreicher Sport steht bei der Zuschauergewinnung na­türlich an erster Stelle. Allerdings unternehmen wir auch im Umfeld unheimlich viel, um unsere Heimspiele für die Menschen in unserer sportbegeisterten Regi­on noch interessanter zu gestalten – und das ohne Karten zu verschenken!“

Intensiver Meinungsaustausch über „Neue Medien“

So wurde seit Jahresbeginn zum Beispiel das Rahmenprogramm rund um die Heimspiele komplett überarbeitet. Zudem liegt vor jedem Auftritt der Grün-Weißen ein hochwertiges Hallenheft kostenlos aus, das nach den Ansprüchen der Fans gestaltet wurde, und ein professionelles Maskottchen begeistert nicht nur die kleinsten Handballfans. „Besonders wichtig war für uns jedoch, den Mei­nungsaustausch mit unseren Anhängern zu intensivieren – dafür sind natürlich die Plattformen, die die Neuen Medien wie Facebook, Twitter, XING und Google+ bieten, extrem geeignet. Über eine ehrliche und regelmäßige Kommunikation, die auch Antworten auf Fragen oder Kritik der Fans beinhalten muss, erzeugt man sicherlich noch mehr Nähe zum und Identifikation mit dem Verein“, so Björn Seipp, der froh ist, dass die HSG Wetzlar bei all ihren Marketingaktivitäten auf die Unterstützung erfahrener Agenturen aus der Region zurückgreifen kann. „Dieses Know-how ist unverzichtbar.“

Auch HSG Wetzlar spricht sich für Wochenend-Spieltage aus!

Des Weiteren schnürt der Club in regelmäßigen Abständen attraktive Ticketpake­te für benachbarte Sportclubs oder mittelhessische Unternehmen, um beispielsweise auch deren Mitarbeitern die HSG Wetzlar näher zu bringen. „Auch im Sin­ne unserer Dauerkarten-Inhaber verschenken wir keine Ticktes, um die Halle zu füllen, denn so erzeugt man keine Wertigkeit – von uns bekommen wenn über­haupt nur soziale Einrichtungen vereinzelt Freikarten“, erklärt Seipp, der sich wie alle anderen Verantwortlichen der HBL-Clubs für einheitliche Wochenendspielta­ge ausspricht. „Wir brauchen zukünftig einen festen Spielplan in der TOYOTA Handball-Bundesliga - nicht nur wegen der Fernsehverträge. Unsere Zuschauer müssen feste Spieltage und Anwurfzeiten haben, nach denen sie sich richten können. Mittlerweile kann man fast jeden Tag Handball im Fernsehen schauen – Bundesliga oder Champions League – da ist es sicherlich so, dass man als Handballfan auch bequem werden kann. Zudem muss den Fans in den Hallen auch noch mehr Event und Entertainment geboten werden. Vielleicht müssen sich HBL und DHB deshalb unter anderem auch Gedanken über die zum Teil überzogenen Reglementierungen für unsere Hallensprecher machen. Spitzen­sport sind Höchstleistungen auf dem Parkett und positive Emotionen auf den Tribünen so attraktiv – zweitgenanntes muss man aber auch zulassen!“.