HSG Wetzlar weist Großwallstadt deutlich in die Schranken!

DKB Handball-Bundesliga

Dezimierte Mittelhessen schlagen Zweitligisten beim f.a.n.-Cup mit 32:21 (11:9)

Die Handball-Erstligist HSG Wetzlar hat beim diesjährigen f.a.n.-Cup in Kleinostheim das Finale erreicht. Die Mittelhessen schlugen am Samstagabend in der Vorschlussrunde den Zweitligisten TV Großwallstadt deutlich mit 32:21. Somit kommt es am heutigen Sonntag um 19.00 Uhr zur Neuauflage des letztjährigen Endspiels zwischen der HSG Wetzlar und der MT Melsungen, die sich ihrerseits im Halbfinale gegen den TV Hüttenberg durchsetzte.

Ohne die verletzten Sebastian Weber, Kevin Schmidt und Adnan Harmandic sowie den im Aufbautraining befindlichen Magnus Dahl startete die HSG Wetzlar in die Partie, legte jedoch gleich los wie die Feuerwehr. Gestützt auf Paraden von Neuzugang Andreas Wolff, der gegen seinen Ex-Club einen Klassetag erwischte, gingen die Grün-Weißen in der Maingauhalle schnell mit 4:0 in Führung. Zwei Treffer davon erzielte Linkshänder Daniel Valo, der kurz später jedoch mit einer Knieverletzung vom Feld humpelte und für das Finale passen muss. Der Ausfall des Slowaken hinterließ Spuren im Wetzlarer Spiel. Einige leichte Ballverluste führten zu schnellen Gegenstößen des TVG, die allen voran vom agilen Linksaußen Maximilian Holst (letztlich mit 6/2 Treffern bester TVG-Werfer) verwertet wurden. In der 16. Minute gingen die Mainfranken sogar erstmals mit 6:5 in Führung. Danach fand Wetzlar jedoch wieder besser ins Spiel. Spielmacher Florian Laudt führte geschickt Regie und Kent Robin Tönnesen erzielte von der halbrechten Rückraumposition wichtige Treffer, die letztlich zur 11:9-Halbzeitführung der Domstädter genügten.

Auch nach der Pause hatte die HSG Wetzlar wieder den besseren Start. Der in Abwehr und Angriff agile Kreisläufer Jens Tiedtke traf in der 38. Spielminute zum 17:12 und bescherte seinem Team, das auch im Angriff immer besser in Fahrt kam, die erste Fünf-Tore-Führung. Die ebenfalls neuformierte Mannschaft des TV Großwallstadt konnte in der Folgezeit kaum noch mithalten. Immer wieder erzielte Wetzlar über die Erste- oder Zweite-Welle einfache Treffer. Beim 25:15 (48.) durch Tobias Reichmann lag der Erstligist erstmals mit zehn Toren in Front. Nunmehr gab HSG-Coach Kai Wandschneider auch den Spielern aus dem erweiterten Kader, Fabian Kraft und Marius Sulzbach, die Möglichkeit sich zu beweisen, was beide gleich nutzten. Nach einer Parade von Sulzbach traf Kraft von Linksaußen zum 29:17 für seine Farben (53.). Letztlich endete das in der zweiten Halbzeit ungleich Kräftemessen mit einem deutlichen 32:21-Erfolg für Wetzlar. 

„Mit dem Ergebnis und dem Auftreten meiner Mannschaft in der zweiten Halbzeit bin ich zufrieden. Sorge bereitet mir nur die Verletzung von Daniel Valo, von der wir endgültig erst am Montag wissen, wie schwer sie wirklich ist“, so HSG-Trainer Kai Wandschneider, dessen Personalprobleme am Finalsonntag also noch etwas anwachsen. „Wir blasen aber kein Trübsal, sondern werden versuchen der MT Melsungen ein großen Kampf und den Zuschauern ein würdiges Finale zu bieten!“

Stenogramm HSG Wetzlar:

Wolff (1.-50.), Sulzbach (51.-60.); Tiedtke 4, Rompf 5/3, Valo 2, Krause 1, Tönnesen 4, Reichmann 3, Laudt 4, Fäth 2, Kraft 1, Hahn 2, Bliznac 4.