HSG Wetzlar U19 sichert sich Sieg beim „Terra-Jugendcup“ in Lübbecke!

Nachwuchs

Mittelhessen ungeschlagen zum Erfolg – Insgesamt zehn A-Jugend-Bundesligisten am Start – Lukas Gümbel zum „besten Spieler des Turniers“ gewählt

Die HSG Wetzlar U19 hat am vergangenen Wochenende einen vielbeachteten Erfolg in der Vorbereitung auf die neue Saison eingefahren. Der Erstliga-Nachwuchs, der im vergangenen Jahr die deutsche Vize-Meisterschaft errungen hatte, gewann am Sonntag ein stark besetztes A-Jugend-Turnier in Lübbecke – den „Terra-Jugendcup“. Dabei konnten sich die Mittelhessen ungeschlagen in einem Teilnehmerfeld mit unter anderem zehn A-Jugend-Bundesligisten durchsetzen. Zudem wurde Lukas Gümbel zum „besten Spieler des Turniers“ gewählt.

Am Samstagmittag war der grün-weiße Tross bereits mit Kleinbussen gen Ostwestfalen aufgebrochen, um gut vorbereitet in das anstrengende Turnier zu gehen. Einem gemeinsamen Grillabend folgte die Übernachtung in einer Turnsporthalle, ehe am frühen Sonntagmorgen die Turnierspiele über je 25 Spielzeit starteten.

In der Vorrunden-Gruppe 2, die ihre Spiele in der Stadtsporthalle Lübbecke austrugen, traf das Team von Trainer Thomas Weber im Auftaktspiel auf den Bundesligisten HVE Villigst/Ergste. Nach einiger Anlaufzeit und Schwächen in der Abwehr konnten die Domstädter die Partie dennoch klar mit 18:11 für sich entschieden. Kurze Zeit später kam es dann zum Aufeinandertreffen mit einem der Turnierfavoriten, dem TBV Handball Lemgo. In diesem Duell verpassten es die Wetzlarer sich für ein engagiertes Spiel und eine diesmal kompaktere Defensivleistung um einen starken Torhüter Jan Stroh zu belohnen. Nach zahlreichen vergebenen hundertprozentigen Einwurfchancen stand am Ende ein 8:8-Unentschieden zu Buche. Mit zwei deutlichen Siegen über Bayer Dormagen (17:7) und die JSG Hochheim/Wicker (17:9), in denen Coach Thomas Weber allen Akteuren ausreichend Spielanteile geben konnte, gelang letztlich die souveräne Qualifikation für das Viertelfinale.

In diesem trafen die Bechert, Klimpke, Schwalbe & Co. dann auf den Bergischen HC. Trotz zahlreicher verschiedener Angriffsvarianten der „Löwen“ ließ der Wetzlarer Nachwuchs von Beginn an keinen Zweifel daran aufkommen, wer nach diesem Spiel das Parkett als Sieger verlassen würde. Nach einer konzentrierten Leistung der Grün-Weißen und einigen Gegenstoßtoren stand am Ende ein 11:3-Erfolg gegen den Bundesligisten und der Einzug ins Halbfinale zu Buche.

In der Merkur Arena kam es in der Vorschlussrunde des kräftezehrenden Turniers zum Duell mit dem Gastgeberteam von der JSG NSM-Nettelstedt. Über einen starken Torhüter Till Klimpke, der vom Anpfiff weg ins Spiel fand, konnten sich die Mittelhessen früh absetzen. Vor allem Lukas Gümbel und Matthias Schwalbe setzten auf der rechten Angriffsseite der Wetzlarer klare Akzente, die immer wieder zu einfachen Toren führten. Letztlich stand am Ende der 20minütigen Spielzeit ein souveräner 12:6-Sieg der Grün-Weißen, die im Endspiel des Turniers somit erneut auf den TBV Handball Lemgo treffen sollten.

Mit dem Vorhaben aus dem 8:8-Unentschieden der Vorrunde zu lernen, starteten die Mittelhessen in das Finale. Vor allem die Chancenauswertung sollte besser werden, was jedoch zu Beginn der Partie, in der man beiden Teams die körperliche Belastung des Tages deutlich anmerkte, nur unzureichend gelang. Im Laufe der Spielzeit konnten sich der deutsche Vizemeister jedoch mehr und mehr auf seine Abwehr verlassen und in der Offensive waren es vor allem Lukas Klein und Jugendnationalspieler Hendrik Schreiber, die noch einmal aufblühten. Mit 14:9 siegte der Wetzlarer Nachwuchs letztlich und konnte nach dem Schlusspfiff den Turniersieg bejubeln. Freunde kam ein zweites Mal auf, als Spielmacher Lukas Gümbel von den Turnierverantwortlichen zum „besten Spieler des Turniers“ gewählt wurde.

„Ich freue mich für meine Jungs, die ein kräftezehrendes Programm abspulen mussten. Letztlich denke ich, dass der Turniererfolg hier in Lübbecke verdient war. Die körperlichen und taktischen Grundlagen dafür haben wir mit harter Arbeit in den vergangenen Wochen gelegt“, so Wetzlars Trainer Thomas Weber. „Wir nehmen wichtige Erkenntnisse aus dem Turnier mit. Sehr viel Positives, aber auch einige Defizite, die deutlich wurden und die es bis zum Saisonstart in zwei Wochen abzustellen gilt.“