HSG Wetzlar will auf „fremdem Terrain“ ins Pokal-Viertelfinale einziehen!

DKB Handball-Bundesliga

Mittelhessen empfangen im DHB-Pokal in Sporthalle Hüttenberg „Mannschaft der Stunde“ aus Leipzig – Einsatz von Neu-Nationalspieler Philipp Weber unklar

Für die Bundesliga-Handballer der HSG Wetzlar geht es derzeit Schlag auf Schlag. Nach dem verlorenen Heimspiel am Sonntag gegen die SG Flensburg-Handewitt steht am heutigen Abend das nächste wichtige Duell mit einem starken Ligarivalen auf dem Programm. Um 19.30 Uhr empfangen die Grün-Weißen im Achtelfinale des DHB-Pokals den SC DHfK Leipzig – und das auf „fremdem Terrain“.

Da die Rittal Arena Wetzlar wegen der Weltmeisterschaft im Jazz- und Modern Dance belegt und die Sporthalle Dutenhofen aufgrund der gültigen Hallenstandards der HBL nicht nutzbar ist, weichen die Domstädter in die benachbarte Sporthalle Hüttenberg aus, wo normalerweise der heimische Zweitligist seine Heimspiele austrägt. Rund 1.300 Eintrittskarten sind bereits für heute Abend verkauft, so dass die Halle annähernd ausverkauft sein wird. Anwurf der Partie ist um 19.30 Uhr. Es gibt noch Tickets an der Abendkasse, die um 18.00 Uhr öffnet.

„Leipzig ist die Mannschaft der Stunde“, zollt HSG-Trainer Kai Wandschneidern den Gästen im Vorfeld großen Respekt. „Neben Flensburg haben sie bislang am meisten überzeugt.“ Nach dem Auswärtssieg vom Wochenende in Gummersbach rangieren die Messestädter aktuell  mit 11:5 Punkten auf dem 5. Tabellenplatz der DKB Handball-Bundesliga.

„Um gegen Leipzig bestehen zu können brauchen wir eine Topleistung – allen voran in der Abwehr und auf der Torhüterposition“, weiß Wandschneider und bringt einen weiteren wichtigen Faktor ins Spiel. „Unsere Zuschauer! Wir brauchen die volle Unterstützung jedes einzelnen in der engen Halle, dann können wir uns Viertelfinale kommen und der Traum von Hamburg kann weiter leben.“

Bereits am gestrigen Abend haben die Wetzlarer in der Hüttenberger Halle trainieren können, um die neue Atmosphäre kennen zu lernen. „Das ist wichtig für solch ein Spiel, umso mehr geht mein Dank an den TV Hüttenberg und die Stadt Hüttenberg, dass auch dies möglich war“, so der Coach, der weiterhin auf den Ex-Leipziger Philipp Pöter (Leistungssportverbot) und die Langzeitverletzten Joao Ferraz (Schulter-Operation) und Maximilian Holst (Kreuzbandriss) verzichten muss. Zudem steht ein großes Fragezeichen hinter dem Einsatz von Neu-Nationalspieler Philipp Weber, der sich am Sonntag gegen Flensburg ebenfalls an der Wurfschulter verletzt hatte. „Philipp arbeitet seitdem mit den Physios Tag und Nacht. Sein Einsatz wird sich wohl erst kurz vor dem Spiel entscheiden“, verrät Geschäftsführer Björn Seipp. „Klar ist aber, dass wir im Hinblick auf die noch lange Saison kein Risiko eingehen werden.“

Sollte Weber passen müssen, dann stünden den Wetzlarern noch Ex-Nationalspieler Stefan Kneer und der Schwede Emil Berggren auf der linken Rückraumposition zur Verfügung. „Beide wissen, dass von ihnen mehr Torgefahr als am Sonntag gegen Flensburg kommen muss, um erfolgreich sein zu können. Heute Abend gilt es die Chance am Schopfe zu packen. Im Pokal lockt die Endrunde in Hamburg. Da heißt es heute Abend für alle, ihr Herz in beide Hände zu nehmen und Vollgas zu geben“, so Björn Seipp.

Geleitet wird die Partie von den beiden Unparteiischen Peter Behrens und Marc Fasthoff. Die Spielaufsicht hat Thorsten Zacharias.