HSG Wetzlar verpasst es in Hannover "sich für tolles Spiel zu belohnen"!

DKB Handball-Bundesliga

Mangelnde Chancenverwertung in Schlussphase sorgt für 27:30-Niederlage bei „Recken“ - Wandschneider: "Partie schnell abhaken. Habe sehr viel Positives gesehen!"

 

 

Geknickt und enttäuscht saßen die Spieler des Handball-Erstligisten HSG Wetzlar nach ihrem gestrigen Auswärtsspiel beim TSV Hannover-Burgdorf in der Kabine. Zuvor hatten die Grün-Weißen laut ihres Trainers Kai Wandschneider ein „klasse Spiel“ in der TUI Arena abgeliefert, es am Ende jedoch nicht geschafft, einen Vier-Tore-Vorsprung (47.) ins Ziel zu retten. Grund dafür waren gleich sieben verworfene, freie Bälle in der Schlussphase, die letztlich dazu führten, dass die Gastgeber die umkämpfte Partie zur Freude der 4.203 Zuschauer noch drehen und mit 30:27 für sich entscheiden konnten.

 „Wir hatten es selbst in der Hand hier als Sieger vom Platz zu gehen und haben es am Ende nicht geschafft, uns für einen richtig starken Auftritt zu belohnen“, bilanzierte HSG-Geschäftsführer Björn Seipp nüchtern. „Wenn Du in der Schlussphase gleich sieben freie Würfe von Außen, vom Kreis und dem Siebenmeter-Punkt vergibst, dann ist es fast unmöglich, in der Bundesliga ein Handballspiel zu gewinnen. Wir haben die Punkte hier am Ende leider weggeworfen, so knallhart muss man das formulieren

Für den Geschäftsführer waren die Mittelhessen „an diesem Nachmittag jedoch das bessere Team, das sich leider selbst um den Ertrag gebracht hat.“ Kai Wandschneider schlug mit seinem Statement in die gleiche Kerbe. „Spielerisch und kämpferisch haben wir ein klasse Spiel gemacht und waren mit dem Favoriten aus Hannover absolut auf Augenhöhe, spielerisch sogar besser“, so der Coach. „Wir haben unsere Angriffe fast über die ganze Spielzeit auf den Punkt gespielt und auch in der Abwehr einen großen Kampf geliefert. Dass wir in der Schlussphase im Abschluss so einbrechen, hat sich die Mannschaft nicht verdient, aber daran gilt es zu arbeiten! Auch gegen Minden war das bereits unser Problem. Hier waren es aber nicht so viele ausgelassene Chancen. Ich habe die Spieler nach dem Abpfiff in der Kabine aufgebaut und ihnen gesagt, dass das ein richtig starker Auftritt war, der zeigt, was wir im Kollektiv zu leisten im Stande sind.“ Ein Sonderlob erhielten vom Trainer Alexander Hermann, dem sieben blitzsaubere Rückraum-Treffer gelangen. Auch Anton Lindskog und Stefan Kneer hob der 57-jährige für ihre Leistung im Abwehr-Mittelblock hervor. 

„Es gilt dieser Niederlage nicht lange nachzutrauern, sondern das direkt abzuhaken. Dafür haben wir in Hannover viel zu gut gespielt. Das gilt es mitzunehmen, denn am Donnerstagabend wartet schon die nächste Aufgabe, mit dem Heimspiel gegen den TV Hüttenberg, auf uns“, so Kai Wandschneider. „Dann müssen wir im Abschluss wieder konzentrierter und zwingender sein. Ich habe heute sehr viel Gutes von meiner Mannschaft gesehen und das stimmt mich und uns positiv. Wenn wir weiter so spielen und kämpfen, dann ist mir vor keinem Gegner Bange und der Erfolg wird sich einstellen."