HSG Wetzlar will „Rückenwind“ gegen Hannover nutzen!

DKB Handball-Bundesliga

Mittelhessen müssen am Samstag um 19 Uhr gegen TSV Hannover-Burgdorf ran – „Rückkehr“ von Nikolai Weber in Rittal Arena

Geschätzte 4.000 Zuschauer bilden am Samstagabend eine einmal mehr beeindruckende Kulisse, wenn die HSG Wetzlar in der DKB Handball-Bundesliga den TSV Hannover-Burgdorf empfängt. Das Duell der letztjährigen „Überraschungsmannschaften der Liga“ wird um 19.00 Uhr in der Rittal Arena Wetzlar angepfiffen. Geleitet wird die Partie dann von den Unparteiischen Robert Schulze und Tobias Tönnies, die für den DHB auch international aktiv sind. Die Spielaufsicht hat „Schiedsrichter-Chef“ Peter Rauchfuß.

„Der Überraschungserfolg in Magdeburg am vergangenen Wochenende hat meiner Mannschaft Vertrauen in die eigenen Stärken und ordentlich Rückenwind gegeben, den wir auch gegen Hannover nutzen wollen“, so HSG-Coach Kai Wandschneider. „Wir brauchen unbedingt Punkte, um uns von der Gefahrzone abzusetzen. Mit einem Sieg über die Recken hätten wir ein bisschen Luft!“ Gerade der anspruchsvolle Dezember, mit vier Auswärtsbegegnungen und dem schweren Heimspiel gegen den EHF-Pokalsieger Rhein-Neckar Löwen bereitet dem 54-jährigen „einige Sorge“.

Wie schwierig ein Heimerfolg gegen die Niedersachen jedoch zu erzielen ist, weiß man in Wetzlar nicht erst seit der vergangenen Saison, als die Gäste mit taktisch cleverem Spiel in der Rittal Arena mit 31:27 die Oberhand bewiesen. „Ich habe vor Christopher Nordmeyer große Wertschätzung. Er ist ein Trainer der mit allen Wassern gewaschen ist und seine Mannschaft immer optimal einstellt. Wir werden in Angriff und Abwehr eine hochkonzentrierte und engagierte Leistung abrufen müssen, um die Punkte hier in Wetzlar zu behalten“, weiß Wandschneider, der sich auf ein Wiedersehen mit dem ehemaligen Wetzlarer Keeper Nikolai Weber freut. „Niko ist ein starker Torhüter, der auf das Spiel am Samstag sicherlich brennt! Er hat - nach seinem feststehenden Wechsel - in unserem Auswärtsspiel in Hannover in der vergangenen Spielzeit seine beste Saisonleistung gebracht. Das zeigt, dass sich emotional auf den Punkt konzentrieren kann. Aber wir kennen ihn, er jedoch unsere meisten Schützen noch nicht.“

Bis auf die Langzeitverletzten Daniel Valo (Kreuzbandriss) und Dennis Krause (Reha wegen Altverletzung) hat Wandschneider am Samstag nach aktuellem Stand alle Mann an Bord. Dagegen plagen sich selbsternannten „Recken“ mit Verletzungssorgen herum. Die Routiniers Tamas Mocsai, Torge Johannsen und Juan Andreu sind angeschlagen. Ihr Einsatz entscheidet sich nach Meldungen aus der niedersächsischen Hauptstadt erst kurzfristig. „Wir gehen davon aus, dass alle spielen werden und bereiten uns auf ein komplettes Hannover vor“, so Wandschneider. Auch, dass TSV-Coach Nordmeyer sein Team als Außenseiter darstellt, lässt den 54-jährigen kalt. „Hannover hat eine extrem starke, ausgebuffte Mannschaft, die in dieser Saison erstmals international spielt. Wir sind mit Sicherheit nicht der Favorit, haben aber mit der Unterstützung unserer tollen Zuschauer auf jeden Fall eine Chance!“

„In Magdeburg hat unsere Mannschaft eine sensationelle zweite Halbzeit gespielt und die zwei Pluspunkte sicherlich überraschend aber verdient mit nach Hause genommen. Ein weiterer Sieg am Wochenende, vor eigenem Publikum, wäre natürlich grandios und super wichtig! Um dies gegen die bärenstarken ‚Recken‘ schaffen zu können, brauchen wir die volle Unterstützung aller grün-weißen Fans – nur gemeinsam ist gegen Hannover etwas drin“, so HSG-Geschäftsführer Björn Seipp, der nach eigenen Aussage „seinen Hut“ vor Gäste-Geschäftsführer Benjamin Chatton und den TSV-Verantwortlichen zieht – dafür, was in Hannover in den vergangenen Jahren aufgebaut worden sei.  

Für die Partie am Samstagabend sind noch Stehplatzkarten im Vorverkauf und an der Abendkasse (ab 17.30 Uhr) erhältlich.