HSG Wetzlar will sich gegen Lübbecke für erfolgreiches Jahr 2015 belohnen!

Bild: www.sportfoto-vogler.de

DKB Handball-Bundesliga

Partie gegen Tabellenletzten alles andere als Selbstläufer – Kai Wandschneider: „Wir brauchen noch mal alle Mann in Topform!“

 

Zum letzten Mal im bald scheidenden Jahr 2015 treten die Bundesliga-Handballer der HSG Wetzlar heute Abend in der heimischen Rittal Arena an. Dann ist um 19.00 Uhr der TuS N-Lübbecke bei den Mittelhessen zu Gast, seines Zeichens Tabellenletzter und nach dem 19. Spieltag der DKB Handball-Bundesliga noch ohne doppelten Punktgewinn. Geleitet wird die Partie, für die es ab 17.15 Uhr noch wenige Stehplatzkarten an der Abendkasse gibt, von den DHB-Elitekader-Schiedsrichtern Christian Moles und Lutz Pittner. Die Spielaufsicht hat Berndt Dugall.

„Das Heimspiel gegen Lübbecke wird alles andere als ein Selbstläufer! Wer das erwartet, der macht schon vor dem Anpfiff einen großen Fehler“, so Wetzlars Trainer Kai Wandschneider vor der Partie gegen die Ostwestfalen. „Die Nettelstedter sind seit Saisonbeginn in einer Abwärtsspirale. Wir hoffen, dass sie die nicht gerade gegen uns verlassen und müssen dafür noch einmal alles reinhauen, was noch im Tank ist!“ So wie am vergangenen Mittwoch, als die Grün-Weißen dank einer überragenden Mannschaftsleistung einen Punkt (26:26) aus der GETEC-Arena in Magdeburg entführen konnten. „Dieses Spiel hat zwar viel Kraft gekostet, uns aber auch noch einmal zusätzliches Selbstvertrauen für den heutigen Abend verliehen“, weiß Wandschneider. „Auch gegen Lübbecke brauchen wir alle Mann in Topform! Gerade von den Spielern, die aus der zweiten Reihe kommen, müssen heute Abend mehr Impulse als zuletzt kommen“, so die klare Ansage des 56-jährigen.

Im Hinblick auf den Kader hofft Wandschneider auf die Rückkehr des Schweden Kristian Bliznac. Gegen Magdeburg hatte der Abwehr-Hüne noch wegen Rückenproblemen passen müssen, könnte gegen den Tabellenletzten aber wieder neben Evars Klesniks im Mittelblock auflaufen. „Ansonsten sind nach derzeitigem Stand alle Mann an Bord“, verrät der Trainer, der ganz besonders auf die Unterstützung des stimmungsgewaltigen Wetzlarer Publikums zählt. „Es war eine kräftezehrende Hinrunde und alle Mannschaften müssen dieser Tage über ihre Grenzen gehen, um erfolgreich sein zu können! Heute Abend können auch unsere fantastischen Fans den Unterschied machen und mit ihrer lautstarken Unterstützung unseren Spielern noch einmal zusätzliche Kräfte verleihen!“

Ende September hatten die Mittelhessen ihr Auswärtsspiel in Lübbecke mit 29:28 gewonnen. Schon damals war es eine ausgeglichene Partie zwischen zwei Teams, die sich laut Wandschneider „tabellarisch eigentlich auf Augenhöhe befinden müssten.“ „Mit den wirtschaftlichen Möglichkeiten und der individuellen Stärke der Mannschaft müsste Lübbecke in der Tabelle sogar noch vor uns stehen“, so Wandschneider. Doch stattdessen halten die Ostwestfalen derzeit mit gerade einmal zwei Pluspunkten die „Rote Laterne“ fest in der Hand.

Allerdings weiß der 56-jährige, wie gefährlich Duelle mit einem vermeintlich angeschlagenen Boxer sind. „Wir müssen am Anpfiff weg voll konzentriert und kompromisslos zu Werke gehen“, gibt Wandschneider die Marschrichtung vor und erinnert an das Heimspiel in der vergangenen Saison, als die Grün-Weißen vor ihren eigenen Fans überraschend deutlich mit 22:28 unterlagen. „Damals haben wir uns im Abschluss zu viele Unzulänglichkeiten geleistet und sind reihenweise an den Keepern des TuS gescheitert. Das muss uns eine Warnung für den heutigen Abend sein!“

Erst am vergangenen Montag hatte der TuS reagiert und mit Goran Perkovac einen weiteren neuen Trainer präsentiert. Der frühere Mindener Übungsleiter ersetzt den nun wieder als Teammanager fungierenden Zlatko Feric, der als Nachfolger des glücklosen Goran Suton den Bock auch nicht umstoßen konnte. „Ich habe gute Erinnerungen an die Rittal-Arena“, sagte der 53-jährige Kroate Perkovac dieser Tage selbstbewusst und schiebt nach: „Im Gegensatz zu dem Heimspiel gegen Hamburg am Mittwoch wird die Partie heute in Wetzlar die leichtere!“ Das Duell mit dem HSV hatten die Lübecker am Mittwochabend mit 27:30 verloren.