HSG Wetzlar U19 reist zum Rückspiel nach Magdeburg!

DKB Handball-Bundesliga Nachwuchs

Weber-Jungs müssen einen Treffer aufholen - Lukas Gümbel: "Es ist alles drin!"

Um ein Haar wäre er kurz vor Schluss der Hinspiel-Partie am vergangenen Sonntag noch gefallen: Der so wichtige Ausgleich. Trainer Thomas Weber hatte seine Jungs der HSG Wetzlar U19 zehn Sekunden vor Schluss des Spiels mit einer Auszeit versammelt und den letzten Spielzug auf seiner Taktiktafel aufgezeichnet. Der Rest ist bekannt, Jonas Leger scheiterte knapp am Gästetorhüter.

Das bedeutet, dass die Grün-Weißen mit der Hypothek von einem Tor am morgigen Samstag nach Magdeburg reisen und alles versuchen werden, dieses aufzuholen. Die Atmosphäre in Magdeburg wird hitzig sein. Die Jungs von Thomas Weber erwartet eine heißblütiger Gegner, das weiß auch Weber: „Es wird emotional schwer. Magdeburg wird mit breiter Brust auftreten. Diese Euphorie müssen wir direkt niederkämpfen.“ Spielmacher Lukas Gümbel fügt hinzu: "Wir können uns auf einen ähnlichen Auftritt wie letzte Woche gefasst machen, vermutlich noch etwas selbstbewusster und extremer, da sie nun in Magdeburg ein Heimspiel haben. Nichtsdestotrotz müssen wir dagegen halten, wenn wir das Spiel gewinnen wollen."

Die vergangene Woche wurde unter anderem für intensives Videostudium genutzt, um die richtigen Lehren aus dem Hinspiel zu ziehen, damit es wie es auch im vergangenen Jahr gelingt, als man Minden zunächst mit zwei Treffern unterlag und dann im Rückspiel dennoch in die nächste Runde einziehen konnte. "Es ist alles drin - ein Tor ist im Handball wirklich nichts. Das lässt sich aufholen. Die zweite Halbzeit von vergangener Woche macht uns Mut und hat uns gezeigt, dass wir mithalten und Magdeburg auch besiegen können", gibt sich Gümbel selbstbewusst.

Für das Spiel morgen gilt es in erster Linie die gefährlichen Halbspieler der Hausherren, die im Hinspiel ganze 17 Treffer erzielen konnten, in den Griff zu bekommen. „Unsere Bewegung ohne Ball muss besser werden, wir dürfen nicht wieder so viele technische Fehler machen und müssen die klaren Chancen nutzen“, fordert Weber, der sich dennoch sicher ist, dass seine Jungs eine gute Chance aufs Weiterkommen haben, wenn sie ab der ersten Minute aggressiv zu Werke gehen.

Auch auf eine gute Leistung von Torhüter Till Klimpke, der früher als im Hinspiel zu seiner Form im HSG-Gehäuse finden muss, wird es ankommen. „Es liegt an uns allen, das abzurufen, was wir können. Schaffen wir das nicht, haben wir es auch nicht verdient in die nächste Runde einzuziehen. Wir werden mindestens eine Leistung wie in der zweiten Halbzeit zeigen müssen“, so die abschließenden Worte von Weber, welche von Lukas Gümbel bestärkt werden: "Die Einstellung muss von Beginn an passen, wir dürfen nicht wieder eine Halbzeit verschlafen, müssen effektiver spielen, nicht wieder so viele Bälle beim Torhüter liegen lassen und auch kämpferisch müssen wir uns nochmal alle steigern.

Unterstützt werden die Wetzlarer Jungs von rund 60 Fans, die sich um 06.30 Uhr per Bus gen Magdeburg aufmachen werden.