HSG Wetzlar U19 will im Halbfinal-Hinspiel vorlegen!

Besonders auf seine Leistung wird es ankommen: Jugend-Nationaltorhüter Till Klimpke.

DKB Handball-Bundesliga

Mittelhessen empfangen im Kampf um die Deutsche Meisterschaft am Sonntag TSV Burgdorf in der Sporthalle Dutenhofen

 

Die Handballer der HSG Wetzlar befinden sich wieder im illustren Kreis der vier besten A-Jugend-Mannschaften Deutschlands. Nun ist Halbfinalzeit. Die Grün-Weißen empfangen am Sonntag um 16.00 Uhr den TSV Burgdorf in der Sporthalle Dutenhofen und hoffen wieder auf eine stimmungsgewaltige Kulisse. Eintrittskarten sind ab 14.30 Uhr an der Tageskasse erhältlich. 

Nach Abschluss der Hauptrunde in der Staffel Ost wusste Wetzlars Trainer Thomas Weber noch nicht genau, wo seine Mannen im Vergleich zu den anderen Qualifikanten stehen. Nach dem Weiterkommen im Viertelfinale gegen den TSV Bayer Dormagen (26:26 auswärts und 30:24 zu Hause) kann der A-Lizenzinhaber eine bessere Einschätzung abgeben: "Die Jungs haben gezeigt, dass sie gut mit Druck umgehen können. Zudem haben sie gelernt, dass es auf die Kleinigkeiten ankommt."

Den Wetzlarern gelang eine sichtbare Leistungssteigerung in der entscheidenden zweiten Begegnung zu Hause gegen Dormagen. Torwart Till Klimpke war der große Rückhalt, Hendrik Schreiber schwang sich zum verlängerten Arm des Trainers auf, Torben Waldgenbach setzte seine Aktionen in der zweiten Halbzeit mehr aus der Bewegung heraus an und auch die Bankspieler wussten zu überzeugen.

Eine solche Kollektivleistung wird auch gegen die "Jungrecken" aus Burgdorf von Nöten sein, die sich in der Staffel Nord als Zweiter gegen starke Mannschaften wie den SC Magdeburg, den HSV Hamburg, die SG Flensburg-Handewitt oder den THW Kiel durchgesetzt hatten und in der Runde der letzten Acht die "Youngsters" der Rhein-Neckar Löwen aus dem Wettbewerb kegelten. "Das wird eine richtig schwierige Aufgabe. Klar ist, dass wir nicht als Favorit ins Halbfinale gehen. Allein körperlich ist Burgdorf uns deutlich überlegen. Die meisten der Jungs spielen auch schon in der 3.Liga Ost bei der zweiten Mannschaft der TSV mit, was man ihnen ansieht", schlüpft Weber freiwillig in die Rolle des Außenseiters.

Auf vier Spieler müssen die Wetzlarer besonders aufpassen. Die beiden Rückraumschützen Niklas Diebel und Malte Donker verfügen mit 102 und 95 Kilogramm bei einer Größe von knapp zwei Metern über körperliche Voraussetzungen, die kaum ein Wetzlarer Akteur mitbringt. Zudem zeigte sich besonders der ehemalige Hüttenberger Diebel sehr treffsicher in den beiden Viertelfinalpartien. Auf Linksaußen hat der TSV mit Vincent Büchner einen technisch starken Spieler, der auch auf der Mitte auflaufen kann. Im Tor steht bei den "Jungrecken" mit Jonas Wilde ein sicherer Rückhalt. Doch auch im Kollektiv agieren die Niedersachsen stark. "Sie spielen eine sehr gute und interessante 6:0-Abwehr, die offensiv agiert. Zudem sind ihre Auftakthandlungen und das damit verbundene Entscheidungsverhalten sehr stark. Für uns heißt es wieder, so wenig Fehler wie nur möglich in der Offensive zu machen, denn Burgdorf bestraft jeden einzelnen", sagt Weber und ergänzt: "Zu Hause müssen wir natürlich gewinnen, um weiterkommen zu wollen und im besten Fall nicht nur mit einem Tor. Denn auswärts wird es verdammt hart."

Text: Conrad Melle