HSG Wetzlar will „alles aus dem Tank holen, was noch drin ist!“

Bild: www.sportfoto-vogler.de

DKB Handball-Bundesliga

Mittelhessen empfangen am Montag, im letzten Spiel des Jahres 2016, HBW Balingen-Weilstetten in Rittal Arena Wetzlar – Ausverkauftes Haus erwartet!

Die Weihnachtszeit gilt als die vermeintlich härteste Saisonphase für die Spieler in der DKB Handball-Bundesliga – mit regelmäßig drei Spielen innerhalb anderthalb Wochen. „Zum Ende einer kräftezehrenden Hinrunde ist das nochmal eine enorme Belastungsprobe für die Spieler“, weiß der Geschäftsführer der HSG Wetzlar, Björn Seipp, dessen Team am zweiten Weihnachtsfeiertag die Mannschaft von HBW Balingen-Weilstetten in der Rittal Arena Wetzlar empfängt. Anwurf der Partie, für die es noch wenige Restkarten an der Tageskasse geben wird, ist um 17.15 Uhr. Geleitet wird das Duell des Tabellenachten (18:16 Punkte) gegen den Vierzehnten (11:23 Punkte) von den Unparteiischen Colin Hartmann und Stefan Schneider. Die Spielaufsicht hat Ralf Damian. 

„Am Montag gilt es für uns noch einmal alle Kräfte zu mobilisieren und gegen einen gefährlichen Gegner alles aus dem Tank zu holen, was noch drin ist“, gibt HSG-Trainer Kai Wandschneider klar die Erwartungshaltung an seine Mannschaft vor. „Balingen hat sich in den zurückliegenden Spielen, mit Siegen in Lemgo und gegen Stuttgart, in die Spur gebracht und nach anfänglichen Schwierigkeiten Selbstvertrauen getankt“, weiß der 57-jähige, der im Duell mit den „Galliern von der Alb“ nach aktuellem Stand alle grün-weißen Akteure einsetzen kann.

„Für uns war enorm wichtig, dass wir nach dem verkorksten Auftritt in Göppingen gegen Minden direkt die passende Antwort gegeben und das Wissen um die eigenen Stärken weiter verfestigt haben“, schaut Wandschneider zufrieden auf den vergangenen Mittwoch zurück als sein Team beim 27:25-Auswärtssieg gegen GWD Minden zwei wichtige Zähler mit nach Mittelhessen bringen konnte. „18 Punkte aus der Vorrunde sind überragend. Diese Punkte und wie sie zustande gekommen sind, machen mich wirklich stolz auf die Jungs – und wer mich kennt, der weiß, dass ich das sehr selten sage!“

Kai Wandschneider: „Wollen die beiden Zähler zum Jahresende unbedingt!“

Dem Coach ist nunmehr aber wichtig, dass sich seine Spieler am Montag mit einem „positiven Erlebnis“ in die kurze Winterpause verabschieden. „Natürlich wollen wir dieses Heimspiel gegen Balingen unbedingt gewinnen! Als Weihnachtsgeschenk für unsere fantastischen Zuschauer“, so der Diplom-Sportlehrer. „Außerdem warten im neuen Jahr mit Melsungen, Kiel, Magdeburg, Gummersbach, Hannover und Berlin extrem schwere Aufgaben auf uns. Da brauchen wir vor Silvester unbedingt noch diese beiden Zähler!“ Zudem sei die Liga in dieser Saison so ausgeglichen, wie lange nicht mehr, was die deftigen Niederlagen der Leipziger in Erlangen und die eigene in Göppingen deutlich veranschauliche.

„Deshalb erwarte ich von meiner Mannschaft noch einmal eine Top-Einstellung und, bei allem was danach ansteht, volle Fokussierung auf Balingen“, so Wandschneider deutlich, der auch die Zuschauer davor warnt, „wegen des Blicks auf die Tabelle mit einer falschen Erwartungshaltung in die Halle zu kommen“. Balingen verfüge über ein gutes Repertoire mit verschiedenen Deckungssystemen und dem konsequenten Einsatz des siebten Feldspielers. Dazu hätten die Schwaben erfahrene Spieler wie beispielsweise Martin Strobel, Matthias Flohr, Tomas Mrkva oder Sascha Illitsch in ihren Reihen. Aber auch die Youngsters, wie Jannik Hausmann oder Yves Kunkel, verfügten über eine hohe Qualität.

Björn Seipp: „Stimmungsgewaltige Kulisse kann unseren Spielern Flügel verleihen“!

Sieben der vergangenen acht Pflichtspielduelle konnten die Grün-Weißen gegen die Mannen aus dem Zollernalbkreis für sich entscheiden. „Das ist eine tolle Bilanz, aber für Montag komplett uninteressant“, weiß Geschäftsführer Björn Seipp, der sich noch gut an die 29:32-Heimniederlage am exakt gleichen Datum vor vier Jahren zurück erinnert. „Ich weiß, dass unsere stimmungsgewaltige Heimkulisse unseren Spielern Flügel verleihen kann. Das könnte am Montag auch von Nöten sein, denn die Beine sind verhältnismäßig schwer – bestimmt aber bei beiden Teams.“

Den Matchplan für das letzte Heimspiel im Jahr 2016 haben sich die Mittelhessen bereits bereit gelegt. „Nachdem am Heiligen Abend frei ist, werden wir am Sonntag noch einmal Videostudium betreiben und konzentriert trainieren. Im Spiel kommt es dann darauf an, dass wir eine aggressive Abwehr mit guten Torhütern stellen, über 60 Minuten hellwach sind und eine disziplinierte Angriffsleistung abliefern. Gelingt uns das, dann sind die Grundlagen für einen Heimsieg gelegt“, so Wandschneider, der mit seinem Team das Hinspiel im September mit 26:22 gewonnen hatte.