HSG Wetzlar U23 geht personell leicht verändert in Oberliga-Saison!

Nachwuchs

Dominik Jung, Rico Funck und Stefan Hanemann verstärken Aufsteiger – Fabian Kraft, Christian Wick und Marius Sulzbach nicht mehr im Kader

Das hat es im hessischen Amateur-Handball wohl noch nicht gegeben! Mit 48:0-Punkten hat das Team der HSG Wetzlar U23 die Landesliga Mitte in beeindruckender Weise dominiert und verlustpunktfrei den Aufstieg in die Oberliga Hessen perfekt gemacht. Zwei Jahre nach dem unerwarteten Abstieg aus Hessens höchster Spielklasse wurde der selbstbeschriebene „Betriebsunfall“ somit nunmehr korrigiert – und das vorrangig mit Talenten aus dem eigenen Nachwuchs, größtenteils im Alter von unter 23 Jahren.

Nunmehr planen die Wetzlarer Verantwortlichen um den Leiter Nachwuchsleistungssport Jochen Beppler die neue Spielzeit. Personell stehen nur wenige Veränderungen an. Drei Spieler werden nicht mehr im U23-Kader stehen. Die Zusammenarbeit mit Torhüter Marius Sulzbach und Rückraumspieler Christian Wick wurde beendet. Sie verlassen den Verein mit bislang unbekanntem Ziel. Erhalten bleibt der HSG Wetzlar zwar Eigengewächs Fabian Kraft, allerdings wird der Spielmacher, der im erweiterten Erstligakader steht, in der kommenden Saison per Zweitspielrecht für den Drittligisten TV Groß-Umstadt auflaufen. Vorerst nur noch als „Standby-Spieler“ steht Rückraum-Akteur Alexander Krell zur Verfügung. Der Polizist hatte sich Mitte der vergangenen Spielzeit eine schwere Kreuzband-Verletzung zugezogen und möchte auch aufgrund seiner beruflichen Weiterentwicklung erst nach und nach wieder auf das Spielfeld zurückkehren.

Als Neuzugänge kann der künftige Oberligist Dominik Jung und Rico Funck begrüßen. Jung, der aus dem HSG-Nachwuchs stammt und variabel im Rückraum eingesetztwerden kann, hatte zuletzt beim Oberligisten TuS Holzheim gespielt. Rico Funck war bislang für die TUSPO Obernburg als Spielmacher aufgelaufen und wechselt nunmehr wegen eines Studiums in Marburg nach Mittelhessen. Auf der Torhüterposition wird Eigengewächs Stefan Hanemann künftig neben Florian Gümbel zum Einsatz kommen. Der 18jährige, der ab der kommenden Saison auch im Anschlusskader der Bundesliga-Mannschaft stehen wird, soll in der U23 Spielpraxis im Männerbereich sammeln, kann aber auch noch in der A-Jugend das Tor hüten. 

Ansonsten bleibt die grün-weiße Meistermannschaft unverändert. Trainer Andreas Klimpke, der seinen Vertrag frühzeitig um ein weiteres Jahr verlängert hatte, kann neben den „Routiniers“ Lukas Loh, Tim Weber, Hendrik Schaus und Dennis Agel, weiterhin auf die U23-Akteure Florian Gümbel, Lukas Wallwaey, Marc Köhn, Edi Pjanic, Julian Weber, Julian Wallwaey, Marvin Lindenstruth und womöglich auch Moritz Zörb zählen.

„Für zahlreiche unserer jungen Spieler war die nunmehr abgelaufene Landesliga-Saison ihr erstes Jahr im Männerbereich, es wird spannend zu sehen sein, wie sie sich nunmehr in der doch wesentlich stärkeren Oberliga beweisen, die in der kommenden Saison viele attraktive Derbys bereithält“, so HSG-Geschäftsführer Björn Seipp, der froh ist, das die Aufstiegsmannschaft annähernd zusammengeblieben ist. „Die Mannschaft hat einen beeindruckend Teamgeist, auf und abseits des Spielfeldes. Wir haben ein paar Veränderungen sportlich bedingter Natur vorgenommen, aber auch Positionen im Kader bewusst freigelassen, um einigen Talenten aus unserer künftigen U19-Mannschaft, die in der A-Jugend-Bundesliga spielen wird, die Möglichkeit geben zu können, sich schon einmal in der Oberliga zu beweisen. Diese enge Verzahnung, die es auch im Trainingsbetrieb geben wird, ist ein wichtiger Baustein in unserem noch einmal optimierten Nachwuchskonzept.“