HSG Wetzlar will guten Auftakt vor heimischer Kulisse bestätigen!

DKB Handball-Bundesliga

Mit dem TV Großwallstadt kommt „Mannschaft auf Augenhöhe“ (Wandschneider) in die Rittal-Arena – Defensive ausschlaggebend für gutes Gegenstoßverhalten.

Den Auftakt in die Saison der DKB Handball-Bundesliga 2012/2013 hat die HSG Wetzlar in den vergangenen beiden Spielen bravourös gemeistert. Am ersten Spieltag besiegte die Truppe von Trainer Kai Wandschneider zu Hause den HSV Handball und ließ sieben Tage später in der Balinger „Hölle Süd“ die nächsten beiden Punkte folgen. Am morgigen Mittwoch empfangen die Grün-Weißen in der heimischen Rittal-Arena nun den TV Großwallstadt, das Ex-Team von Kreisläufer Jens Tiedtke, zum Lahn-Main-Derby. Anpfiff für die Partie ist um 19.00 Uhr.

Trotz der starken Auftritte der Lahnstädter in den ersten beiden Spielen warnt Coach Wandschneider davor, den TVG für eine leichtere Aufgabe zu halten: „Großwallstadt ist eine ausgebuffte Mannschaft auf Augenhöhe – nach dem Überraschungssieg gegen Hamburg ist das nun wichtiger Bundesligaalltag für die HSG Wetzlar. In dieser Begegnung werden die nächsten Big Points vergeben. Es ist egal, ob Spiele gegen direkte Konkurrenten um den Klassenerhalt am Anfang, in der Mitte oder am Ende einer Saison stattfinden – man muss sie gewinnen“, verdeutlicht Wandschneider die Bedeutung der Partie. „Wir werden mit absoluter Sicherheit auf einen taktisch sehr gut eingestellten Gegner treffen, der unheimliche viele kleine Varianten an den Tag legt, die eine große Wirkung haben können. Von daher müssen wir nervenstark und in den entscheidenden Situationen hellwach sein“, erklärt Wandschneider, für den das gute Ergebnis gegen die Unterfranken aus der Vorbereitung „nur Schall und Rauch“ ist. „Da hat der TVG nicht alle Mann an Bord gehabt und Trainer Peter David viele junge Spieler getestet.“

Mit Linkshänder Michael Thiede und dem Schweizer David Graubner für den linken Rückraum hat sich die Truppe von Trainer Peter David zur neuen Saison torgefährlich verstärkt. Weiter stabilisiert wird das Gerüst der Mannschaft durch Ausnahmetorhüter Martin Galia und Sverre Andreas Jacobsen, dem erfahrenen isländischen Abwehrchef. Mit dem 36-jährigen Oliver Köhrmann verfügt der TVG über einen mit allen Wassern gewaschenen Mittelmann, der zudem der verlängerte Arm des Trainers ist. Max Holst und Michael Spatz bilden die flinke Flügelzange, die vor allem über die erste und zweite Welle für Gefahr sorgen sollen.

Die schnellen Gegenstöße sind aber in den letzten Monaten auch zu einer neuen Stärke der Gastgeber geworden. Sowohl gegen den HSV, als auch gegen HBW Balingen/Weilstetten erzielten die Grün-Weißen über zehn Tore per erweiterten Gegenstoß – eine Entwicklung, die laut Kai Wandschneider „einer Metamorphose“ gleicht. „Mit Tobias Reichmann haben wir einen klassischen Gegenstoß-Spieler und mit Adnan Harmandic einen Mittelmann, der die zweite Welle sehr gut antreiben kann“, lobt der Trainer, der indes nicht müde wird zu betonen, dass die Grundlage eines erfolgreichen Gegenstoßes die Abwehr ist. „Der Mittelblock mit Philipp Müller und Alois Mraz steht bislang ausgezeichnet und hält die Defensive hervorragend zusammen, was es natürlich auch leichter für unsere Keeper macht, die am Mittwoch einmal mehr stechen müssen.“

Einsatz von Daniel Valo am Mittwoch in Gefahr!

Sollten die Mannen von Coach Wandschneider, der lediglich um dem Einsatz von Daniel Valo (Oberschenkelprellung) bangen muss, an die gezeigten Leistungen anknüpfen können, dann stehen die Chancen gut, dass auch im zweiten Heimspiel der Saison die Punkte in der Rittal-Arena bleiben und die derzeit euphorisierten Fans das nächste Erfolgserlebnis zusammen mit der Mannschaft feiern können.

„Es liegt mir fern, die derzeitige Handball-Euphorie in Wetzlar zu bremsen, aber wir müssen am Mittwoch extrem auf der Hut sein. Großwallstadt hat nicht zuletzt in der vergangenen Rückrunde mit dem knappen Auswärtssieg in Wetzlar bewiesen, dass sie brandgefährlich sind“, so HSG-Geschäftsführer Björn Seipp. „Da gilt es für uns etwas gut zu machen. Allerdings muss jedem klar sein, dass wir in der Bundesliga nur eine Erfolgschance haben, wenn Mannschaft und Zuschauer alles geben. Es wäre fatal sich auf dem bislang erreichten auszuruhen oder die falschen Ansprüche an den Tag zu legen. Von einem guten Saisonstart können wir erst sprechen, wenn wir gegen den TVG gewinnen – ansonsten sind die `Bigpoints` gegen Hamburg im hart geführten Abstiegskampf schon wieder aufgebraucht.“