HSG Wetzlar vor schwerer Pokalaufgabe in Lübeck!

DKB Handball-Bundesliga

Mittelhessen müssen beim heimstarken Zweitligisten VfL Bad Schwartau ran

Wie alle anderen Erstligisten steigt auch die HSG Wetzlar in dieser Woche in den DHB-Pokal ein. Die Mittelhessenmüssen in der 3. Hauptrunde am Mittwochabend beim Zweitligisten VfL Bad Schwartau antreten. Die Partie wird um 19.30 Uhr in der Hansehalle in Lübeck angepfiffen. Geleitet wird die Partie von DHB-Schiedsrichtern Peter Behrens und Marc Fasthoff.

„Wir haben uns in den vergangenen Wochen eine Menge Selbstbewusst sein geholt und wollen auch dieses Spiel natürlich gewinnen. Trotzdem wissen wir, dass ein Auswärtsspiel in Bad Schwartau eine richtig schwierige Aufgabe ist“, sagt Wetzlars Trainer Kai Wandschneider voraus, der mit seiner Mannschaft bereits heute an die Ostseeküste gereist ist und am Timmendorfer Strand Station macht. „Die frühzeitige Anreise zeigt, wie ernst wir den Pokal und allen voran den Gegner nehmen. Wir bereiten uns auf dieses Spiel genauso intensiv vor, wie auf eine Bundesligapartie und werden morgen früh auch noch einmal in Lübeck trainieren“, so Wandschneider, der bis auf den isländischen Spielmacher Fannar Fridgeirsson (Bänderriss im Fuß) alle Mann an Bord hat.

Respekt vor Gegner und dem „Hexenkessel Hansehalle“

Knapp 2.800 Zuschauer passen in die Lübecker Hansehalle, die aufgrund ihrer Lautstärke auf den Tribünen berüchtigt ist. „Das ist ein Hexenkessel, in dem sich zuletzt auch der Topfavorit der 2. Liga, der Bergische HC, sehr schwer getan hat“, weiß der HSG-Coach. „Für Bad Schwartau ist es sicherlich das Spiel des Jahres! Entsprechend motiviert wird die Mannschaft, die mit erstligaerfahrenen Spielern wie Jan Schult, Marcel Schliedermann oder Adrian Wagner gespickt ist, zu Werke gehen. Wir müssen hochkonzentriert und entschlossen auftreten, ähnlich wie in Magdeburg, um erfolgreich zu sein. Nur wenn wir in Angriff und Abwehr Hundertprozent geben, werden wir als Sieger vom Platz gehen können!“

Schlechte Erfahrungen, wenn auch schon einige Jahre zurückliegend, hat die HSG Wetzlar, damals als HSG Dutenhofen/Münchholzhausen antretend, mit dem VfL Bad Schwartau gemacht. Im Jahr 2001 brachten die Norddeutschen die Mittelhessen um den vermeintlich größten Titel ihrer Vereinsgeschichte, als sie die Grün-Weißen im DHB-Pokalfinale in Hamburg mit 30:23 schlugen. „Das liegt lange zurück und spielt heute keine Rolle mehr“, so HSG-Geschäftsführer Björn Seipp, der mit an die Ostsee gereist ist und dem DHB-Pokal eine wichtige Rolle zuspricht „Wir sehen den Pokal nicht als zusätzliche Belastung sondern als Chance an, mit der richtigen Leistung und etwas Losglück etwas außergewöhnliches zu erreichen. Zudem kann dieser Wettbewerb im Optimalfall auch eine wirtschaftliche Bedeutung haben. Doch dafür müssen wir erst einmal die 3. Runde überstehen.“