HSG Wetzlar U19 scheitert im Viertelfinale

Foto: Florian Gümbel

DKB Handball-Bundesliga Nachwuchs

HSG Wetzlar U23 rutscht noch auf Tabellenplatz fünf ab

SC Magdeburg U19 - HSG Wetzlar U19 29:24 (10:11)

Nach dem tollen Triumph im letzten Jahr, der die Deutsche Vize-Meisterschaft einbrachte, ist dieses Jahr für die HSG Wetzlar U19 leider schon im Viertelfinale Schluss. Gegen den starken SC Magdeburg hatte man das Hinspiel in Dutenhofen knapp mit 25:26 verloren und hatte nun auch im Rückspiel mit 24:29 das Nachsehen.

Dabei gelang es den Jungs von Trainer Thomas Weber zuächst die Partie zu bestimmen, sowohl in Deckung als auch im Angriff nahm man den Schwung aus der zweiten Halbzeit des Hinspiels mit und konnte durch Maximilian Leger in der 15. Minute mit 7:4 in Führung gehen. Es sah gut aus für die von 70 Fans unterstützten Grün-Weißen, die es jedoch verpassten, sich bis zur Halbzeit vorentscheidend abzusetzen. „In dieser Phase sind wir zu oft an der Chancenauswertung gescheitert, da war es schade, dass wir mit 10:11 in die Kabine gehen“, so Co-Trainer Kai Nober nach der Partie.

In Halbzeit zwei gaben dann die Hausherren den Ton an, loteten dabei immer wieder die Grenzen der Legalität aus und überschritten diese, wie auch im Hinspiel, hin und wieder. Nach 39 Minuten mussten die Magdeburger Friedrich und Richter nach der jeweils 3. Zeitstrafe hinter der Bank Platz nehmen.

Kapital daraus schlagen konnten die Wetzlarer Jungs jedoch nicht. Immer wieder wurden klare Einwurfmöglichkeiten liegen gelassen, der SCM konnte sich von dort an Tor um Tor absetzen, selbst die zum Ende der Partie hin verordnete Manndeckung brachte keine Wende mehr. Mit der Einstellung waren Weber und sein Co-Trainer Nober dennoch zufrieden: „Die Jungs haben eine super Saison gespielt und auch heute bis zum Ende alles gegeben und große Moral bewiesen.“

Vielleicht war es die Umstellung von der Saison, die ein bisschen einfach gewesen war für die Wetzlarer Jungs (mit Leipzig nur ein ernstzunehmender Gegner), in den K.O.-Modus, wo die robusten und physisch sehr starken Magdeburger in diesem Jahr ein nur schwer zu schlagender Gegner sein dürfte, wie auch Jugendkoordinator Andreas Klimpke meint: „Ich bin mir sicher, dass der Titel in diesem Jahr über Magdeburg gehen wird. Die Enttäuschung bei uns ist natürlich groß, dennoch sind wir stolz auf das Geleistete.“

Das können Weber, Nober und ihre Mannschaft auch, denn die Niederlage in Magdeburg war gerade einmal die dritte Niederlage der Saison (bei 25 Spielen). Eine Statistik, die sich sehen lassen kann, auch wenn sie in diesem Jahr ein frühzeitiges Aus im Viertelfinale um die Deutsche Meisterschaft bedeutete.

TuS Griesheim - HSG Wetzlar U23 24:23 (11:9)

 

In seiner unmittelbarer Nähe freuten sich die Griesheimer Spieler jubelnd über den eben errungenen 24:23-Erfolg und den damit verbundenen Klassenerhalt: Andreas Klimpke stand fassungslos dabei, denn am Ende blieb ein fader Beigeschmack ob der Leistung der Referees, denn sämtliche fragwürdige Entscheidungen wurden gegen die Wetzlarer gefällt: „Das, was die beiden sich erlaubt haben, war eine Frechheit“, so Klimpke sauer.

Die Hausherren starteten famos. Ihnen war förmlich anzumerken, was noch auf dem Spiel stand und dass sie absolut gewollt waren, die Partie für sich zu entscheiden und aus eigener Kraft den Verbleib in der Oberliga zu sichern. Über ein 5:2 aus Sicht des TuS Griesheim (8. Minute) sorgte HSG-Topscorer Timo Ludwig (113/49 Tore in der Saison) für den 9:9-Ausgleich, ehe Griesheim bis zur Pause noch ein 5:2-Run gelang und sie mit 11:9 in Front brachte.

Nach dem Seitenwechsel rückten die Schiedsrichter mehr und mehr in den Mittelpunkt, trafen einige unglückliche Entscheidungen gegen die HSG Wetzlar U23. Die Klimpke-Truppe begann zu hadern, schloss einige Male überhastet ab und leistete sich einige technische Fehler. Alles Gründe, warum Klimpke zwar mit der Leistung der Referees unzufrieden war, ihnen aber nicht die alleinige Schuld an der Niederlage seines Teams geben wollte: „Dieses Spiel hätten wir zwar niemals zu unseren Gunsten entscheiden können, dennoch wäre es mir zu billig alles auf die Schiedsrichter abzuwälzen.“

Mit der Einstellung der Wetzlarer Jungs konnte jedoch Klimpke zufrieden sein, denn am Ende der Partie machte ein von Dominik Jung abgeschlossener 8:2-Lauf die Partie nochmal so richtig spannend. In einer hektischen Schlussphase blieb die Wende dann letztendlich doch aus und die Griesheimer konnten die Bundesligareserve, die die Saison am Ende, wie im Vorjahr, als Fünfter abschließt (Kleenheim konnte noch vorbeiziehen), mit 24:23 besiegen.

Klimpkes Saisonfazit fiel dennoch weitgehend zufrieden aus: „Wir haben die Saison bescheiden angefangen, hatten dann eine überragende Saisonmitte und haben dann am Ende der Saison dann nur noch sechs Zähler aus zehn Partien geholt, was uns eine bessere Platzierung gekostet hat.“