HSG Wetzlar will gegen Bergischen HC Erfolgsserie ausbauen!

DKB Handball-Bundesliga

Trainer Kai Wandschneider warnt vor unangenehmem und gefährlichem Gegner: „Müssen besonderes Auge auf gefährliche Rückraum-Schützen des BHC haben!“

 

Die Bundesliga-Handballer der HSG Wetzlar wollen ihre Erfolgsserie von 11:1-Punkten aus den vergangenen sechs Liga-Spielen am Wochenende ausbauen. Am Samstag um 19.00 Uhr empfangen die Mittelhessen den Bergischen HC in der Rittal Arena Wetzlar. Seit vier Pflichtspielen sind die Grün-Weißen gegen die „Löwen“ ungeschlagen. Diese Serie soll, wenn es nach Trainer Kai Wandschneider geht, natürlich gerne anhalten, auch wenn er bereits warnend den Finger hebt: „In dieser Liga bekommt man in keinem Spiel etwas geschenkt! Gerade gegen den Bergischen HC waren es immer knappe Duelle auf Augenhöhe. Wir müssen an unsere absolute Leistungsgrenze gehen, um wieder erfolgreich zu sein, denn der BHC ist brandgefährlich!“ Geleitet wird die Partie von den Elitekader-Schiedsrichtern Hanspeter Brodbeck und Simon Reich, die für den Deutschen Handballbund auch international pfeifen. Die Spielaufsicht hat Schiedsrichter-Chef Peter Rauchfuß. 

Natürlich strotzt das Team der HSG Wetzlar derzeit vor Selbstvertrauen. „Dieses haben wir uns hart erarbeitet“, weiß Kai Wandschneider, der seine Spieler lobt, dass sie sich auch in dieser Woche wieder sehr konzentriert auf den nächsten Gegner vorbereitet hätten. „Bei uns hebt keiner ab – und wenn vielleicht doch, dann lernt derjenige mich kennen“, so der 55-jährige, dem unter der Woche Kreisläufer Sebastian Weber wegen einer Grippe nicht zur Verfügung gestanden hat. „Wir hoffen aber, dass er am Samstag spielen kann!“

Beim kommenden Gegner, der derzeit mit 4:14-Punkten auf dem 14. Tabellenplatz der DKB Handball-Bundesliga rangiert, hat Wandschneider vor allem eine starke Rückraumachse als Prunkstück ausgemacht. „Viktor Szilagyi ist die Seele des Spiels beim BHC. Man merkt sofort, dass er nach seiner langen Verletzung wieder zurück ist. Er ist der Denker und Lenker des Spiels und auch ein gefährlicher Torschütze“, weiß Wandschneider um die Wichtigkeit des routinierten Österreichers für die Gäste. „Aber auch Fabian Gutbrod hat sich toll entwickelt und ist ein starker Rückraumschütze. Nicht zu vergessen sind Alexander Oelze, Kristian Nippes und Björgvin Gustvasson, die einem das Leben sehr schwer machen können. Also, da steht uns am Samstag schon jede Menge Qualität gegenüber, vor der wir uns aber nicht verstecken müssen. Wir schauen nach uns und wollen dieses Spiel unbedingt mit Hilfe unserer sensationellen Zuschauer gewinnen! Dass wir das Zeug dazu haben, haben die vergangenen Wochen bewiesen“, so der Diplom-Sportlehrer, der, bis auf das Fragezeichen hinter dem Einsatz von Sebastian Weber, nach aktuellem Stand alle Mann an Bord hat.

Mindestens vier Punkte aus den kommenden drei Ligaspielen gegen den Bergischen HC, die Rhein-Neckar-Löwen und HBW Balingen-Weilstetten hat Wandschneider als Ziel ausgegeben. „Wir müssen jetzt voll fokussiert bleiben und jede sich bietende Chance am Schopfe packen, um Punkte für unser Primärziel, den frühzeitigen Klassenerhalt zu sammeln. Die Nächste haben wir am Samstag“, schreibt der Trainer seinem Team ins Gebetsbuch. „Wo wir derzeit in der Tabelle stehen ist vollkommen egal. Dafür können wir uns am Saisonende nichts kaufen. Es zählen nur Punkte!“

Natürlich registriert man in Wetzlar aber auch, dass die positiven Ergebnisse der vergangenen Wochen für sehr viel Euphorie im Umfeld gesorgt haben. „Das ist ja auch gut so, aber klar ist auch, dass wir nicht den Fehler machen dürfen, die Ansprüche zu hoch zu schrauben“, appelliert Wetzlars Geschäftsführer Björn Seipp vor allem an die Fans. „Siege im Vorbeigehen gibt es nicht. Bis auf die Erfolge gegen Hannover und in Eisenach waren alle Spiele bis zum Ende eng. Jede Bundesliga-Partie ist für unsere Mannschaft eine echte Herausforderung, in dem alles passen muss, um am Ende erfolgreich zu sein. Deshalb sollten unsere Zuschauer nicht mit der falschen Erwartungshaltung in die Arena kommen, sondern die Mannschaft von der ersten bis zur letzten Minute kompromisslos unterstützen – nur als starkes Kollektiv können wir in diesem schweren Heimspiel auch wieder erfolgreich sein.“

Trainer Kai Wandschneider lässt seine Spieler nicht gänzlich ohne Druck in die Partie gehen. „Wir spielen zu Hause und haben den Anspruch unseren Zuschauern ein erfolgreiches Spiel abzuliefern. Das muss unser Ziel sein und ist es auch“, so der Coach. „Den größeren Druck hat ganz sicher der Bergische HC. Vier Punkte nach neun Spielen entsprechend sicherlich nicht dem Anspruch des Clubs, obwohl der BHC meiner Meinung nach erstmals am vergangenen Wochenende richtige Big-Points liegen gelassen hat, die weh tun!“ Gegen den Tabellennachbarn HBW Balingen-Weilstetten setzte es da zu Hause eine 30:35-Niederlage für die Löwen.   

Für das Heimspiel der Mittelhessen am Samstagabend gibt es bereits heute keine Sitzplatzkarten mehr. Stehplatztickets sind jedoch noch im Vorverkauf und an der Abendkasse (ab 17.30 Uhr) erhältlich. Die Verantwortlichen rechnen einmal mehr mit über 4.000 Besuchern in der Rittal Arena Wetzlar.