HSG Wetzlar U19 im Finale um deutsche A-Jugend-Meisterschaft!

DKB Handball-Bundesliga Nachwuchs

Weber-Schützlinge gewinnen 26:24 im Rückspiel bei Hannover-Burgdorf

Die A-Jugend-Handballer der HSG Wetzlar haben es tatsächlich geschafft: Mit einem 26:24 (13:14) im Halbfinal-Rückspiel bei der TSV Hannover-Burgdorf lösten die Grün-Weißen am Sonntagnachmittag das Ticket für die beiden Endspiele um die Deutsche Meisterschaft.

Gegner der Grün-Weißen, die im Hinspiel der Vorschlussrunde in eigener Halle gegen die Niedersachsen mit 33:32 die Oberhand behalten hatten, ist am 17. und 24. Mai der SC DHfK Leipzig. Der Nachwuchs der Messestädter schaltete die Füchse Berlin mit 30:28 und 29:30 dank eines einzigen im Heimspiel mehr geworfenen Tores aus. Im ersten Finale hat die HSG Heimrecht.

Zwei Jahre nach der deutschen Vizemeisterschaft der B-Jugend greift nun die U 19 der HSG nach dem DM-Titel. Bereits damals räumte das Team um Jugendnationalspieler Jonas Müller in der Runde der letzten Vier den Bundesliganachwuchs von Hannover-Burgdorf aus dem Weg. "Hut ab vor diesem Gegner und seinem tollen Anhang. Die Spiele haben uns wahrlich alles abverlangt", erklärte HSG-Übungsleiter Thomas Weber nach dem Triumph überglücklich. Seine Schützlinge lagen nach acht Minuten mit 4:2 vorne, mussten Burgdorf aber wieder gleichziehen lassen. Bekamen die Gäste im Hinspiel noch den herausragenden TSV-Regisseur Jago Mävers nur durch eine Manndeckung in den Griff, reichte in der Landeshauptstadt Niedersachsens die 3:2:1-Deckung mit Lukas Gümbel als "Indianer", um die Kreise des Spielmachers einzuengen.

Die Ausgeglichenheit beider Teams spiegelte sich auch im knappen Halbzeitstand wider. Nach dem Seitenwechsel nahmen die Jungs aus Dutenhofen und Münchholzhausen das Zepter in die Hand und setzten sich auf 21:17 ab. "Dann haben wir wieder zwei technische Fehler im Angriff gemacht, was postwendend bestraft wurde", erklärte A-Lizenz-Inhaber Thomas Weber. Unbeeindruckt davon zogen die Gäste immer wieder ihr variables Laufspiel auf und knackten mit vielen Kreuzungen die kompakte 6:0-Abwehr der Hannoveraner. 

Wie schon im Hinspiel gingen den Gastgebern in der Endphase ein wenig die Körner aus, während Wetzlar auf jeder Position einen adäquaten Ersatz hatte. 

Der entscheidende Treffer gelang neun Sekunden vor Schluss Kreisläufer Dane Markovic, der bei einer kompletten Manndeckung der Heimsieben zum wichtigen 26:24 einnetzte und somit seine Farben in die Finals katapultierte. 

"Im Endeffekt haben wir verdient gewonnen, denn wir waren in der Breite besser besetzt. Ich möchte mich bei den mitgereisten Fans für die tolle Unterstützung und bei meinem Trainerteam bedanken, ohne die dieser Erfolg nicht möglich gewesen wäre", verteilte ein überglücklicher Coach Weber Lob an mehrere Seiten. Nach dem Spiel gab es dann auch eine kleine Überraschung für die HSG-Mütter, die von ihren erfolgreichen Söhnen jeweils eine Rose zum Muttertag geschenkt bekamen. 

Hannover-Burgdorf: Piatke, Thiele - Hermann (1), Mävers (6/3), Krone, Donker (3), Post (1), Mäkel (5), Ratsch (1), Weigel, Oelker, Paternoga, Feise (4), Büchner (3).

Wetzlar: Klimpke, Stroh - Gümbel (5), Heuer (3), Jonas Leger (4), Bremond, Müller (6), Klein, Schwalbe (1), Bechert, Maximilian Leger, Gohly (2), Markovic (5), Höhn.

Schiedsrichter: Fratczak/Ribeiro (Wagenfeld) - Zuschauer: 400 - Zeitstrafen: Hannover-Burgdorf vier (Hermann, Mävers, Donker zwei), Wetzlar zwei (Gümbel, Schwalbe).

Autor: Conrad Melle