HSG Wetzlar U19 vor wegweisendem Mittelhessen-Derby!

Nachwuchs

Tabellenzweiter muss in A-Jugend-Bundesliga Ost beim Verfolger TV Hüttenberg ran – Fragezeichen hinter Einsatz von Müller und Schwalbe

Für die beiden mittelhessischen A-Jugend-Topteams steht zwei Spieltage vor Schluss in der Handball-Bundesliga Ost ein Highlight an: das ewig junge Derby. Der TV Hüttenberg empfängt am Sonntag (16 Uhr) die HSG Wetzlar U19.

Die Vorzeichen sind dabei klar: Die Gastgeber haben ihr Saisonziel schon erreicht und gehen entsprechend entspannt in die Partie. Die Gäste aus Wetzlar dürfen dagegen keinen Punkt mehr bis Rundenende abgeben, um den momentanen zweiten Tabellenrang im Fernduell mit der Juniorenakademie des TV Großwallstadt zu behalten. Mit dieser Platzierung würden sich die Grün-Weißen für das Viertelfinale der Deutschen Meisterschaft qualifizieren. HSG-Trainer Thomas Weber weiß um die Bedeutung dieses Duells: "Wir brauchen die zwei Punkte, um die Tür weiter offen zu halten. Bei Hüttenberg ist kaum Druck da." Auch sein Gegenüber Alois Mraz glaubt, dass "wir von der Psyche lockerer an dieses Spiel herangehen können als Wetzlar. Ich hoffe aber auch, dass wir besser auftreten als im Hinrunden-Duell, als wir zu viel wollten und zu verkrampft waren." Im November setzte sich die U19 der HSG Wetzlar mit 30:27 durch, lag aber schon zur Pause 19:8 vorne.

Am Sonntag rechnen viele mit einer weitaus engeren Begegnung. Beide Teams plagen sich mit Personalsorgen herum. Hüttenberg muss auf Dennis Oberst, Jonas Schmidt und Torwart Nils Lorenz verzichten, bei den Gästen bangt man krankheitsbedingt noch um die Einsätze von Matthias Schwalbe und Jugendnationalspieler Jonas Müller.

Einen Favoriten gibt es nicht, auch wenn Thomas Weber den TVH auf Grund des Heimrechts "etwas im Vorteil" sieht. Spielerisch dürfte diese Begegnung das Beste zeigen, was der hessische A-Jugend-Handball derzeit zu bieten hat, weshalb der Respekt auf beiden Seiten enorm groß ist. "Ich gehe davon aus, dass das ein körperlich intensiv geführtes Match wird. Hinter Leipzig gehört Wetzlar verdientermaßen zu der Spitze. Die HSG stellt eine kompakte Abwehr und besitzt mit Stefan Hanemann einen hervorragenden Torhüter. Im sehr beweglichen Angriff müssen wir besonders auf Spielmacher Lukas Gümbel aufpassen und generell hinten und vorne unsere beste Leistung abrufen", sagt Alois Mraz. Thomas Weber schlägt in die gleiche Kerbe: "Die Chancen stehen 50:50. Kleinigkeiten werden das Spiel entscheiden. Das wird eine ganz schwere Aufgabe für uns, denn Hüttenberg verfügt über eine starke Abwehr und einen guten Rückraum, der zusammen mit Kreisläufer Max Panther bestens harmoniert. Wir werden nichts geschenkt bekommen."